010133 VO Islamische Geschichte I (tarih al-islam) (2025W)
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Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").
Details
max. 50 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Prüfungstermine
- Montag 26.01.2026 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
- Montag 23.03.2026 11:30 - 13:00 Seminarraum i1 (islam), Schenkenstraße 8-10, EG005
- Mittwoch 15.04.2026 13:45 - 15:15 Besprechungsraum 2 Islamisch-Theologische Studien, Schenkenstraße 8-10, EG
- N Montag 22.06.2026 11:30 - 13:00 Seminarraum i1 (islam), Schenkenstraße 8-10, EG005
Lehrende
Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert
- Montag 06.10. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
- Montag 13.10. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
- Montag 20.10. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
- Montag 27.10. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
- Montag 03.11. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
- Montag 10.11. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
- Montag 17.11. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
- Montag 24.11. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
- Montag 01.12. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
- Montag 15.12. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
- Montag 12.01. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
- Montag 19.01. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
Information
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
Schriftliche Prüfung vor Ort, Hilfsmittel sind nicht erlaubt.
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
Es können maximal 100 Punkte erreicht werden, für eine positive Beurteilung der Lehrveranstaltung sind mindestens 60 Punkte erforderlich.
1 (sehr gut) 100-90 Punkte
2 (gut) 89-81 Punkte
3 (befriedigend) 80-71 Punkte
4 (genügend) 70-60 Punkte
5 (nicht genügend) 59-0 Punkte
1 (sehr gut) 100-90 Punkte
2 (gut) 89-81 Punkte
3 (befriedigend) 80-71 Punkte
4 (genügend) 70-60 Punkte
5 (nicht genügend) 59-0 Punkte
Prüfungsstoff
Der Prüfungsstoff setzt sich aus den Sitzungsinhalten zusammen, welche mit Folien und Literatur unterstützt werden.
Literatur
• Rüdiger Lohlker. Islam. Eine Ideengeschichte. Wien. 2008.
• Ralf Elger, Friederike Stolleis, Kleines Islam-Lexikon- Geschichte, Alltag, Kultur
• Gudrun Krämer: Geschichte des Islam
• Nicolai Sinai: Die heilige Schrift des Islams: die wichtigsten Fakten zum Koran?
• Jan Felix Engelhardt, Islamische Theologie im deutschen Wissenschaftssystem
• Carl Heinrich Becker, Grundsätzliches zur Leben-Mohammed-Forschung, in: Ders., Islamstudien. Vom Werden und Wesen der islamischen Welt, Bd. 1, Leipzig 1924
• Fuat Sezgin: Geschichte des arabischen Schrifttums.
• Gerhard Endress: Der Islam. Eine Einführung in seine Geschichte
• Thomas Bauer, Die Kultur der Ambiguität
• Reinhard Schulze, Der Koran und die Genealogie des Islams
• Heinz Halm, der Islam. Geschichte und Gegenwart
• Annemarie Schimmel, Die Religion des Islams. Eine Einführung
• Adel Theodor Khoury, Der Islam und die westliche Welt. Religiöse und politische Grundfragen
• Katajun Amirpur, der schiitische Islam
• Ralf Elger, Friederike Stolleis, Kleines Islam-Lexikon- Geschichte, Alltag, Kultur
• Gudrun Krämer: Geschichte des Islam
• Nicolai Sinai: Die heilige Schrift des Islams: die wichtigsten Fakten zum Koran?
• Jan Felix Engelhardt, Islamische Theologie im deutschen Wissenschaftssystem
• Carl Heinrich Becker, Grundsätzliches zur Leben-Mohammed-Forschung, in: Ders., Islamstudien. Vom Werden und Wesen der islamischen Welt, Bd. 1, Leipzig 1924
• Fuat Sezgin: Geschichte des arabischen Schrifttums.
• Gerhard Endress: Der Islam. Eine Einführung in seine Geschichte
• Thomas Bauer, Die Kultur der Ambiguität
• Reinhard Schulze, Der Koran und die Genealogie des Islams
• Heinz Halm, der Islam. Geschichte und Gegenwart
• Annemarie Schimmel, Die Religion des Islams. Eine Einführung
• Adel Theodor Khoury, Der Islam und die westliche Welt. Religiöse und politische Grundfragen
• Katajun Amirpur, der schiitische Islam
Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis
APM 04.1A
Letzte Änderung: Mo 30.03.2026 14:05
Den Ausgangspunkt bildet die Untersuchung der vorislamischen arabischen Halbinsel: Die komplexen religiösen Praktiken zwischen Henotheismus, „Pagan Monotheism“ und den Ḥanīfen werden ebenso berücksichtigt wie die politischen und wirtschaftlichen Strukturen, die das spätere Wirken des Propheten Muḥammad beeinflussten. In diesem Zusammenhang wird auch das Konzept der ǧāhiliyya kritisch hinterfragt – nicht als bloße Epoche, sondern als diskursive Setzung der Abgrenzung in der frühislamischen Argumentation.
Ein zentraler Bestandteil der Lehrveranstaltung ist die Biographie des Propheten Muḥammad (Sīra), die in zwei Phasen – der mekkanischen und der medinensischen – behandelt wird. Dabei stehen nicht nur biographische Details im Vordergrund, sondern vor allem die politischen und theologischen Implikationen seiner Offenbarung, die Genese der ersten muslimischen Gemeinde sowie das ambivalente Verhältnis zu jüdischen und christlichen Gruppen. Der Fokus liegt auf der Spannung zwischen spiritueller Botschaft und politischer Praxis, die den weiteren Verlauf islamischer Geschichte entscheidend mitprägt.
Im Anschluss wird die Frühphase nach dem Tod des Propheten thematisiert: die sogenannte Nachfolgefrage, die Regierung der vier „rechtgeleiteten“ Kalifen und die erste große innermuslimische Spaltung, die in der ersten Fiṭna kulminierte. Diese Periode wird als Konfliktfeld konkurrierender Autoritätsansprüche analysiert, in der sich die Grundlagen sowohl sunnitischer als auch schiitischer Positionen herausbildeten.
Der Übergang zur Dynastie der Umajjāden markiert einen tiefgreifenden Wandel: Die Etablierung monarchischer Herrschaftsformen, die Legitimitätsstrategien umajjādischer Kalifen sowie der innerreligiöse Widerstand werden unter Einbeziehung zeitgenössischer Quellen kritisch beleuchtet. Hier rücken auch die Fragen nach der Transformation des religiösen Denkens, nach der Entstehung eines kulturellen Islams und nach ersten Formen differenzierter Geschichtsschreibung in den Fokus.
Die Abbasidische Revolution stellt schließlich einen weiteren Zäsurpunkt dar. Die Vorlesung verfolgt, wie sich unter den Abbasiden nicht nur neue religiös-politische Narrative durchsetzten, sondern auch theologische Konfliktlinien zwischen sunnitischer Orthodoxie und schiitischer Opposition schärfer konturierten.
Zum Abschluss greift die Lehrveranstaltung zwei exemplarische Konstellationen auf, die für die weitere Ausbreitung und Diversifizierung des Islams stehen: zum einen die Geschichte Jerusalems im Schnittfeld islamischer, jüdischer und christlicher Interessen, zum anderen die Entwicklung des Islams in al-Andalus als Laboratorium kultureller Begegnung und Auseinandersetzung.
Ziel der Vorlesung ist es, die Frühgeschichte des Islams als komplexen Prozess von Formation, Konflikt und Institutionalisierung sichtbar zu machen. Dabei wird besonderes Gewicht auf die kritische Analyse historiographischer Traditionen gelegt, um die Frage nach der Entstehung muslimischer Geschichtsbilder und Identitätsnarrative im Spannungsfeld von Offenbarung, Macht und Erinnerung zu untersuchen.