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010109 FS Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft: Kants transzendentale Religionsphilosophie (2025W)
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
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Bitte beachten Sie den studienrechtlichen Teil der Satzung und die An- und Abmeldefristen: wer angemeldet ist, aber in der ersten Einheit unentschuldigt fehlt, wird abgemeldet. Ein späterer Seminarabbruch nach Ende der Abmeldefrist hat bei entsprechend fehlender Leistung eine (negative) Note zur Folge (Ausnahme: bei triftigen Gründen).
An/Abmeldung
Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").
- Anmeldung von Di 02.09.2025 10:00 bis Do 25.09.2025 10:00
- Abmeldung bis Mi 15.10.2025 23:59
Details
max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lehrende
Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert
Inhalt des Seminars:
Kant und die Religion I: BiographischesKant und die Religion II: HistorischesDie Religion in Kants vorkritischen Schriften: Der einzig mögliche Beweisgrund zu einer Demonstration des Daseins Gottes (1763); Untersuchung über die Deutlichkeit der Grundsätze der natürlichen Theologie und der Moral (1764); Träume eines Geistersehers, erläutert durch Träume der Metaphysik (1766)Die Religion in Kants kritischen Schriften: Vorlesungen über philosophische Religionslehre (1783/84); Über das Misslingen aller philosophischen Versuche in der Theodizee (1791); Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft (1793/94); Das Ende aller Dinge (1794); Von einem neuerdings erhobenen vornehmen Ton in der Philosophie (1796); „Die Religionslehre als Lehre der Pflichten gegen Gott liegt außerhalb den Grenzen der reinen Moralphilosophie“: Kants Beschluss der Metaphysischen Anfangsgründe der Tugendlehre (1797); Der Streit der Fakultäten (1798); Einleitung zu Jachmanns Prüfung der Kantischen Religionsphilosophie in Hinsicht auf die ihr beygelegte Aehnlichkeit mit dem reinen Mystizism (1800)Kant und die „Religionen des Ostens“Kant und die Zukunft einer transzendentalen Religionsphilosophie im Kontext der globalen Moderne- Dienstag 07.10. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
- Dienstag 14.10. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
- Dienstag 21.10. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
- Dienstag 28.10. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
- Dienstag 04.11. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
- Dienstag 11.11. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
- Dienstag 18.11. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
- Dienstag 25.11. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
- Dienstag 02.12. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
- Dienstag 09.12. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
- Dienstag 16.12. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
- Dienstag 13.01. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
- Dienstag 20.01. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
- Dienstag 27.01. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
Information
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Im Kontext einer radikalen Vernunftkritik wurden vielfach Versuche unternommen, die normativen Geltungs- und transkulturellen Einheitsansprüche der Transzendentalphilosophie angesichts partikularer Rationalitätsmodelle und unüberschaubarer Formen menschlicher Determiniertheit auf Funktionen psychologischer, evolutionsbiologischer, religiöser, sozialer oder ökonomischer Verhältnisse sowie kulturelle und grammatische Konstellationen und andere externe Faktoren und natürliche Substrate zu reduzieren. Postkoloniale Verdächtigungsstrategien zielen dabei im Wesentlichen darauf, den prätendierten Universalitätsanspruch als verschleierten Ausdruck imperialistischer Macht- und Herrschaftsinteressen zu dechiffrieren und zugunsten einer einseitig privilegierten Alterität in ideologiekritischer Absicht zu eliminieren, während postmoderne Delegitimationsstrategien das Projekt einer Letztbegründung der Vernunft als bloßen Reflex undurchschauter philosophischer Voraussetzungen und Selbsttäuschungen systematisch dekonstruieren.Die erkenntnistheoretischen Voraussetzungen der Kantischen Transzendentalphilosophie gelten in akademischen Kreisen vielfach nicht mehr als selbstverständliche Voraussetzung wissenschaftlicher Arbeit und interkultureller Hermeneutik, sondern vielmehr als begründungsbedürftige Hypothese oder sogar kulturimperialistische Anmaßung. Angesichts einer seit den 1980er Jahren erfolgten Übernahme postmoderner und dekolonialer Argumentationsmuster in neorechten und religiösen Diskursen, müssen die Begründungen eines „radikalen Universalismus“ (Omri Boehm) erneut geprüft werden. Das betrifft in eminenter Weise auch den von Kant in Anspruch genommenen Einheitsgrund aller sprach-, kultur-, geschichts- und kontextvarianten Heterogenität und die Konsequenzen universalistischen Denkens für eine zukunftsorientierte Religionsphilosophie im Kontext der globalen Moderne. Vor diesem Hintergrund führt das Seminar umfassend in die Kantische Religionsphilosophie ein.Arbeitsmodus: Einführungsvorlesungen, Gemeinsame Lektüre mit Diskussion, Referate und Seminararbeit.
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
Die Leistungskontrolle bezieht sich auf mehrere zu erbringende Teilleistungen: Referat, regelmäßige Teilnahme bzw. aktive Mitarbeit, Seminararbeit nach Seminarende (Voraussetzung für eine positive Gesamtbeurteilung).Im Fall des Verdachts der nicht transparent gemachten Nutzung von KI (z.B. durch Zitation oder Angabe der Art der Nutzung) behält sich die Lehrveranstaltungs-Leitung das Recht auf ein „notenrelevantes Gespräch“ vor.
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
Mindestanforderungen für positive Beurteilung: die jeweiligen Teilleistungen sind allesamt zu erbringen:Referat, regelmäßige Teilnahme bzw. aktive Mitarbeit sowie Seminararbeit nach Seminarende (Seminarbeit ist zwingende Voraussetzung für eine positive Gesamtbeurteilung).3xige entschuldigte Abwesenheit zulässig, darüber hinaus mitunter Zusatzleistung notwendig.Wer in der ersten Einheit unentschuldigt fehlt, wird abgemeldet. Wenn Sie sich nicht zeitgerecht innerhalb der Frist abmelden bzw. danach keinen wichtigen Grund für den Abbruch glaubhaft machen können, werden Sie beurteilt, das heißt negativ beurteilt aufgrund fehlender Leistung.
Prüfungsstoff
Seminarinhalte.
Literatur
Literatur wird zu Beginn und im Laufe des Semesters bekannt gegeben und (großteils) digital zur Verfügung gestellt (MOODLE).
Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis
LV für Doktorats-und PhD- Studien, für 011 (15W) FTH 26, 199 518 MA UF RK 02 oder RK 05
Letzte Änderung: Mi 03.09.2025 12:25