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010098 SE Die "heißen Eisen" der Sakramentenpastoral (2022S)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 1 - Katholische Theologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Aufgrund der Planung in der ersten Seminarsitzung fallen die Termine am 9.3. und 25.5. aus.

Mittwoch 02.03. 13:15 - 14:45 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
Mittwoch 09.03. 13:15 - 14:45 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
Mittwoch 16.03. 13:15 - 14:45 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
Mittwoch 23.03. 13:15 - 14:45 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
Mittwoch 30.03. 13:15 - 14:45 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
Mittwoch 06.04. 13:15 - 14:45 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
Mittwoch 27.04. 13:15 - 14:45 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
Mittwoch 04.05. 13:15 - 14:45 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
Mittwoch 11.05. 13:15 - 14:45 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
Mittwoch 18.05. 13:15 - 14:45 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
Mittwoch 25.05. 13:15 - 14:45 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
Mittwoch 01.06. 13:15 - 14:45 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
Mittwoch 08.06. 13:15 - 14:45 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
Mittwoch 15.06. 13:15 - 14:45 Seminarraum 7 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Ziele: Mit wissenschaftlichen Argumenten zu aktuellen strittigen Fragen der (Sakramenten-)Pastoral Stellung beziehen zu können; die wichtigsten Argumente in den Streitfragen kennen.

Inhalte: Wenn Medien kirchliche Themen aufgreifen, dann sind es oft die sogenannten „heißen Eisen“: Kirche und Sexualität, Fragen um Wiederverheiratete Geschiedene, Frauenpriestertum etc. Und auch in den unterschiedlichsten Dialogprozessen der Kirche in den vergangenen Jahrzehnten bildeten diese Themen einen wichtigen Teil der Auseinandersetzungen. Auch im synodalen Prozess sind sie zentral.
Das Seminar möchte solche Themen aus pastoral- und moraltheologischer Perspektive besprechen und zu einem theologisch verantwortbaren Umgang damit führen. Den Hintergrund bildet das Verständnis der Kirche als Grundsakrament – und der Bedeutung der einzelnen Sakramente als Heilszeichen dieser Kirche.
Die meisten „heißen Eisen“ entspringen der Spannung zwischen der (in sich bereits vielfältigen) Tradition der Kirche – und den konkreten Ansprüchen der Menschen von heute bzw. der aktuellen kirchlichen Praxis.

Mögliche Themen:
1.) Digitalität und Sakramentalität – was ist digital (un)möglich?
2.) Geburt und Taufe – und die Frage nach dem Lebensbeginn (Schwangerenberatung, Donum Vitae / Abtreibung);
3.) Eucharistie – und die Frage Interkommunion, der Wortgottesfeier mit Kommunionspendung und den Bedingungen der Zulassung zur Kommunion; Alter und neuer Ritus; liturgische Experimente; neue liturgische Formen
4.) Ehesakrament: Wiederheirat Geschiedener; Segensfeiern für Gleichgeschlechtliche
5.) Kirche und Sexualität (Sexualmoral)
6.) Beichte (Verpflichtung; Bedingung für andere Sakramente);
7.) Weihe (Gemeinsames Priestertum; Diakonat u. Priesterweihe der Frau; viri probati; neue Ämter in neuen kirchlichen Strukturen), Zölibat
8.) Krankensalbung (oder Ölung durch Nicht-Priester).
9.) Begräbnis: Bestattung von Ausgetretenen, Suizid
10.) Ein- und Ausschlüsse bei Sakramenten (Zulassungs-Voraussetzungen ...)

Methoden:
Das Seminar findet als Präsenz-Lehrveranstaltung statt, d.h. in einer Mischung aus Präsenzphasen und virtuellem Lernen. Alle Unterlagen sind auf Moodle zu finden.
Methodisch gibt es:
- Impulsreferate
- Schriftliche Teilleistungen (Textlektüre, Interpretation, Essays, Übungen, Reflexionen)
- Diskussion und Gespräch
- Arbeit in Kleingruppen
- Gespräche mit ExpertInnen

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Beurteilung setzt sich wie folgt zusammen:
Ein Referat. Eine schriftliche Seminararbeit. Die Bewertung der Seminararbeit macht dabei 60% der Note aus. 40% der Note ergeben sich aus dem Referat und der regelmäßigen und aktiven Mitarbeit. Berücksichtigt werden weiters der individuelle Lernfortschritt sowie die Bereitschaft zu Selbstreflexion.
Es besteht Anwesenheitspflicht (2maliges Fehlen mit entsprechend nachgewiesenem Entschuldigungsgrund ist möglich.)
Mit der Anmeldung für diese Lehrveranstaltung erklären sich die Teilnehmer*innen damit einverstanden, dass alle schriftlichen Arbeiten, die im Rahmen dieser LV erstellt werden, auf Moodle hochgeladen werden müssen und auf das Vorhandensein von Plagiaten elektronisch überprüft werden.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Es sind alle Teilleistungen zeitgerecht zu erbringen sowie eine Seminararbeit zu erstellen. Dabei wird die wissenschaftliche Qualität der einzelnen Teilleistungen, der individuelle Lernfortschritt sowie die Bereitschaft zu Selbstreflexion beurteilt.

Prüfungsstoff

Literatur

- Silvia Hell / Lothar Lies, Taufe und Eucharistiegemeinschaft. Ökumenische Perspektiven und Probleme, Innsbruck 2002.
- Erich Garhammer / Franz Weber (Hg.), Scheidung - Wiederheirat - von der Kirche verstoßen? : für eine Praxis der Versöhnung, Würzburg 2012.
- Goertz, Stephan/Witting, Caroline (Hg.): Amoris laeitita – Wendepunkt für die Moraltheologie (Katholizismus im Umbruch 4), Freiburg/Br. 2016.
- Karger-Kroll, Anna/Krager, Michael/Tschorn, Christopher (Hg.): Beziehungsstatus: kompliziert. Das kirchliche Leitbild von Ehe und Familie in Konfrontation mit der sozialen Wirklichkeit (Katholizismus im Umbruch 6), Freiburg 2018.
- Peter Hünermann u.a. (Hg.), Diakonat – Ein Amt für Frauen in der Kirche – ein frauengerechtes Amt?, Ostfildern 1997.
- Elmar Mitterstieler, Das wunderbare Licht, in dem wir leben: Gleichheit, Würde und Priestertum aller in der Kirche, Würzburg 2011.
- Gunter Prüller-Jagenteufel / Christine Schliesser / Ralf K. Wüstenberg (Hrsg.), Beichte neu entdecken. Ein ökumenisches Kompendium für die Praxis (Kontexte. Neue Beiträge zur historischen und systematischen Theologie 45), Göttingen 2016.
- Eckholt, Margit (Hg.): Gender studieren. Lernprozess für Theologie und Kirche, Ostfildern 2017.
- Heimbach-Steins, Marianne/Könemann, Judith/Suchhart-Kroll, Verena (Hg.): Gender (studies) in der Theologie. Begründungen und Perspektiven, Münster 2021.
- Ruhstorfer, Karlheinz (Hg.): Zwischen Progression und Regression. Streit um den Weg der katholischen Kirche, Freiburg/Br. 2019.
- Wagner, Doris: Spiritueller Missbrauch in der katholischen Kirche, Freiburg/Br. 2019.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

für 011 (15W) FTH 17 oder FTH 26, 198 418 BA UF RK 16, 199 517 MA UF RK 02 oder RK 05, 033 195 (17W) BRP, 18krp, BRP 18ktb

Letzte Änderung: Di 24.05.2022 11:08