Universität Wien

060003 SE Die Geonim als Vermittler: Jüdische Gelehrsamkeit zwischen Talmud und Mittelalter (2026S)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

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Das Seminar findet als Blockveranstaltung an fünf Freitagen statt. Jede Sitzung kombiniert eine thematische Einführung, gemeinsame Textlektüre sowie studentische Beiträge und Diskussionen. Die längeren Sitzungseinheiten ermöglichen eine vertiefte Arbeit an ausgewählten Quellen und Fragestellungen.

  • Freitag 06.03. 13:30 - 15:00 Digital
  • Freitag 13.03. 13:30 - 18:00 Digital
  • Freitag 17.04. 13:30 - 18:00 Hörsaal 2 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-17
  • Freitag 24.04. 13:30 - 18:00 Hörsaal 2 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-17
  • Freitag 29.05. 13:30 - 18:00 Hörsaal 2 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-17

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Das Seminar untersucht die Epoche der Geonim (7.–11. Jahrhundert) als zentrale Vermittlungsphase zwischen talmudischer Tradition und mittelalterlicher jüdischer Gelehrsamkeit. Im Fokus stehen die literarischen Gattungen der gaonäischen Zeit (Responsen, halakhische Kompendien, exegetische und didaktische Texte), ihre institutionellen Kontexte sowie ihre Rolle in der Ausbildung rabbinischer Autorität.
Anhand ausgewählter Quellen in Übersetzung werden Fragen von Normativität, Interpretation und kulturellem Transfer zwischen jüdischen und islamischen Wissenswelten diskutiert. Die Lehrveranstaltung verbindet quellennahe Textarbeit mit historischer und methodischer Einordnung.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

• Aktive Teilnahme und kontinuierliche Mitarbeit (25 Punkte).
• Vorbereitung und Moderation einer Sitzung auf Grundlage ausgewählter Quellen (25 Punkte).
• Schriftliche Seminararbeit zu einem Thema aus dem Bereich der gaonäischen Literatur oder ihrer Rezeption (50 Punkte).
Erlaubte Hilfsmittel: wissenschaftliche Literatur und Kursmaterialien.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Voraussetzung für eine positive Beurteilung sind regelmäßige Teilnahme (maximal ein Fehltermin), die Erbringung aller Teilleistungen sowie eine positiv beurteilte Seminararbeit.
Die Gesamtbeurteilung erfolgt auf Basis der erreichten Punkte:
81–100 = sehr gut (1)
61–80 = gut (2)
41–60 = befriedigend (3)
21–40 = genügend (4)
0–20 = nicht genügend (5)

Prüfungsstoff

Mündliches Referat und schriftliche Seminararbeit

Literatur

Robert Brody, The Geonim of Babylonia and the Shaping of Medieval Jewish Culture. New Haven–London: Yale University Press, 1998.

Robert Brody, Saadya Gaon. Oxford: The Littman Library of Jewish Civilization, 2013. (Library of Jewish Biography).

David E. Sklare, Samuel ben Ḥofni Gaon and His Cultural World: Texts and Studies. Leiden–Boston: Brill, 1996.

Gideon Libson, Jewish and Islamic Law: A Comparative Study of Custom during the Geonic Period. Cambridge, MA: Islamic Legal Studies Program, Harvard Law School / distributed by Harvard University Press, 2003.

Margarete Schlüter, Auf welche Weise wurde die Mishna geschrieben? Das Antwortschreiben des Rav Sherira Gaon. Mit einem Faksimile der Handschrift Berlin Qu. 685 (Or. 160) und des Erstdrucks Konstantinopel 1566. Tübingen: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck), 1993. (Texts and Studies in Medieval and Early Modern Judaism, 9).

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Di 17.03.2026 14:46