Universität Wien

010094 SE Caro. Inkarnationstheologie im Disput (2026W)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Samstag 07.11. 09:00 - 12:00 Seminarraum 2 (Kath) Schenkenstraße EG
  • Freitag 11.12. 09:00 - 18:15 Seminarraum 4 (Kath) Schenkenstraße EG
  • Samstag 12.12. 09:00 - 12:00 Seminarraum 2 (Kath) Schenkenstraße EG

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

„Und das Wort ist Fleisch geworden“ (Joh 1,14) – so lautet die zentrale Aussage des Johannes-Prologs. Sie setzt bereits einen Kontrapunkt gegen gnostische Vorstellungen, die den Skandal der Fleischwerdung des göttlichen Logos abschwächen, indem sie lehren, dass Jesus nur einen Scheinleib – ein corpus phantasticum – gehabt habe. Was aber bedeutet es, dass das namenlose Geheimnis, das wir Gott nennen, uns Menschen auf menschliche Weise nahegekommen ist? Unterläuft das Medium des Fleisches, mit dem Veränderlichkeit, Bedürftigkeit und Verletzlichkeit verbunden sind, nicht die klassischen Prädikate von Gott?

Das Seminar sichtet neuere Arbeiten zur Inkarnationstheologie und widmet sich auch neueren Ansätzen zur deep incarnation. Darüber hinaus besteht für Doktoranden des Fachbereichs im Rahmen des Forschungsseminars die Möglichkeit, über den aktuellen Stand ihrer Arbeiten zu berichten bzw. neu gewonnene Forschungsergebnisse zur Diskussion zu stellen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Benotung setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:
• Regelmäßige Anwesenheit, Mitarbeit und Beteiligung an den Diskussionen (25%)
• Vorbereitung eines Kurzreferats einschließlich der Erstellung eines Handouts (25%)
• Seminararbeit im Umfang von ca. 20 Seiten (50%): Abfassung entsprechend der fakultätsinternen Empfehlung

Die Lehrveranstaltung wird auf Deutsch abgehalten.

Erlaubte Hilfsmittel pro Teilleistung:
Primärtexte und beliebige Werke der Sekundärliteratur

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Mindestanforderung:
75% Anwesenheit, Vorbereitung und Durchführung eines Kurzreferats, Mitarbeit in den einzelnen Seminarsitzungen und Abfassung einer Seminararbeit. Die einzelnen Teilleistungen sind jeweils positiv abzuschließen.
Beurteilungsmaßstab:
•Sehr gut: Alle erbrachten Leistungen lassen eine anspruchsvolle, intensive und eigenständige Auseinandersetzung mit den Themen der LV erkennen.
•Gut: Alle Leistungen sind gut durchdacht und gut ausgearbeitet
•Befriedigend: Die Themen der LV wurden ausreichend kritisch behandelt.
•Genügend: Die Mindestanforderungen für eine positive Beurteilung wurden erbracht.
•Nicht genügend: Die Mindestanforderungen für eine positive Beurteilung wurden nicht erbracht.

Prüfungsstoff

Mündliche Mitarbeit, Verfassen einer schriftlichen Seminararbeit, die Option einer notenrelevanten mündlichen Prüfung kann im Einzelfall getroffen werden.

Literatur

Balthasar, Hans Urs von: Verbum Caro. Skizzen zur Theologie I, Einsiedeln 1960.
Henry, Michel: Inkarnation. Eine Philosophie des Fleisches, Freiburg - München 2002.
Markschies, Christoph: Gottes Körper. Jüdische, christliche und pagane Gottesvorstellungen in der Antike, München 2016.
Schärtl, Thomas: Deep Incarnation. Gottes Menschwerdung im Kosmos, in: M. Striet/J.-H. Tück (Hg.): Jesus Christus – Alpha und Omega, Freiburg i. Br. 2021, 357-385.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Do 17.09.2026 10:25