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070081 SE BA-Seminar - Soziale Ungleichheit und asymmetrische Abhängigkeit im Ostalpenraum (1300 - 1800) (2019W)

10.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 08.10. 13:15 - 14:45 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
Dienstag 15.10. 13:15 - 14:45 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
Dienstag 22.10. 13:15 - 14:45 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
Dienstag 29.10. 13:15 - 14:45 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
Dienstag 05.11. 13:15 - 14:45 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
Dienstag 12.11. 13:15 - 14:45 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
Dienstag 19.11. 13:15 - 14:45 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
Dienstag 26.11. 13:15 - 14:45 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
Montag 02.12. 13:15 - 18:15 Seminarraum 2, Währinger Straße 29 1.UG
Dienstag 03.12. 13:15 - 14:45 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
Dienstag 10.12. 13:15 - 14:45 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
Dienstag 07.01. 13:15 - 14:45 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
Dienstag 14.01. 13:15 - 14:45 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
Dienstag 21.01. 13:15 - 14:45 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
Dienstag 28.01. 13:15 - 14:45 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Soziale Ungleichheiten und ökonomische Ungleichverteilungen sind heute sowohl in nationalstaatlich als auch in global geführten Debatten ein Thema von hoher politischer Brisanz. Hatte man lange Zeit angenommen, dass die weltweite Durchsetzung von Menschenrechten und Demokratie auch gerechtere und egalitärere Gesellschaften hervorbringe, so haben die Unterschiede zwischen Arm und Reich in den letzten Jahren wieder massiv zugenommen.
Das fachwissenschaftliche Interesse an der Ungleichheit in einer longue-durée-Perspektive wächst. Hatte die Vormoderne lange Zeit meist als Negativfolie gedient, vor der sich die allmähliche Ausbildung und Ausbreitung der Errungenschaften der Moderne besser studieren ließ, ist die Zeit vor 1800 heute gerade für wirtschafts- und sozialgeschichtliche Fragestellungen zu einem ergiebigen Feld wissenschaftlicher Erkenntnis geworden. Wie „gerecht“ war die Welt des Mittelalters? Wie groß waren die Unterschiede zwischen den mittelalterlichen Ständen? Wie durchlässig war die vormoderne Gesellschaft für soziale Mobilität? Wie stark war die Abhängigkeit der Bauern, Hausangestellten und Handwerksgesellen von ihren jeweiligen Herren, und wie groß ihre tatsächliche Autonomie innerhalb bzw. jenseits der normativen Strukturen?
Das Bachelor-Seminar widmet sich diesen Fragen am Beispiel des Ostalpenraums, indem verschiedene Dimensionen von Ungleichheit in den Blick genommen werden: u.a. Stadt-Land-Relationen, Einkommens- und Vermögensverhältnisse, Steuern und Abgaben, Geschlechterordnungen und Arbeitsregime.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Nach der gemeinsamen Diskussion theoretisch-methodischer Grundlagentexte bereiten die Studierenden jede Woche eine Pflichtlektüre (Quellen und Fachliteratur) vor und formulieren auf der Online-Lernplattform vorab Verständnis- oder Diskussionsfragen zum jeweiligen Sitzungsthema.
Die Teilnehmer*innen können für ihren mündlichen Beitrag während des Semesters wählen zwischen:
(a) Vorstellung einer Quelle zum Sitzungsthema (historische Kontextualisierung, Quellenkritik, Forschungsfragen und Interpretationsansätze)
(b) Vorstellung des Forschungsstands zum Sitzungsthema (Klassiker und neuere Arbeiten zum Thema, methodische Herangehensweisen, Thesen und Kontroversen).

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

- Regelmäßige Teilnahme, Mitarbeit und Engagement in der Lehrveranstaltung (25%)
- Mündlicher Beitrag: 10-minütige Vorstellung einer Quelle bzw. des Forschungsstands zum Sitzungsthema (25%)
- Schriftliche Arbeit (50%)
o bis 21.01.2020: vorläufiger Titel, Exposé mit Abstract (mind. 1.000 Zeichen), vorläufiges Inhaltsverzeichnis und Bibliografie
o bis 28.02.2020: vorläufige Seminararbeit (fakultativ)
o bis 30.03.2020: Endfassung der Seminararbeit mit ca. 25 Manuskriptseiten, 1,5 zeilig, 12 Pkt. (=ca. 65.000 Zeichen, einschließlich Leerzeichen und Fußnoten, Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, Bibliografie, ohne Grafiken)

Prüfungsstoff

Literatur

- Guido Alfani/Matteoe Di Tullio, The Lion’s Share. Inequality and the Rise of the Fiscal State in Preindustrial Europe, Cambridge 2019.
- Elise M. Dermineur (Hg.), Women and Credit in Pre-Industrial Europe, Turnhout 2018.
- Josef Ehmer/Michael Mitterauer (Hgg.), Familienstruktur und Arbeitsorganisation in ländlichen Gesellschaften, Wien/Köln/Graz 1986.
- Alois Niederstätter, Das Jahrhundert der Mitte. An der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit (Österreichische Geschichte, Bd. 7: 1400-1522, hg. Herwig Wolfram), Ueberreuter 1996.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA Geschichte: BA-Seminar (9 ECTS) | BA UF GSP (Lehramtsstudium): Bachelormodul; Bachelorseminar (8 ECTS).

Letzte Änderung: Mi 28.08.2019 15:47