Universität Wien

030682 SE Klimawandel und Privatrecht (2023W)

mit rechtsvergleichenden Bezügen

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 3 - Rechtswissenschaften
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 15 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Mittwoch 11.10. 15:00 - 16:00 Seminarraum SEM62 Schottenbastei 10-16, Juridicum 6.OG (Vorbesprechung)
  • Mittwoch 17.01. 09:00 - 18:00 Seminarraum SEM31 Schottenbastei 10-16, Juridicum, 3.OG
  • Donnerstag 18.01. 09:00 - 18:00 Seminarraum SEM31 Schottenbastei 10-16, Juridicum, 3.OG

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Dieses Seminar ermöglicht es Studierenden, ihr Wissen über Rechtsfragen im Zusammenhang mit dem Klimawandel aus einer rechtsvergleichenden Perspektive zu vertiefen. Die Studierenden recherchieren zu Fragen der Haftung für Klimawandel, Lieferkettenverantwortung, der Haftung für Klimaprotest sowie zu Rechtsbehelfen in Fällen falscher Nachhaltigkeitsinformationen ("Greenwashing").

Das Seminar wird zusammen mit dem Seminar "Klimawandel und Internationales Privatrecht" (030583; Prof. Lehmann) und dem “Seminar aus Völkerrecht" (030570; Prof. Waibel) abgehalten.

Zu Beginn der Lehrveranstaltung können die Studierenden ein Thema aus einer Liste von Vorschlägen auswählen oder selbst ein Thema vorschlagen. Anschließend verfassen die Studierenden eine Seminararbeit (mind. 50.000 Zeichen inkl. Leerzeichen und Fußnoten) zu dem gewählten Thema. Die wichtigsten Ergebnisse werden in der mündlichen Präsentation vorgestellt, entweder auf Englisch oder auf Deutsch. Anschließend geben die Studierenden eine Seminararbeit in deutscher oder englischer Sprache ab, unabhängig davon, in welcher Sprache die mündliche Präsentation stattgefunden hat.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Studierenden werden auf der Grundlage ihrer schriftlichen Seminararbeit sowie ihrer mündlichen Präsentation und der Diskussion ihrer Ergebnisse beurteilt.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Zu den Bewertungskriterien gehören insbesondere: die umfassende Behandlung der relevanten Themen, die Prägnanz der Präsentation, die Überzeugungskraft, die Originalität und das Niveau der Argumentation, die Eigenständigkeit des Gedankengangs, der Umfang der durchgeführten Recherchen sowie die Einhaltung von Formalia und Vorgaben. Zusätzlich zur schriftlichen Arbeit wird ein Drittel der Note auf die Präsentation und ein Drittel auf die Teilnahme an der Diskussion der Arbeiten der anderen Teilnehmer gestützt. Es wird erwartet, dass die Studierenden an allen Lehrveranstaltungseinheiten teilnehmen.

Das Seminar richtet sich an Studierende des Diplomstudiums Rechtswissenschaften sowie an Studierende der Internationalen Rechtswissenschaften (LL.B./LL.M.).

Prüfungsstoff

Privatrechtsvergleichung

Literatur

I. Allgemeine Literatur zu wissenschaftlichem Arbeiten (Auswahl)
• Büdenbender/Bachert/Humbert, Hinweise für das Verfassen von Seminararbeiten, JuS 2002, 24.
• Möllers, Juristische Arbeitstechnik und wissenschaftliches Arbeiten9 (2018).
• Dax/Hopf, Abkürzungs- und Zitierregeln AZR8 (2019).
• Nolan/Meredith (eds), OSCOLA, The Oxford University Standard for Citation of Legal Authorities4 (2012).

II. Literatur zur Einführung in das Thema (Auswahl)
• Bach/Kieninger, Ökologische Analyse des Zivilrechts, JZ 2021, 1088.

• Burtscher/Spitzer, Haftung für Klimaschäden, ÖJZ 2017/134.
• Nitsch, Liability for Climate Change Damages under the German Environmental Liability Act in Kahl/Weller (Hrsg.), Climate Change Litigation – Liability and Damages from a Comparative Perspective (2021) 429.
• Wagner, Klimaschutz durch Gerichte, NJW 2021, 2256.
• Weller/Tran, Klimaklagen im Rechtsvergleich – private enforcement als weltweiter Trend? ZEuP 2021, 573.

• Kieninger, Miniatur: Lieferkettengesetz: Dem Papiertiger fehlen die Zähne, ZfPW 2021, 252.
• Murko, Die Haftung österreichischer Unternehmen für Menschenrechtsverletzungen in ihren Lieferketten, ÖJZ 2022/104.
• Nasse, Loi de vigilance: Das französische Lieferkettengesetz (2022).
• Wagner, Das Lieferkettengesetz: Viele Pflichten, keine Haftung, in FS Singer (2021) 693.

• Nitsch, Die Rolle der Zivilgerichte in Zeiten von Klimaprotesten, in Fritz/Tomaschek (Hrsg.), University – Society – Industry: Partizipation: Das Zusammenwirken der Vielen für Umwelt, Wirtschaft und Demokratie (in Druck, erscheint im Oktober 2023).
• Weller/Schwemmer/Seemann/Zimmermann, Zivilrechtliche Fragen und Antworten zu Klimaprotesten, Legal Tribune Online, 23. 1. 2023.

• Anderl/Ciarnau, Green Deal - Neue Regeln für Nachhaltigkeitswerbung? ÖBl 2022/60.
• Faber, Neues Gewährleistungsrecht und Nachhaltigkeit, VbR 2020/3 (Teil I) und VbR 2020/34 (Teil II).
• Luksan, Zur Intransparenz von Gütesiegeln – Wo Nachhaltigkeit endet und Greenwashing beginnt, NR 2021, 428.


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mi 11.10.2023 11:26