Universität Wien

010054 SE Sara und Hagar in der Bibel und in der Rezeption (2026W)

Frauen- und Geschlechterforschung

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Freitag 06.11. 09:45 - 16:30 Seminarraum 1 (Kath) Schenkenstraße EG
  • Samstag 07.11. 09:45 - 15:00 Seminarraum 1 (Kath) Schenkenstraße EG
  • Freitag 08.01. 09:45 - 16:30 Seminarraum 1 (Kath) Schenkenstraße EG
  • Samstag 09.01. 09:45 - 13:00 Seminarraum 1 (Kath) Schenkenstraße EG

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Das Seminar beschäftigt sich mit den Erzählungen über Sara und Hagar in Gen 16 und 21. Die biblischen Texte und die Darstellung sowie das Verhältnis der beiden Erzählfiguren werden eingehend analysiert. Dabei werden literarkritische, genderorientierte und rezeptionsgeschichtliche Zugänge miteinander verbunden. Besondere Aufmerksamkeit gilt der unterschiedlichen Charakterisierung beider Figuren im Text sowie ihrer Bedeutung im Kontext der Erzelternüberlieferung. Die Rezeption dieser Erzählung bzw. der beiden Figuren Sara und Hagar bildet den zweiten Schwerpunkt der Lehrveranstaltung. Interpretationen und Neugestaltungen in Exegese, Literatur, bildender Kunst u.a. werden hinsichtlich ihrer Rezeption der biblischen Texte befragt. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der feministisch-theologischen und interreligiösen Dimension dieser Rezeptionsgeschichte.
Ziele:
Genaue Kenntnis des Bibeltextes und seiner Interpretationen; kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen Zugangsweisen zum Text; Kenntnis und Erlangung der Fähigkeit zur Analyse und Bewertung unterschiedlicher Werke aus der Rezeptionsgeschichte.
Methoden:
Close reading, Präsentationen, Gruppenarbeiten, Diskussionen. Biblische Primärtexte werden sowohl im hebräischen Original als auch in Übersetzung gelesen und verglichen; hinzu kommen exegetische Fachliteratur sowie ausgewählte Rezeptionszeugnisse aus Literatur und bildender Kunst. Der komparative Blick auf verschiedene Auslegungstraditionen – christlich, jüdisch und islamisch – ist integraler Bestandteil der Seminardidaktik.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Aktive Teilnahme an den Seminareinheiten (40%); Vorbereitung von Texten (30%); schriftliche Aufgaben (30%).

Nutzung von KI in der LVA
Zur Nutzung von KI in der LVA generell siehe: https://studieren.univie.ac.at/lernen-pruefen/ki-in-studium-und-lehre/
Richtlinien der Katholisch-Theologischen Fakultät: https://ssc-kaththeologie.univie.ac.at/im-studium/ki-im-studium/
Die Nutzung von KI im Rahmen des Seminars muss transparent gemacht werden und entlang der folgenden Regeln erfolgen: https://ucloud.univie.ac.at/index.php/s/bQ2rfrwwJFCJ68P

Bitte beachten Sie: Im Fall des Verdachts auf eine nicht transparent gemachte Nutzung von KI hat die LVA-Leitung das Recht, ein notenrelevantes Plausibilisierungsgespräch einzufordern und das Seminar ggf. mit einem „X“ (Erschleichen von Prüfungsleistungen) zu beurteilen.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Aktive Teilnahme an den Seminareinheiten (40%); Vorbereitung von Texten (30%); schriftliche Aufgaben (30%).
Bei dem Seminar besteht Anwesenheitspflicht. Das gemeinsame Arbeiten an den Texten ist wesentlicher Bestandteil der Lehrveranstaltung.

Prüfungsstoff

Inhalte, die im Seminar behandelt wurden; auf Moodle zur Verfügung gestellte Lektüre.

Literatur

Elliger, Karl, and Wilhelm Rudolph, eds. Biblia Hebraica Stuttgartensia. Fünfte Aufl.. Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft, 1997.
Schenker, Adrian, et al., eds. Biblia Hebraica Quinta. Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft, 2004–.
Bischöfe Deutschlands, Österreichs, der Schweiz u.a., eds. Die Bibel: Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift. Gesamtausgabe. Stuttgart: Katholische Bibelanstalt, 2016.
(Rahlfs, Alfred, and Robert Hanhart, eds. Septuaginta: Id est Vetus Testamentum graece iuxta LXX interpretes. 2nd rev. ed. Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft, 2006.)
Kommentare zu Genesis
Westermann, Claus: Genesis 12–36 (BK I/2), Neukirchen-Vluyn: Neukirchener Verlag, 1981.
Seebass, Horst: Genesis II/1 (11,27–22,24), Neukirchen-Vluyn: Neukirchener Verlag, 1997.
Feministische Exegese und Frauenfiguren
Fischer, Irmtraud: Die Erzeltern Israels. Feministisch-theologische Studien zu Genesis 12–36, Berlin/New York: de Gruyter, 1994.
Fischer, Irmtraud: Gottesstreiterinnen. Biblische Erzählungen über die Anfänge Israels, Stuttgart: Kohlhammer, 1995.
Fischer, Irmtraud: „Zur Bedeutung der ‚Frauentexte‘ in den Erzeltern-Erzählungen“, in: Fischer / Navarro Puerto / Taschl-Erber (Hg.): Hebräische Bibel – Altes Testament. Tora (Die Bibel und die Frauen 1.1), Stuttgart: Kohlhammer, 2010.
Rezeption: Patristik
Siquans, Agnethe / Vinzent, Markus (Hg.): Biblische Frauenfiguren in der Spätantike. Von Sara und Hagar bis Maria, Stuttgart: Kohlhammer, 2022.
Neues Testament
Bouwman, Gijs: „Die Hagar- und Sara-Perikope (Gal 4,21–31). Exemplarische Interpretation zum Schriftbeweis bei Paulus“, in: ANRW II 25.4, 1987, 3135–3155.
Grohmann, Marianne: „Sara und Hagar. Anfragen an die Exegese von Gal 4,21-31 von der Wirkungsgeschichte her“, Protokolle zur Bible 7/1 (1998).

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 31.08.2026 11:45