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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

060095 VO Jüdische Friedhöfe im Spannungsfeld zwischen Kultstätte, Erinnerungsort und Denkmalpflege (2008W)

Details

Sprache: Deutsch, Englisch, Hebräisch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Freitag 10.10. 11:00 - 15:00 Hörsaal 16 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 5
Freitag 17.10. 11:00 - 15:00 Hörsaal 16 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 5
Freitag 31.10. 11:00 - 15:00 Hörsaal 16 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 5
Freitag 28.11. 11:00 - 15:00 Elise Richter-Saal Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 1
Freitag 12.12. 11:00 - 15:00 Hörsaal 16 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 5
Freitag 09.01. 11:00 - 15:00 Hörsaal 16 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 5
Freitag 23.01. 11:00 - 15:00 Hörsaal 16 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 5

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Halacha verpflichtet Juden zur immerwährenden Erhaltung eines jüdischen Friedhofs, des Bet Hachajim (Haus des Lebens). Dadurch haben sich häufig sehr alte und unterschiedliche Grabstätten erhalten, die als Spiegelbild zahlreicher Aspekte der Kultur-, Kunst-, Wirtschaft- und Sozialgeschichte gewertet werden können. So sind auf dem Währinger Jüdischen Friedhof in Wien zwischen 1784 und 1884 Mitglieder bedeutender Familien bestattet worden, die maßgeblich an der Industrialisierung und der Herausbildung der modernen Gesellschaft im Wien des 19. Jahrhunderts beteiligt waren. Heute beeinflusst jedoch ein Spannungsfeld zwischen Kultstätte, Erinnerungsort und Denkmalpflege maßgeblich die Bewahrung und Pflege dieser Anlagen. Da fast alle jüdischen Begräbnisstätten im In- und Ausland während der Zeit des Nationalsozialismus verwüstet oder vernichtet worden sind, besteht bei den noch erhaltenen Friedhöfen große Handlungsbedarf. Es muss einerseits der Friedhofscharakter gewahrt bleiben, andererseits besteht die Verpflichtung zum Gedenken und Erinnern an die Verstorbenen und ihre Nachkommen, die Opfer des Holocaust.

In der Ringvorlesung werden Spezialisten aus den Fachgebieten Geschichte und Zeitgeschichte, Kunstgeschichte, Judaistik, Rechtswissenschaften, Denkmalpflege, Gartendenkmalpflege, Restaurierung und Konservierung spezifische Aspekte weiter vertiefen und in einen internationalen Kontext stellen.

Schriftlicher Test am 30.1.2009, 13:00-15:00 Uhr, am Institut für Ur- und Frühgeschichte, Franz-Klein-Gasse 1, 3 Stock, Hörsaal 7

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Ur- und Frühgeschichte: 7/1,8/1
Kunstgeschichte: F160, F250
Geschichte: E4 (Zeitgeschichte)
Judaistik: U45

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:30