Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.
030393 SE Neutralität - ein Institut des europäischen Völkerrechts im Wandel (2016S)
Seminar zur Völkerrechtsgeschichte (für DiplomandInnen und DissertantInnen) (verteifende historische Kompetenz)
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
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Anmeldung mit Motivationsschreiben: E-Mail: sebastian.spitra@univie.ac.atWir bitten Sie, ein Motivationsschreiben zu übermitteln, in dem Sie ausführen, was Ihre inhaltlichen Beweggründe für die Teilnahme und Ihre Erwartungen an das Seminar sind. Was interessiert Sie (gerade jetzt) an der Neutralität?
Details
Sprache: Deutsch
Lehrende
Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert
Am Donnerstag, 28. April 2016 findet eine Exkursion (innerhalb von Wien) statt, die Bestandteil des Seminars ist.
Blocktermine: Do., 2. Juni und Fr., 3. Juni 2016
- Mittwoch 09.03. 15:00 - 16:45 Seminarraum SEM34 Schottenbastei 10-16, Juridicum, 3.OG (Vorbesprechung)
Information
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
Benotungsgrundlage: Die Moderation eines Beitrags beim Blocktermin, Beteiligung an den Diskussionen im Seminar und die abgegebene Seminararbeit.
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
Prüfungsstoff
Literatur
Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis
MA Geschichte: APMG Neuzeit; Exkursion und transdisziplinäre Öffnung; Geschichte der Neuzeit im transdisziplinären Kontext(4 ECTS)
Letzte Änderung: Mo 27.07.2026 10:52
War es im 18. Jahrhundert noch selbstverständlich, dass neutrale Staaten den Kriegsparteien ein Durchmarschrecht gewähren mussten, wurden im V. Haager Abkommen von 1907 die Hinderungspflichten des neutralen Staates festgeschrieben. Im V. Haager Abkommen wurde vor allem die militärische Neutralität festgeschrieben, aber mit den beiden Weltkriegen rückte die Wirtschaftspolitik und deren Bedeutung für neutrale und kriegführende Staaten im stärker in den Mittelpunkt. Mit der größer werdenden Zahl an dauernd bzw. immerwährend neutralen Staaten verstärkte sich auch die Diskussion über wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen neutralen und nicht neutralen Staaten. Während neutrale Staaten im Völkerbund von Anfang an willkommen waren, war diese Einstellung bei den Gründungsmitgliedern der Vereinten Nationen nicht von Anfang an gegeben. Heute sind alle neutralen Staaten auch Mitglied der Vereinten Nationen, aber auch vieler anderer multinationaler Organisationen. Neutrale Staaten waren inzwischen mehrmals Mitglied im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und stellten auch deren Generalsekretär. Neutrale Staaten gehörten auch zu den Gründungsstaaten von internationalen Brigaden, z.B. SHIRBRIG, bzw. stellten den Vereinten Nationen militärische Verbände für internationale Einsätze zur Verfügung. Heute nehmen neutrale Staaten wie selbstverständlich an internationalen Einsätzen der Vereinten Nationen oder regionalen Organisationen, wie der EU oder der Afrikanischen Union teil, dies zeigt wohl sehr deutlich den Bedeutungs- bzw. Interpretationswandel von Neutralität.