Universität Wien FIND

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070077 SE BA-Seminar - Themen aus der Finanzgeschichte (2021W)

10.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
DIGITAL

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Nach derzeitigen Vorgaben kann die Lehrveranstaltung in Präsenz stattfinden. Der Hörsaal ist bei halber Kapazität ausreichend groß, um allen Teilnehmer*innen Platz (und Abstand) zu bieten. Um allen einen sicheren Besuch der LV zu ermöglichen, wird die Einhaltung der 3G-Regeln fallweise überprüft werden.

Freitag 01.10. 11:30 - 13:00 Hörsaal 7 Oskar-Morgenstern-Platz 1 1.Stock
Freitag 08.10. 11:30 - 13:00 Hörsaal 7 Oskar-Morgenstern-Platz 1 1.Stock
Freitag 15.10. 11:30 - 13:00 Hörsaal 7 Oskar-Morgenstern-Platz 1 1.Stock
Freitag 22.10. 11:30 - 13:00 Hörsaal 7 Oskar-Morgenstern-Platz 1 1.Stock
Freitag 05.11. 11:30 - 13:00 Hörsaal 7 Oskar-Morgenstern-Platz 1 1.Stock
Freitag 12.11. 11:30 - 13:00 Hörsaal 7 Oskar-Morgenstern-Platz 1 1.Stock
Freitag 19.11. 11:30 - 13:00 Hörsaal 7 Oskar-Morgenstern-Platz 1 1.Stock
Freitag 26.11. 11:30 - 13:00 Hörsaal 7 Oskar-Morgenstern-Platz 1 1.Stock
Freitag 10.12. 09:45 - 11:15 Hörsaal 7 Oskar-Morgenstern-Platz 1 1.Stock
Freitag 10.12. 11:30 - 13:00 Hörsaal 7 Oskar-Morgenstern-Platz 1 1.Stock
Freitag 17.12. 11:30 - 13:00 Hörsaal 7 Oskar-Morgenstern-Platz 1 1.Stock
Freitag 07.01. 11:30 - 13:00 Hörsaal 7 Oskar-Morgenstern-Platz 1 1.Stock
Freitag 14.01. 11:30 - 13:00 Hörsaal 7 Oskar-Morgenstern-Platz 1 1.Stock
Freitag 21.01. 11:30 - 13:00 Hörsaal 7 Oskar-Morgenstern-Platz 1 1.Stock
Freitag 28.01. 11:30 - 13:00 Hörsaal 7 Oskar-Morgenstern-Platz 1 1.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Im Fokus des Seminars stehen die Landesbanken, die die Kronländer der Habsburgermonarchie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ins Leben riefen. Anders als die sich im Besitz privater Eigentümer befindlichen Aktienbanken verfolgten die Landesbanken nicht notwendigerweise das Ziel möglichst hoher Profite, sondern verschiedene politische Agenden, die ihnen von der Landespolitik zugedacht wurden.
Ziel des Seminars ist die Erstellung einer eigenständigen, quellenbasierten Forschungsarbeit. Im Zentrum der Lehrveranstaltungseinheiten steht die Auswertung von gedruckten und ungedruckten Quellen, wie Gründungsdokumenten, Landtagsdebatten, Zeitungsartikeln, Schriftverkehr und Geschäftsberichten. Da alle BA-Arbeiten auf ähnlichem Quellenmaterial basieren, können methodische und inhaltliche Probleme leichter vergleichend diskutiert werden.
Gleichzeitig ermöglicht die Breite des Themas vielfältige Fragestellungen. So können die Landesbanken zum einen als Wirtschaftsunternehmen mit Fragen wie den Kriterien der Kreditvergabe, dem Risikomanagement, oder der Finanzierung betrachtet werden; zum anderen bildeten sie gleichzeitig ein Instrument der Landespolitik und ihrer Akteure. Je nach Kronland verfolgten sie unterschiedliche Aufgaben: der Unterstützung der Landwirtschaft, die sich unter dem Druck der ersten Globalisierung anpassen musste; der Finanzierung privater Immobilien in einer Phase starker Urbanisierung; die Finanzierung der dadurch notwendigen kommunalen Infrastruktur, wie Kanäle, Trinkwasserversorgung oder die Regulierung von Flüssen; die Erschließung des Landes durch Nebenbahnen; in rückständigeren Kronländern die Förderung der industriellen Entwicklung, der Verbreitung von Wissen über moderne Kreditformen unter der Bauernschaft und deren Schutz vor Wucher, eine Tätigkeit, die heute unter dem Schlagwort Finanzbildung laufen würde. Dabei ist die Verteilung der verfügbaren Ressourcen immer eine politische Entscheidung, zwischen verschiedenen politischen und wirtschaftlichen Interessensgruppen aber auch, und besonders in der Habsburgermonarchie, Streitpunkt und Verhandlungsobjekt in den Konflikten zwischen den verschiedenen nationalen Akteuren. Die Analyse der Landesbanken ermöglicht somit eine Perspektive auf vielfältige politische, soziale und wirtschaftliche Themen des 19. und 20. Jahrhunderts.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

• Vorbereitende Lektüre, Recherche und Vorbereitung von Quellenbeispielen, Diskussionsbeteiligung, begleitende Übungen zur Themenfindung und Erarbeitung der Bachelorarbeit, Präsentation eines Konzepts und Feed-back für andere Seminarteilnehmer*innen (30%)
• Zwei Gespräche (Besprechung des Konzepts der BA-Arbeit und Feed-back zur fertigen Arbeit) mit dem Lehrveranstaltungsleiter
• Abfassung einer Bachelorarbeit im Umfang von ca. 65.000 Zeichen, (± 10%), einschließlich Leerzeichen, Fußnoten, Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, Bibliographie, aber ohne Grafiken, und Erstellung einer englischsprachigen Kurzzusammenfassung (Abstract) von ca. 1.000 Zeichen (70%)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Es handelt sich um eine prüfungsimmanente LV, Anwesenheit ist erforderlich (maximal 2 Abwesenheiten) Für einen positiven Abschluss müssen alle Teilleistungen erbracht und positiv abgeschlossen werden. Die Gesamtnote ergibt sich aus den Teilleistungen nach dem oben angegebenen Schlüssel.

Prüfungsstoff

Es handelt sich um eine prüfungsimmanente Lehrveranstaltung.

Literatur

Wird zu Beginn der Lehrverstaltung bekanntgeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA Geschichte (2019): 10 ECTS
BA Geschichte (2012): 9 ECTS
BEd UF Geschichte: 8 ECTS

Letzte Änderung: Mi 01.12.2021 10:48