Universität Wien
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010097 SE Synodalität im Kirchenrecht - Seminar zum synodalen Prozess der Weltkirche (2022W)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 1 - Katholische Theologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Die Lehrveranstaltung erfolgt in deutscher Sprache.

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Mittwoch 05.10. 11:30 - 14:45 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Mittwoch 12.10. 11:30 - 14:45 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Mittwoch 19.10. 11:30 - 14:45 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Mittwoch 09.11. 11:30 - 14:45 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Mittwoch 16.11. 11:30 - 14:45 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Mittwoch 23.11. 11:30 - 14:45 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Montag 12.12. 16:45 - 18:15 Hörsaal 6 Franz König Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

"Synodalität oder: miteinander auf dem Weg sein", so eine mögliche deutsche Wiedergabe dieses griechischen Wortes, hat in der Kirche eine lange Tradition. Erste wichtige Weichenstellungen für die junge Kirche wurden auf dem Apostelkonzil getroffen. In der Antike und im Mittelalter waren Konzilien auf gesamtkirchlicher wie auch partikularkirchlicher Ebene von Bedeutung. In der Neuzeit traten Konzilien in Konkurrenz zum Primat des Papstes bis hin zu der Ansicht, dass Konzilien nach der Definition der päpstlichen Unfehlbarkeit auf dem Ersten Vatikanischen Konzil überflüssig seien. Erst in jüngerer Zeit wurde das Verhältnis von Papstamt als Garant und Zeichen der Einheit in legitimer Vielfalt zur Synodalität als Ausdruck von Teilhabe und Mitverantwortung ins rechte Licht gerückt. Das Seminar richtet den Blick auf die theologische Grundlegung und die historische Entwicklung von Synodalität in der Kirche, auf Elemente der Synodalität auf allen Ebenen der verfassten Kirche sowie auf Synodalität in den katholischen Ostkirchen wie auch in Religioseninstituten. Auf den Synodalen Weg in Deutschland und die Weltsynode 2021–2023 geht das Seminar ebenfalls ein. Zum Seminar gehört außerdem die Teilnahme an einem Gastvortrag Prof. Dr. Myriam Wijlens, Universität Erfurt, über rechtliche Potentiale von Partizipation.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

• regelmäßige aktive Teilnahme an den Seminarsitzungen (unentschuldigt darf max. eine Einheit versäumt werden)
• Teilnahme am Gastvortrag von Prof. Dr. Myriam Wijlens
• Übernahme und Präsentation eines Referatsthemas sowie Diskussionsleitung nach dem Referat
• Seminararbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

• regelmäßige Mitarbeit bei den Seminarsitzungen: 25%
• Referat, Präsentation und Leitung der Diskussion: 25%
• Seminararbeit nach den formalen Kriterien des Instituts für Kirchenrecht und Religionsrecht: 50%
• regelmäßige Anwesenheit (Einmaliges unentschuldigtes Fehlen in einer Doppeleinheit ist möglich.)

Alle Teilleistungen müssen positiv erbracht worden sein, damit die Gesamtnote positiv ist. Abgabetermin für die Seminararbeit ist der 28.02.2023. Die Abgabe der Seminararbeit wird ausschließlich via Moodle/Turnitin als eine PDF-Datei akzeptiert. Mit der Anmeldung zu dieser LV stimmen Sie zu, dass die automatisierte Plagiatsprüfungs-Software Turnitin alle von Ihnen via Moodle eingereichten schriftlichen Teilleistungen prüft.

Prüfungsstoff

Es erfolgt keine über die Mindestanforderungen hinausgehende Prüfung

Literatur

- Alphonse Borras, Die formelle Synodalität in actu. Jenseits der Kluft zwischen beratend und entscheidend, in: Concilium 57 (2021), 184–192.
- Markus Graulich (Hg.), Synodalität in der katholischen Kirche. Die Studie der Internationalen Theologischen Kommission im Diskurs (QD 311), Freiburg i. Br. – Basel – Wien 2020.
- Ders., Synodalität als Kennzeichen einer missionarischen Kirche. Postulate und Desiderate aus kirchenrechtlicher Perspektive, in: Thomas Meckel – Matthias Pulte (Hgg.), Ius semper reformandum. Reformvorschläge aus der Kirchenrechtswissenschaft (Kirchen- und Staatskirchenrecht 28), Paderborn 2018, 115–127.
- Internationale Theologische Kommission, Die Synodalität in Leben und Sendung der Kirche, hg. v. Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (VApSt 215), Bonn 2018.
Yves Kingata, Der Synodale Weg und die katholische Kirche in Deutschland. Eine theologische und kirchenrechtliche Bestandsaufnahme, in: NomoK@non (17.01.2022). URL: 〈nomokanon.de/nomokanon/article/view/205〉.
- Richard Puza (Hg.), Synodalrecht und Synodalstrukturen. Konkretionen und Entwicklungen der Synodalität in der katholischen Kirche (FVKS 44), Freiburg 1996.
- Roman Siebenrock, Ich bin bei Euch alle Tage bis zum Ende der Welt. Entwurf einer Theologie der Synodalität der Kirche und des ganzen Volkes Gottes in sechs Thesen, in: Das Prisma: Beiträge zu Pastoral, Katechese und Theologie 32 (2020), 28–36.
- Myriam Wijlens, „Die Kirche Gottes ist zu einer Synode einberufen“. Theologische und kirchenrechtliche Herausforderungen zur Synode 2021-2023, in: Paul M. Zulehner – Peter Neuner – Anna Hennersperger (Hgg.), Synodalisierung. Eine Zerreißprobe für die katholische Weltkirche? Expertinnen und Experten aus aller Welt beziehen Stellung, Ostfildern 2022, 433–461.
- Norbert Witsch, Synodalität auf Ebene der Diözese. Die Bestimmungen des universalkirchlichen Rechts der Lateinischen Kirche (KStKR 1), Paderborn 2004.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

für 011 (15W) FTH 17 oder FTH 26, 198 418 BA UF RK 16, 199 518 MA UF RK 02 oder RK 05, 033 195 (17W) BRP 18krp, BRP 18ktb

Letzte Änderung: Mi 07.09.2022 09:47