Universität Wien
Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

020030 SE Vertiefung zur Systematisch-Theologische Forschung (2026S)

Offenbarung und Geschichte bei Bultmann und Tillich

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 2 - Evangelische Theologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
VOR-ORT

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Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 15 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Dienstag 10.03. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2 Schenkenstraße 8-10 5.OG
  • Dienstag 17.03. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2 Schenkenstraße 8-10 5.OG
  • Dienstag 24.03. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2 Schenkenstraße 8-10 5.OG
  • Dienstag 14.04. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2 Schenkenstraße 8-10 5.OG
  • Dienstag 28.04. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2 Schenkenstraße 8-10 5.OG
  • Dienstag 05.05. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2 Schenkenstraße 8-10 5.OG
  • Dienstag 12.05. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2 Schenkenstraße 8-10 5.OG
  • Dienstag 19.05. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2 Schenkenstraße 8-10 5.OG
  • Dienstag 26.05. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2 Schenkenstraße 8-10 5.OG
  • Dienstag 02.06. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2 Schenkenstraße 8-10 5.OG
  • Dienstag 09.06. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2 Schenkenstraße 8-10 5.OG
  • Dienstag 16.06. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2 Schenkenstraße 8-10 5.OG
  • Dienstag 30.06. 11:30 - 13:00 Hörsaal 2 Schenkenstraße 8-10 5.OG

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Das Seminar widmet sich dem Verhältnis von Offenbarung und Geschichte in den theologischen Konzeptionen Rudolf Bultmanns und Paul Tillichs. Obwohl beide einen supranaturalistischen Offenbarungsbegriff ablehnen und der menschlichen Existenz große Aufmerksamkeit schenken, unterscheiden sich ihre Offenbarungsverständnisse in zentralen Punkten.

Um diese Differenzen sichtbar zu machen, befasst sich der erste Teil des Seminars mit Bultmann, der Offenbarung eng mit dem existenziellen Selbstverständnis des Menschen verknüpft. Für ihn ist der Inhalt der Offenbarung nicht aus der Geschichte ableitbar; Gottes Handeln ist kein „objektiv feststellbares Phänomen“. Offenbarung wird vielmehr nur im Glauben erfahrbar. Entsprechend ist die Offenbarung Christi ein uns unmittelbar betreffendes Geschehen, das jedoch untrennbar mit der Verkündigung verbunden ist. Offenbarung ist keine allgemein verfügbare Wahrheit, sondern ereignet sich als „Wahrheit des Augenblicks“ in der existenziellen Anrede des Menschen.

Der zweite Teil des Seminars rückt die Konzeption Tillichs in den Fokus. Dieser vertritt einen doppelten Offenbarungsbegriff, den er von seinen theologischen Lehrern Adolf Schlatter und Wilhelm Lütgert aufgreift. Seit Beginn seines Studiums bemüht sich Tillich, das Offenbarungsverständnis seiner modern-positiven Lehrer auf eine tragfähigere philosophische Grundlage zu stellen. Im Zentrum steht dabei die Frage nach dem Verhältnis zwischen der allgemeinen Offenbarung in der Schöpfung und der besonderen Offenbarung in Christus. Erstere reflektiert die formalen Bedingungen menschlichen Bewusstseins und beschreibt, wie sich Offenbarung grundsätzlich im Menschen vollzieht; Letztere thematisiert die konkrete Offenbarung in Christus und holt die allgemeine Offenbarung geschichtlich ein, indem sie ihr einen bestimmten Inhalt verleiht. Auf diese Weise treten Offenbarung, Geschichte und Christologie bei Tillich in ein enges systematisches Verhältnis.

Die im Seminar behandelten Texte ermöglichen es, die unterschiedlichen Verständnisweisen von Offenbarung und Geschichte bei Bultmann und Tillich zu vertiefen und ihre Bedeutung für gegenwärtige offenbarungstheologische Diskurse kritisch zu reflektieren.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Prüfungsimmanente LV: Anwesenheit, Lektüre u. aktive Mitarbeit, Übernahme eines Protokolls und eines Impulsreferats, kurzer Essay (15.000 Zeichen ohne Leerzeichen).

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Regelmäßige Anwesenheit (max. 2 Fehleinheiten)

Gewichtung der Leistungen (gesamt 100 Punkte):
Teilleistung 1 (Vorbereitung u. Mitarbeit): 20 Punkte
Teilleistung 2 (Referat / Protokoll): 30 Punkte
Teilleistung 3 (Essay): 50 Punkte

Für den positiven Abschluss der Lehrveranstaltung müssen alle Teilleistungen positiv erbracht werden.
Note 1 = 88 - 100 Punkte
Note 2 = 75 - 87 Punkte
Note 3 = 63 - 74 Punkte
Note 4 = 50 - 62 Punkte
Note 5 = 0 - 49 Punkte

Prüfungsstoff

Die im Seminar besprochenen Texte samt Forschungsliteratur.

Literatur

Literatur wird in der ersten LV-Einheit bekanntgegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 27.07.2026 09:26