Universität Wien FIND

Bedingt durch die COVID-19-Pandemie können kurzfristige Änderungen bei Lehrveranstaltungen und Prüfungen (z.B. Absage von Vor-Ort-Lehre und Umstellung auf Online-Prüfungen) erforderlich sein. Melden Sie sich für Lehrveranstaltungen/Prüfungen über u:space an, informieren Sie sich über den aktuellen Stand auf u:find und auf der Lernplattform moodle.

Regelungen zum Lehrbetrieb vor Ort inkl. Eintrittstests finden Sie unter https://studieren.univie.ac.at/info.

Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

060002 SE Geschlechter und Sexualitäten im Judentum (2021S)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
DIGITAL

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Die Einheiten finden geblockt statt, die erste Einheit in KW 9 dient der Vorbesprechung. Derzeit ist geplant, die LV rein digital durchzuführen. Sollte eine Änderung der Covid19-Verordnung einen Präsenzunterricht mit allen Teilnehmer*innen ermöglichen, wird mit den Teilnehmer*innen der LV über eine Fortführung der LV digital ODER in Präsenz vor Ort abgestimmt.

Donnerstag 04.03. 10:00 - 11:30 Digital
Donnerstag 25.03. 10:00 - 13:30 Digital
Donnerstag 15.04. 10:00 - 13:30 Digital
Donnerstag 06.05. 10:00 - 13:30 Digital
Donnerstag 27.05. 10:00 - 13:30 Digital
Donnerstag 10.06. 10:00 - 13:30 Digital
Donnerstag 24.06. 10:00 - 13:30 Digital

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Inhalte:
Religionen und Geschlecht sind eng miteinander verflochten – das gilt auch für das Judentum. Religiöse Traditionen, Symbole und Praktiken sind geschlechtsspezifisch geprägt und orientieren sich zumeist am Mann als Maßstab aller Dinge. Die Beziehungen zwischen Mann und Frau sowie die ihnen zugeschriebenen geschlechtlichen Rollen werden durch religiöses Recht (Halakha) geregelt, das wiederum in Wechselwirkung steht zu religionsphilosophisch und kulturell geprägten Vorstellungen von Geschlecht. Eng damit verknüpft sind alle Formen menschlicher Sexualität, die ein zentrales Thema in der jüdischen Basisliteratur ist; ihre Regelung dient letztlich dem Fortbestand der religiösen Tradition.
Der Einfluss der feministisch-kritischen Theorie in den 1970er Jahren brachte eine Wende für die traditionelle Auseinandersetzung mit den zentralen Texten jüdischer religiöser Praxis und Kultur, die bis dahin einseitig – männlich – geprägt war. Ein feministischer und zunehmend auch queerer Blickwinkel auf die jüdischen Basistexte zeigt, dass viele der autoritativen Schriften Lebensrealitäten tradieren, die das Bild einer starren Zweigeschlechtlichkeit ebenso relativieren wie jenes einer harschen Sexualmoral. Vor diesem Hintergrund werden in der LV ausgewählte Texte der jüdischen religiösen und kulturellen Tradition gelesen (Auszüge aus Tanach, Mischna, Talmud, Josephus, Qumran Schriften, Maimonides, Kabbala) und Themen wie Geschlechterkonzeptionen, Körperlichkeit, erlebtem und gelebtem Geschlecht, Sexualitäten und daran geknüpfte Machtverhältnisse näher betrachtet.

Ziele: Verstehen von traditionellen Auslegungen von Geschlecht, sozialer Rolle und sexuell geprägter Machtausübung in zentralen Texten des Judentums. Aufdecken von Auflösungstendenzen von sozio kulturellen Geschlechterrollen und Sexualitätsvorstellungen in den Texten selbst sowie ihre queer-feministische Neubewertung.

Methoden:
Vorbereitung von Quellentexten, gemeinsame Lektüre, Vergleich und Interpretation von Texten (in Originalsprachen + Übersetzung), ergänzende Lektüre von Sekundärliteratur.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Art der Leistungskontrolle:
- aktive Mitarbeit (Textvorbereitungen, Diskussion)
- Kurzreferat (max. 20min)
- Seminararbeit (8000 Worte exkl. Fußnoten und Literaturverzeichnis)

Allgemeine Kriterien für das Verfassen einer Seminararbeit in der Judaistik sind einzuhalten und werden auf Moodle bereitgestellt.

Feedback:
Es besteht die Möglichkeit zur Feedback und Korrektur von Referatskonzepten und Seminararbeiten bei vorzeitiger Abgabe an die LV-Leiterin.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Anwesenheit in der ersten Sitzung ist Voraussetzung für die Teilnahme am restlichen Seminar.
Da das Seminar geblockt wird, ist das Fehlen in den Sitzungen grundsätzlich für ein Absolvieren der LV nicht zulässig. Im dringenden Fall einer Abwesenheit bei einem Block (Krankheit, Verhinderung infolge von Betreuungspflichten und beruflichen Verpflichtungen), kann eine Ersatzleistung erbracht werden. Dies ist mit der LV-Leiterin zeitnah zu besprechen.

Die angeführten Leistungen werden mit Punkten beurteilt:
- aktive Mitarbeit – max. 25 Punkte
- Kurzreferat – max. 25 Punkte
- Seminararbeit – max. 50 Punkte

Beurteilungsschlüssel (Update: 01.03.2021)
- 90–100 Punkte = Sehr gut (1)
- 81–90 Punkte = Gut (2)
- 66–80 Punkte = Befriedigend (3)
- 51–65 Punkte = Genügend (4)
- 0–50 Punkte = Nicht genügend (5)

Prüfungsstoff

Die Lehrveranstaltung ist prüfungsimmanent. Kriterien siehe oben.

Literatur

Originalsprachliche Quelltexte finden sich auf https://www.sefaria.org/texts
Alle autorisierten Übersetzungen sind zulässig (ggf. werden unterschiedliche Übersetzungsvarianten verglichen). Sekundärliteratur für die Pflichtlektüre sowie Literaturhinweise für die Referate werden zu Seminarbeginn auf Moodle bereitgestellt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mi 21.04.2021 11:25