Universität Wien FIND

Auf Grund der COVID-19 Pandemie kann es bei Lehrveranstaltungen und Prüfungen auch kurzfristig zu Änderungen kommen. Informieren Sie sich laufend in u:find und checken Sie regelmäßig Ihre E-Mails. Bei Lehrveranstaltungen und Prüfungen gilt Anmeldepflicht, vor Ort gelten FFP2-Pflicht und 2,5G.

Lesen Sie bitte die Informationen auf studieren.univie.ac.at/info.

030223 KU Persönlichkeitsrechte (2020S)

von Privaten und Prominenten; Urhebern; Künstlern

3.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 3 - Rechtswissenschaften
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 46 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine

6.5., 13.5., 20.5., 27.5., 3.6., 10.6. jeweils von 15.00 bis 18.00 Uhr (online)

Aufgrund der Einstellung der Präsenzlehre wegen der Lage aufgrund des Corona-Virus im Sommersemester 2020 wird der Kurs zur Gänze online abgehalten (es gibt daher auch keine Platzbeschränkungen, die hier angegebene Zahl hat technische Gründe). Ein Kurstag besteht aus zwei Einheiten, dh es werden zu den Terminen jeweils zwei Videos hochgeladen, die aber zeitlich & örtlich unabhängig von den „Kurszeiten“ abrufbar sind. Von den Studierenden vorab gesendete Lösungsvorschläge und Fragen werden in die Videos einbezogen.


Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Darf Satire wirklich alles? Gibt es ein Fotografierverbot? Darf man Gespräche heimlich aufnehmen? Wie kann man gegen Domaingrabbing vorgehen? Kann das wirtschaftliche Fortkommen eines Milliardärs gefährdet werden? Dürfen Journalisten aus privaten Tagebüchern zitieren? Haftet Google für die Autocomplete-Funktion? ..und viele weitere Fragen werden behandelt.

Nach dem Besuch der Lehrveranstaltung haben die Studierenden einen Überblick über den Schutz von Persönlichkeitsrechten in der österreichischen Rechtsordnung unter Einbeziehung internationaler Rechtsquellen gewonnen. Sie können Sachverhalte persönlichkeitsrechtlich beurteilen, weil sie theoretisches Wissen erworben und darüber hinaus die einschlägige Rechtsprechung anhand von gemeinsam diskutierten Fällen (OLG, OGH, EuGH, EGMR, BGH) kennengelernt haben.

Im Kurs werden ua behandelt: Schutz der Ehre und des wirtschaftlichen Rufes; Recht am gesprochenen Wort; Recht am eigenen Bild; Namensrecht; Persönlichkeitsschutz im Mediengesetz; Schutz vertraulicher Aufzeichnungen; Persönlichkeitsrechte des Urhebers; Persönlichkeitsrechte im Internet; Rechtsfolgen bei Eingriffen; gerichtliche Durchsetzung; IPR; Grenzen des Schutzes (insb Meinungs-, Presse-, und Kunstfreiheit).

Die Fälle werden vorab auf der Moodle-Plattform hochgeladen. Machen Sie sich vor der jeweiligen Einheit mit dem Sachverhalt vertraut und überlegen Sie, was beide Seiten für ihren Standpunkt vorbringen könnten und wie Sie als Richter oder Richterin entscheiden würden.
Das ist gleichzeitig die Möglichkeit, unter den aktuellen Umständen (E-Learning) Mitarbeitsplus zu sammeln, indem Sie Ihre Gedanken/Argumentation für alle vorzubereitenden Fälle formlos per E-Mail an mich senden. Da ich auf die Beiträge bei der Aufzeichnung der Videos eingehen möchte, ist die Einsendefrist jeweils mittags am Tag vor der Einheit, also Dienstag, 12 Uhr. Gleichzeitig üben Sie so für die Klausur.

Für jeden Fall gibt es eine komprimierte und didaktisch aufbereitete Zusammenfassung bzw Übersicht der Entscheidungsgründe sowie der relevanten Argumentationsschritte. Auf diese Art erhalten die Studierenden gleichzeitig auch eine Zusammenfassung des Stoffes und eine Lernunterlage. Diese Zusammenfassungen werden nach den Einheiten auf Moodle hochgeladen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Schriftliche Klausur. Die Studierenden bearbeiten einen kurzen Fall und argumentieren sowohl aus der Perspektive der klagenden als auch der beklagten Partei. Auf dieser Basis verfassen Sie eine Entscheidung als Richter oder Richterin (wie beim schriftlichen Teil der Rechtsanwaltsprüfung). Die Studierenden können zwischen zwei Fällen wählen, welchen Sie bearbeiten möchten.

Da der Kurs aufgrund der aktuellen Lage wegen des Coronavirus ausschließlich online stattfindet, ist die Klausur ein „24 hour take home exam“. Die Klausur ist daher am letzten Kurstag, den 10. Juni, auf Moodle 24 Stunden lang abrufbar; Ihre schriftliche Ausarbeitung muss bis 23:59 Uhr auf Moodle hochgeladen werden. Die Klausur ist dieselbe, die bereits für den Kurs im Hörsaal vorbereitet war; Sie sollten also mit ca zwei Stunden Arbeitszeit auskommen. Sie sollten die Klausur ohne Unterlagen ausarbeiten können, dürfen aber Ihre Mitschriften und die Kursunterlagen verwenden. Damit Sie sich wegen der Länge der Arbeitszeit nicht stressen, dürfen Sie maximal je eine Seite für die klagende und beklagte Partei sowie maximal zwei Seiten für die Entscheidung verwenden; also insgesamt vier Seiten (Schrift: Times New Roman; Schriftgröße: 12; Zeilenabstand: 1,5; Format: PDF).

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Voraussetzungen: Grundkenntnisse im bürgerlichen Recht und im Zivilverfahrensrecht. Die Absolvierung der Modulprüfungen ist nicht Voraussetzung, aber hilfreich für das bessere Verständnis des Stoffes.

Für den positiven Abschluss des Kurses ist eine positive Klausur erforderlich.

Mitarbeit ist nicht verpflichtend, verbessert aber die Note (Verbesserung um einen Grad ab 4 Plus). Da der Kurs aufgrund der aktuellen Lage wegen des Coronavirus ausschließlich online stattfindet, ist das Sammeln von Mitarbeitsplus möglich, indem Sie Ihre Überlegungen zu den Übungsfällen vorab per E-Mail übermitteln – siehe dazu oben bei "Ziele, Inhalte und Methode".

Nach Ende der Abmeldefrist (nach vier Einheiten bzw zwei „Unterrichtstagen“ ) ist aufgrund der aktuellen Lage eine Abmeldung aus wichtigen Gründen beim LV-Leiter bis vor der Klausur weiterhin möglich.

Prüfungsstoff

Die im Kurs behandelten Themen: Schutz der Ehre und des wirtschaftlichen Rufes; Recht am gesprochenen Wort; Recht am eigenen Bild; Namensrecht; Persönlichkeitsrechte im Mediengesetz; Schutz vertraulicher Aufzeichnungen; Persönlichkeitsrechte des Urhebers; Persönlichkeitsrechte im Internet; Rechtsfolgen bei Eingriffen; gerichtliche Durchsetzung; IPR; Grenzen des Schutzes (insb Meinungs-, Presse-, und Kunstfreiheit).

Für jeden Fall gibt es eine komprimierte und didaktisch aufbereitete Zusammenfassung bzw Übersicht der Entscheidungsgründe sowie der relevanten Argumentationsschritte. Auf diese Art erhalten die Studierenden gleichzeitig auch eine Zusammenfassung des Stoffes und eine Lernunterlage. Diese Zusammenfassungen werden nach den Einheiten auf Moodle hochgeladen.

Literatur

Aktuelle Gesetzesausgabe Bürgerliches Recht. Sondergesetze bzw relevante Ausschnitte werden via Moodle zur Verfügung gestellt. Als Lernunterlage dienen die ebenfalls via Moodle zur Verfügung gestellten zusammengefassten und aufbereiteten Gerichtsentscheidungen sowie ergänzend die Folien.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 06.04.2020 18:29