Universität Wien
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070047 UE Methodenworkshop - "Verfolgungsbedingt entzogen". Arisierung, Restitution, Provenienzforschung (2026S)

Aryanization, restitution, provenance research

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

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Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

zwei zusätzliche Termine
16.3. 10-13 Uhr Führung und Workshop im Technischen Museum
23.3. 10-13 Uhr Führung und Workshop im Leopold Museum

  • Montag 09.03. 11:30 - 13:00 Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
  • Montag 16.03. 10:00 - 13:00 Ort in u:find Details
  • Montag 23.03. 10:00 - 13:00 Ort in u:find Details
  • Montag 13.04. 11:30 - 13:00 Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
  • Montag 20.04. 11:30 - 13:00 Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
  • Montag 27.04. 11:30 - 13:00 Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
  • Montag 04.05. 11:30 - 13:00 Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
  • Montag 11.05. 11:30 - 13:00 Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
  • Montag 18.05. 11:30 - 13:00 Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
  • Montag 01.06. 11:30 - 13:00 Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
  • Montag 08.06. 11:30 - 13:00 Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
  • Montag 15.06. 11:30 - 13:00 Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
  • Montag 22.06. 11:30 - 13:00 Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
  • Montag 29.06. 11:30 - 13:00 Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

NS-Raubkunst wie die "Goldene Adele" aus dem Belvedere, der Skandal um die Sammlung von Cornelius Gurlitt, Rückgabe kolonialer Kulturgüter - dies sind nur ein paar Stichworte, die heutzutage unter dem Begriff "Provenienzforschung" fallen. Provenienzforschung untersucht die Herkunft und Geschichte von Kulturgütern im jeweiligen historischen Kontext, wobei den Besitzverhältnissen und Entziehungskontexten besondere Aufmerksamkeit zukommt. Damit verbunden ist ein weltweit wachsendes Bewusstsein für das Kulturerbe (»Cultural Heritage«), dessen Definition und Schutz.
Seit rund 20 Jahren wird in Österreich und Deutschland, sei es in der Geschichtswissenschaft oder der Kunstgeschichte, nach NS-Raubgut geforscht, in vielen Fällen ist es zu Restitutionen an die rechtmäßigen (meist jüdischen) Eigentümer gekommen. Die Bandbreite reicht dabei von Gemälden über Sammlungen bis zu Patenten und Automobilen. Wegweisend für Rückgaben war die Verabschiedung des Österreichischen Kulturrückgabegesetzes von 1998 sowie die Einsetzung der Kommission für Provenienzforschung.
Seit 2018 wird parallel, angestoßen durch das Humboldt-Forum in Berlin, die Präsentation kolonialer Objekte unter dem Stichwort "Raubkunst" kontrovers diskutiert, auch das "Weltmuseum Wien" ist in diese Debatten eingebunden.
Schwerpunkt des Seminars liegt jedoch auf der NS-Raub-Debatte!
Das Seminar bietet Einführung und Überblick durch die Arbeit an konkreten Fallbeispielen, dabei steht das Thema Wien nach dem "Anschluss" 1938 und die Entrechtung/ Vertreibung jüdischer BürgerInnen im Mittelpunkt. Die Entwicklung eines Problembewusstseins für Fragen der Restitution ist Lernziel.
Es werden die verschiedenen Arbeitsfelder und Objektgruppen aus Museen und Institutionen vorgestellt und Debatten nachvollzogen. Im Rahmen von Kleingruppen werden anhand von Objekten Beispiele von NS-Raubgut und die Enteignungen ihrer BesitzerInnen erarbeitet und in der Projektvorstellung präsentiert. Aufbauend auf diesen Vorarbeiten wird eine Seminararbeit im Bereich Provenienzforschung geschrieben.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Seminarlektüre, Projektpräsentation (in Kleingruppen), Seminararbeit (ca. 20 Seiten). Es ist Teil der Seminaranforderungen, selbständig in Archiven zum Thema zu recherchieren. Abgabe der Seminararbeit bis zum 31.8.2026

Mindestanforderungen/ Beurteilungsmaßstab: Geübt werden der quellenkritische Umgang mit Quellen unterschiedlichen Typs zum Thema Provenienzforschung, die Projektpräsentation und die Bearbeitung eines selbstgewählten Themas für die Seminararbeit.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Seminarlektüre, Projektpräsentation (in Kleingruppen), Seminararbeit (ca. 20 Seiten). Es ist Teil der Seminaranforderungen, selbständig in Archiven zum Thema zu recherchieren. Abgabe der Seminararbeit bis zum 31.8.2026.

Mindestanforderungen/ Beurteilungsmaßstab: Geübt werden der quellenkritische Umgang mit Quellen unterschiedlichen Typs zum Thema Provenienzforschung, die Projektpräsentation und die Bearbeitung eines selbstgewählten Themas für die Seminararbeit.

Prüfungsstoff

Seminarlektüre, Projektpräsentation (in Kleingruppen), Seminararbeit (ca. 20 Seiten). Es ist Teil der Seminaranforderungen, selbständig in Archiven zum Thema zu recherchieren. Abgabe der Seminararbeit bis zum 31.8.2026.

Mindestanforderungen/ Beurteilungsmaßstab: Geübt werden der quellenkritische Umgang mit Quellen unterschiedlichen Typs zum Thema Provenienzforschung, die Projektpräsentation und die Bearbeitung eines selbstgewählten Themas für die Seminararbeit.

Literatur

Elisabeth Angermair (Hrsg.): Die Rosenthals. Der Aufstieg einer jüdischen Antiquarsfamilie zu Weltruhm. Wien 2002.
Sophie Lillie: Was einmal war. Handbuch der enteigneten Kunstsammlungen Wiens. Wien 2003.
Schriftenreihe der [Österreichischen] Kommission für Provenienzforschung, hier insb. Bd. 1, ... wesentlich mehr Fälle als angenommen. 10 Jahre Kommission für Provenienzforschung, 2009; Bd. 3, Kunst sammeln, Kunst handeln. Beiträge des Internationalen Symposiums in Wien, herausgegeben von Eva Blimlinger und Monika Mayer, 2012.
Murray G. Hall / Christina Köstner: ...Allerlei für die Nationalbibliothek zu ergattern... Eine österreichische Institution in der NS-Zeit. Wien: Böhlau 2006 (Kapitel "Die Bibliothek von Siegfried Fuchs")
Alexandra Reininghaus [Hg.]: Recollecting: Raub und Restitution. Ausstellung im MAK Wien, 03.12.2008 - 15.02.2009. Wien: Passagen Verlag 2008

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

EAR: Zeitgeschichte.
MA Geschichte (Version 2019): PM2 Konzeption und Einübung selbständiger Forschungsprozesse, UE Methodenworkshop (5 ECTS), Achtung: Nur zu einer anderen Methoden als im PM3 / PM3 Durchführung eines selbstständigen Forschungsprozesses, UE Methodenworkshop (5 ECTS), Achtung: Nur zu einer anderen Methoden als im PM2.
IDMA Zeitgeschichte und Medien (Version 2019): M2a Einführung in den Forschungsprozess und Methoden I, UE Methodenworkshop (5 ECTS), Achtung: Nur zu einer anderen Methoden als im M3b / M3b Praktische Forschung und Darstellung II, UE Methodenworkshop (5 ECTS), Achtung: Nur zu einer anderen Methode als im M2a.

Letzte Änderung: Mo 02.03.2026 09:26