Universität Wien
Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

070027 SE Forschungsseminar - Schule, Lehrer und Schüler als Teil einer neuzeitlichen Gesellschaftsgeschichte (2026S)

10.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

In der LV setzen Sie sich selbstständig mit neuzeitlichen Quellen auseinander und präsentieren diese Ergebnisse auch mündlich und schriftlich. Grundkenntnisse der frühneuhochdeutschen Sprache (und Quellenkunde) werden vorausgesetzt!
Siehe auch https://wiki.univie.ac.at/display/geschichte/SE+Forschungsseminar+1.

  • Montag 02.03. 12:30 - 14:00 Seminarraum Geschichte 1 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 10
  • Montag 09.03. 12:30 - 14:00 Seminarraum Geschichte 1 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 10
  • Montag 16.03. 12:30 - 14:00 Seminarraum Geschichte 1 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 10
  • Montag 23.03. 12:30 - 14:00 Seminarraum Geschichte 1 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 10
  • Montag 13.04. 12:30 - 14:00 Seminarraum Geschichte 1 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 10
  • Montag 20.04. 12:30 - 14:00 Seminarraum Geschichte 1 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 10
  • Montag 27.04. 12:30 - 14:00 Seminarraum Geschichte 1 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 10
  • Montag 04.05. 12:30 - 14:00 Seminarraum Geschichte 1 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 10
  • Montag 11.05. 12:30 - 14:00 Seminarraum Geschichte 1 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 10
  • Montag 18.05. 12:30 - 14:00 Seminarraum Geschichte 1 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 10
  • Montag 01.06. 12:30 - 14:00 Seminarraum Geschichte 1 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 10
  • Montag 08.06. 12:30 - 14:00 Seminarraum Geschichte 1 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 10
  • Montag 15.06. 12:30 - 14:00 Seminarraum Geschichte 1 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 10
  • Montag 22.06. 12:30 - 14:00 Seminarraum Geschichte 1 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 10
  • Montag 29.06. 12:30 - 14:00 Seminarraum Geschichte 1 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 10

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Nach dem Wortsinn versteht sich „Schule“ als ein „Freisein von Geschäften“, im allgemeinen Verständnis wird unter Schule die institutionelle oder auch private Form des Unterrichts subsumiert. Schule umfasst neben dem strukturierten Unterricht und den Erwerb von Qualifikationen auch die Sozialisation von jungen männlichen und weiblichen Menschen, aber auch die Einübung von Gesellschaftsordnung und leistungsmäßige Selektion von der Grundschule bis zur Universität. Lange stand die institutionelle Erforschung der Schulen im Fokus (etwa der Lateinschulen), während die Grundschulen in ihrer vielfältigen vormodernen Form zwischen Stadt und Land kaum untersucht wurden. Die Dom- und Klosterschulen des Mittelalters wurden von weltlichen Schulen abgelöst und ergänzt, die Reformation und die katholische Konfessionalisierung waren wichtige Einflussfaktoren. Verschiedene Schultypen und Schulformen des konfessionellen und weltlichen Schulsystems werden im Seminar vorgestellt, etwa die Schulen der protestantischen Schulmeister, der Ursulinen, der Englischen Fräulein, der Jesuiten, der Piaristen der Waisenhäuser oder der Juden. Zentrale Einschnitte wie die theresianische Schulreform oder das Reichsvolksschulgesetz brachten Uniformierungen, aber auch die Nationalisierung bzw. stärker Politisierung der Schulen hervor. Neben der Institution sollen aber auch Schüler:innen und Lehrer:innen als Akteure (etwa über Selbstzeugnisse) oder das Lehrmaterial in den Blick geraten. Die archivalische Überlieferung der Schule (etwa Schulchroniken, Schülerlisten) und damit die Schule als vielschichtiger, performativer Akteur (etwa bei Prozessionen, Jubiläen und Aufmärschen) sind wenig erforschte Bereich einer Bildungsgeschichte der Neuzeit.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Beurteilung setzt sich aus mehreren Teilen zusammen: regelmäßige Teilnahme am Seminar und Beteiligung an der Diskussion (20%), kontinuierlicher Vorbereitung der Termine mit kleinen Übungen (10%), Konzepterstellung (Abstract, eigenständige Bibliographie) (19%) sowie einer schriftlichen Arbeit im Umfang von ca. 65.000 Zeichen (= ca. 25 Seiten Text) zusammen (51%).
Über die Bedingungen der erlaubten Anwendung von KI als Hilfsmittel ("Rules for Tools") wird in der ersten LV-Einheit informiert. Bei Plagiatsverdacht bzw. der unsachgemäßen Verwendung von KI muss eine mündliche Reflexion der abgegebenen schriftlichen Arbeiten vorsehen, die erfolgreich zu absolvieren ist.
Richtlinie zum Umfang von Seminararbeiten: Die zu verfassenden Seminararbeiten haben eine Länge von ca. 65.000 Zeichen, einschließlich Leerzeichen und Fußnoten, Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, Bibliographie, ohne Grafiken (= ca. 25 Manuskriptseiten 1½ zeilig, 12-Punkt-Times New Roman). Kurzzusammenfassungen (Abstracts) haben eine Normlänge von 1.000 Zeichen und sind in englischer Sprache zu verfassen.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Ohne Abgabe der schriftlichen Arbeit bis spätestens 15. September 2026 ist kein positiver Abschluss des Seminars möglich. Auch muss die schriftliche Arbeit positiv beurteilt werden, damit die LV insgesamt positiv abgeschlossen werden kann.

Prüfungsstoff

Siehe die vorherigen Einträge

Literatur

Notker HAMMERSTEIN, Bildung und Wissenschaft vom 16. bis zum 17. Jahrhundert (München 2003).
Elke KLEINAU, Claudia OPITZ (Hg.), Geschichte der Mädchen- und Frauenbildung, 2 Bde. (Frankfurt/Main 1996).
Franz-Michael KONRAD, Geschichte der Schule. Von der Antike bis zur Gegenwart (München 2007).
Heinz SCHILLING, Stefan EHRENPREIS (Hg.), Erziehung und Schulwesens zwischen Konfessionalisierung und Säkularisierung. Forschungsperspektiven. Europäische Fallbeispiele und Hilfsmittel (Münster 2004).
Horst SCHIFFLER, Rolf WINKELER, Tausend Jahre Schule. Eine Kulturgeschichte des Lernens in Bildern (Stuttgart 41994).
Anton SCHINDLING, Bildung und Wissenschaft in der Frühen Neuzeit 1650–1800 (München 21999).
Wolfgang SCHMALE, Nan L. DODDE (Hg.), Revolution des Wissens= Europa und seine Schulen im Zeitalter der Aufklärung (1750-1824). Ein Handbuch zur europäischen Schulgeschichte (Bochum 1991).
Peter URBANITSCH, „... das Schulwesen ist und bleibet allzeit ein Politicum ...“. Aspekte zur cisleithanischen Bildungsgeschichte 1848‒1918 (Wien 2025).

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

SP: Neuzeit, Österreichische Geschichte
MA Geschichte (Version 2019): PM2 Konzeption und Einübung selbstständiger Forschungsprozesse / PM 3 Durchführung eines selbstständigen Forschungsprozesses, SE Forschungsseminar (10 ECTS).
IDMA Zeitgeschichte und Medien (Version 2019): M3a Praktische Forschung und Darstellung I, SE Forschungsseminar (10 ECTS).

Letzte Änderung: Di 10.02.2026 10:25