Universität Wien FIND

Kehren Sie für das Sommersemester 2022 nach Wien zurück. Wir planen Lehre überwiegend vor Ort, um den persönlichen Austausch zu fördern. Digitale und gemischte Lehrveranstaltungen haben wir für Sie in u:find gekennzeichnet.

Es kann COVID-19-bedingt kurzfristig zu Änderungen kommen (z.B. einzelne Termine digital). Informieren Sie sich laufend in u:find und checken Sie regelmäßig Ihre E-Mails.

Lesen Sie bitte die Informationen auf https://studieren.univie.ac.at/info.

030052 SE Recht des christlichen Ostens (2009W)

Kirche-Volk-Staat (auch für DiplomandInnen und DissertantInnen)

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 3 - Rechtswissenschaften
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Vorbesprechung: 14. Oktober um 18 Uhr im HS 2 d. Kathol. Theol. Fak., Schenkenstr., EG
Block 22./23. Jänner 2010, Hörsaal Schenkenstraße 8-10, 4. Stock

Details

Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine

Zur Zeit sind keine Termine bekannt.

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Der 2008 von der UNESCO ob seiner kulturellen Verdienste geehrte Siebenbürgener Bischof Andrei v. Schaguna, dessen 200-Jahr-Jubiläum heuer gefeiert wird, war überzeugt, dass die orthodoxen Rumänen es "es einzig und allein den [kirchlichen] Institutionen zu verdanken haben, dass" sie ihre "Muttersprache und mittels derselben, ihre Nationalität" bewahren konnten (Compendium des kanonischen Rechts).

Religion hat v.a. im Balkanraum eine wichtige Rolle für Ethnogenese und Staatsbildung gespielt. In diesem Seminar wird der Schwerpunkt auf Zusammenhängen von nationalkirchlicher- und nationalstaatlicher Entwicklung in den ostkirchlich geprägten Regionen Europas liegen. Anzusprechen ist einerseits die vielfältige rechtsgeschichtliche Bedeutung der orthodoxen (bes. in Rumänien und der Ukraine auch der griechisch-kath.) Kirchen für Fragen wie Sprachentwicklung, kulturelle Identität, National- und Heimatbewusstsein, Bildung und politische Emanzipation im 19. und 20. Jh. Andererseits sollen damit vernetzte, spezifisch kirchenrechtliche Probleme thematisiert werden, zB. die Bedeutung von Autokephalie und Autonomie im orthodoxen Kirchenrecht und strittige Fragen jurisdiktioneller Zuständigkeit in ethnisch/sprachlich gemischten Kontexten (europ. Diaspora und orthodoxe Gemeinden in Übersee, aus der ehemaligen SU emanzipierte Staaten, insbes. Estland, Moldawien).

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Seminarreferat und Seminararbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur

Themenabhängig; Basisinformationen mit weiterführenden Literaturangaben: Potz-Synek, Orthodoxes Kirchenrecht, Freistadt 2007

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Fr 31.08.2018 08:47