Universität Wien
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070002 SE BA-Seminar - Durch den Eisernen Vorhang: Kulturdiplomatie im Zeitalter des Kalten Krieges (2025W)

10.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

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Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Freitag 03.10. 14:00 - 17:45 Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
  • Freitag 17.10. 14:00 - 17:45 Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
  • Freitag 31.10. 14:00 - 17:45 Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
  • Freitag 14.11. 14:00 - 17:45 Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
  • Freitag 28.11. 14:00 - 17:45 Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
  • Freitag 12.12. 14:00 - 17:45 Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Der Kalte Krieg prägte über Jahrzehnte nicht nur die internationalen Beziehungen, sondern beeinflusste die Alltagsstrukturen und Biographien der "normalen Menschen". Sein toxisches Erbe bewirkt noch heute politische Entscheidungen, Verhaltenspraktiken und mentale Konstruktionen nationaler Gemeinschaften. Die neuesten Forschungen betrachten den Kalten Krieg abseits der militärischen Auseinandersetzungen als globales Kommunikationsereignis und stellen fest, dass trotz der militärpolitischen Spannungen die "cross-bloc flows" dem Transnationalismus einen starken Impuls verliehen. Sowohl in seinem normalen Funktionieren als auch insbesondere in seinen Krisenmomenten wurde das System durch interkulturelle Begegnungen, kulturelle Verflechtungen, globalen Wissenstransfer und die Kulturaktivitäten transnationaler Akteure stabilisiert. Als einer der Hauptsitze der UNO im Herzen Europas nimmt Wien in dieser Forschungsperspektive eine besondere Rolle ein sowohl als repräsentatives Projekt als auch als kommunikative Drehscheibe zwischen Ost und West.
Das Ziel der Lehrveranstaltung besteht darin, aktuelle Forschungsdebatten zur Kulturgeschichte des Kalten Krieges kennenzulernen und kritisch zu diskutieren, eigene Forschungsthesen auf der Grundlage der Historiographie und der Primärquellen zu entwickeln, sowie eigenständige, quellenbasierte wissenschaftliche Arbeit mit einer Kurzzusammenfassung in englischer Sprache (Abstract) zu verfassen.
Das Seminar besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil werden die von den Studierenden im Voraus gelesenen konzeptuellen Texte zu Themen wie internationale Beziehungen, Kulturdiplomatie, Paradigmentransfer und Internationalismus im Kalten Krieg gemeinsam diskutiert. Optional wird den Studierenden Teil eine Exkursion ins Staatsarchiv angeboten, die es ermöglicht, sich mit historischen Quellen für die Erforschung transnationaler Räume des Kalten Krieges vertraut zu machen. Im zweiten Teil stellen die Studierenden eine Rohfassung der Bachelorarbeit zu ausgewählten Aspekten der kulturdiplomatischen Dimensionen des Kalten Krieges vor und diskutieren diese im Plenum. Zweimal im Semester wird die Seminarleiterin ein individuelles Feedback zu einzelnen Abschnitten der Bachelorarbeit geben.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- kritische Lektüre und mündliche Diskussion konzeptueller Texte zur Geschichte des Kalten Krieges, Kulturdiplomatie und Transnationalismus;
- Teilnahme an der Exkursion ins Staatsarchiv (optional);
- Erstellen einer Rohfassung der Bachelorarbeit mit Bibliographie, Präsentation und Diskussion im Plenum;
- Abfassung einer wissenschaftlichen Arbeit und ein englischsprachiges Abstrakt (Abgabefrist 10.02);
- Feedback seitens der Seminarleiterin.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

- regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit bei den Diskussionen sowie pünktliche Abgabe der Basistexte der Bachelorarbeit (zweimaliges entschuldigtes Fehlen wird akzeptiert) 15% der Gesamtnote;
- Teilnahme an der Exkursion 10% der Gesamtnote;
- Präsentation und Diskussion 15% der Gesamtnote;
- Abschlussarbeit (inklusive eines englischsprachigen Abstracts, ca 1000 Zeichen) zu einem selbst gewählten Aspekt des Seminarthemas (Umfang der Abschlussarbeit: ca. 65.000 Zeichen, einschließlich Leerzeichen, Fußnoten, Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, Bibliographie, ohne Grafiken, d.h. ca. 25 Manuskriptseiten, 1½ zeilig, 12pkt.) 60 % der Gesamtnote.

Beurteilungsschlüssel:
100% - 87% 1 (sehr gut)
86,99% - 75% 2 (gut)
74,99% - 63% 3 (befriedigend)
62,99% - 50% 4 (genügend)
49,99% - 0% 5 (ungenügend)

Prüfungsstoff

prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Literatur

Literaturauswahl:
- Bernd Greiner, Kalter Krieg und "Cold War Studies", Version: 1.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 11.02.2010, http://docupedia.de/zg/greiner_cold_war_studies_v1_de_2010
- Bönker, Kirsten (2022), Den Kalten Krieg neu denken? Neue Studien zum Kalten Krieg, in: Neue Polit. Lit. 67:168204.
- Gienow-Hecht, Jessica, Donfried, Mark C., (eds.) (2013), Searching for a cultural diplomacy, NY, Oxford: Berghahn Books.
- Iriye, Akira, Goedde, Petra (2022), International history : a cultural approach, London: Bloomsbury Academic.
- Jarausch, Konrad H., Ostermann, Christian, Etges, Andreas (eds.) (2017), The Cold War: Historiography, Memory, Representation, Berlin: De Gruyter.
- Mark, James et al. (eds.) (2022) Socialism Goes Global. The Soviet Union and Eastern Europe in the Age of Decolonisation, Oxford: Oxford University Press.
- Mikkonen, Simo, Koivunen, Pia (2015), Beyond the divide : entangled histories of Cold War Europe, New York : Berghahn Books.
- Scott-Smith, Giles (2019), Transatlantic Cultural Relations, Soft Power, and the Role of US Cultural Diplomacy in Europe, European Foreign Affairs Review, vol. 24: 2141, https://doi.org/10.54648/eerr2019017.
- Unfried, Berthold, Himmelstoss, Eva (2012) (eds.), Die eine Welt schaffen. Praktiken von "Internationaler Solidarität" und "Internationaler Entwicklung", Wien: Akademische Verlaganstalt. DOI: http://dx.doi.org/10.14765/zzf.dok.2.601.v1

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

EAR: Zeitgeschichte.
BA Geschichte (Version 2019): PM7 Bachelor-Modul, SE Seminar (10 ECTS).
BEd UF GP (Version 2014): UF GP 12 Bachelormodul, SE BA-Seminar für GP (9 ECTS).

Letzte Änderung: Do 18.09.2025 12:26