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010039 VO Biblische Theologie: Ostertraditionen und Osterbekenntnis (2016S)

3.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 1 - Katholische Theologie

Details

Sprache: Deutsch

Prüfungstermine

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Donnerstag 03.03. 11:30 - 13:00 (ehem. Hörsaal 48 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 8)
Donnerstag 10.03. 11:30 - 13:00 (ehem. Hörsaal 48 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 8)
Donnerstag 17.03. 11:30 - 13:00 (ehem. Hörsaal 48 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 8)
Donnerstag 07.04. 11:30 - 13:00 (ehem. Hörsaal 48 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 8)
Donnerstag 14.04. 11:30 - 13:00 (ehem. Hörsaal 48 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 8)
Donnerstag 21.04. 11:30 - 13:00 (ehem. Hörsaal 48 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 8)
Donnerstag 28.04. 11:30 - 13:00 (ehem. Hörsaal 48 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 8)
Donnerstag 12.05. 11:30 - 13:00 (ehem. Hörsaal 48 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 8)
Donnerstag 19.05. 11:30 - 13:00 (ehem. Hörsaal 48 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 8)
Donnerstag 02.06. 11:30 - 13:00 (ehem. Hörsaal 48 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 8)
Donnerstag 09.06. 11:30 - 13:00 (ehem. Hörsaal 48 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 8)
Donnerstag 16.06. 11:30 - 13:00 (ehem. Hörsaal 48 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 8)
Donnerstag 23.06. 11:30 - 13:00 (ehem. Hörsaal 48 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 8)
Donnerstag 30.06. 11:30 - 13:00 (ehem. Hörsaal 48 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 8)

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Ziele:
Der Osterglaube hat für das Verständnis Jesu als Christus und Sohn Gottes sowie für das Selbstverständnis des Menschen elementare Bedeutung. Schon Paulus verknüpft beides miteinander, wenn er den korinthischen Auferstehungsleugnern entgegenhält: "Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer und euer Glaube sinnlos ..., dann seid ihr immer noch in euren Sünden; und auch die in Christus Entschlafenen sind dann verloren. Wenn wir unsere Hoffnung nur in diesem Leben auf Christus gesetzt haben, sind wir erbärmlicher daran als alle anderen Menschen" (1 Kor 15,14.17-19). Angesichts der von der Aufklärung bis heute heftig geführten Diskussion um Inhalt und Bedeutung der biblischen Osterbotschaft versucht die Vorlesung eine Grundorientierung zu geben und zu einem rechten heutigen Verständnis anzuleiten. Dazu sollen die alttestamentlich-jüdischen Voraussetzungen geklärt und die wichtigsten Texte der Formel- wie der Erzähltradition kursorisch ausgelegt und bibeltheologisch ausgewertet werden.

Methode:
Vorlesung mit Power-Point-Unterstützung sowie mit Rückfrage- und Diskussionsmöglichkeit. Als Arbeits- und Lernbehelfe werden Zusammenfassungen, Material- und Textblätter ausgeteilt. Kursorische Auslegung der vorgesehenen Texte auf deutscher Textbasis.

Inhalte:
1. Hinführung
2. Geschichte der Diskussion um den Osterglauben (Abriss)
3. Alttestamentlich-jüdischer Horizont des Osterglaubens
4. Hermeneutisches zur Interpretation der Aussagen über Jesu Auferstehung / Auferweckung
5. Die vielfältige Bezeugung der Auferweckung / Auferstehung Jesu u. der Erscheinungen des Auferstandenen: Gattungen und Formen der Ostertexte im Überblick
6. Die Formeltradition
6.1. Die Verkündigung des Ostergeschehens in der Formeltradition (kursor. Auslegungen)
6.2. Die Verbindung von Ostergeschehen und Ostererfahrung in der Formeltradition
6.3. Die Ostererfahrung nach Pauli Selbstaussagen
7. Die Erzähltradition der Evangelien
7.1. Übersicht
7.2. Die Erzählungen vom leeren Grab und von der Ostererfahrung der Frauen
7.3. Die Erscheinungserzählungen
7.4. Die Ostererzählungen der Evangelien: historische Auswertung
8. Bedeutung der Auferstehung Jesu und Hinführung zum Osterglauben

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mündliche Prüfung: 2-3 Fragen zu den behandelten Vorlesungsinhalten sowie zur Auslegung der exemplarischen Texte.
Erlaubte Hilfsmittel bei der mündlichen Prüfung: NT-Ausgabe, ausgeteilte Blätter mit den Texten zu den Ostertraditionen.

Erster möglicher Prüfungstermin: 30.06.2016; weitere Prüfungstermine finden Sie auf http://bibelwissenschaft-ktf.univie.ac.at/studium/pruefungstermine/

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Für eine positive Beurteilung ist wenigstens die Hälfte der gestellten Fragen ausreichend zu beantworten.

Prüfungsstoff

Inhalte der Vorlesung.

Literatur

Für den Einstieg in die Thematik:
Bösen W., Auferweckt gemäß der Schrift. Das biblische Fundament des Osterglaubens, Freiburg /Br. 2006.
Hieke T. (Hg.), Tod. Ende oder Anfang? Was die Bibel sagt, Stuttgart 2005.
Hoffmann P., Auferweckung Jesu: NBL I, Zürich 1991, 202-215.
Kessler H., Sucht den Lebenden nicht bei den Toten. Die Auferstehung Jesu Christi in biblischer, fundamentaltheologischer und systematischer Sicht (Topos plus TB 419), erweiterte Neuausgabe, Würzburg 2002.
Kremer J., Auferstehung Christi: LThK I, Freiburg/Br. 3. Aufl. 1993, 1177-1182.
Kremer J., Die Osterevangelien. Geschichten um Geschichte, Stuttgart 2. Aufl. 1981.
März C.-P., Hoffnung auf Leben. Die biblische Botschaft von der Auferstehung (Begegnung mit der Bibel), Stuttgart 1995.
Theißen G. / Merz A., Der historische Jesus. Ein Lehrbuch, Göttingen 1996, 415-446.
Vögtle A., Biblischer Osterglaube. Hintergründe, Deutungen, Herausforderungen. Eingeleitet, bearbeitet und herausgegeben von R. Hoppe. Mit einem Beitrag von E. Lohse, Neukirchen-Vluyn 1999.
Vorholt R., Das Osterevangelium. Erinnerung und Erzählung (HBS 73), Freiburg/Br. 2013.
Zeilinger, F., Der biblische Auferstehungsglaube. Religionsgeschichtliche Entstehung - heilsgeschichtliche Entfaltung, Stuttgart 2008.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

für 011 (15W) FTH 22, 066 796 RP MRP 4a, 066 795 (15W) M1 (Wahl), auslaufende Studienpläne: D 34 für 011 (11W, 08W), M3 oder M12 für 066 793, Pflichtfach für 011 (02W), 012 (02W) und 020, auch als (freies) Wahlfach anrechenbar

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:26