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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

070149 SE Seminar - Little Divergence (2018W)

Ungleiche wirtschaftliche Entwicklungspfade in Europa im Verlauf des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit

6.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 09.10. 16:00 - 17:30 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
Dienstag 16.10. 16:00 - 17:30 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
Dienstag 23.10. 16:00 - 17:30 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
Dienstag 30.10. 16:00 - 17:30 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
Dienstag 06.11. 16:00 - 17:30 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
Dienstag 13.11. 16:30 - 18:00 Kommunikationsraum WISO Hauptgebäude Stiege 6 ZG
Dienstag 20.11. 16:00 - 17:30 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
Dienstag 27.11. 16:30 - 18:00 Kommunikationsraum WISO Hauptgebäude Stiege 6 ZG
Dienstag 04.12. 16:30 - 18:00 Kommunikationsraum WISO Hauptgebäude Stiege 6 ZG
Dienstag 11.12. 16:00 - 17:30 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
Dienstag 08.01. 16:00 - 17:30 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
Dienstag 15.01. 16:00 - 17:30 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
Dienstag 22.01. 16:00 - 17:30 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
Dienstag 29.01. 16:00 - 17:30 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
Freitag 01.02. 09:00 - 16:00 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

In der europäischen Wirtschaftsgeschichtsschreibung gibt es, parallel zu derjenigen über eine „Great Divergence“ zwischen Europa und Asien, unter dem Schlagwort einer „Little Divergence“ seit geraumer Zeit eine anregende Debatte über die unterschiedlich Entwicklung der einzelnen europäischen Regionen im Hinblick auf wirtschaftliches Wachstum und den Wohlstand ihrer Bevölkerungen. Sie stellt einen Ausfluss umfangreicher Forschungen im Rahmen einer retrospektiven volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung dar und zielt darauf ab, den Beginn und Verlauf der wirtschaftlichen Differenzierung innerhalb Europas zu datieren und zu erklären. Als Wendepunkte dieser Entwicklung werden nicht mehr die Industrielle Revolution und die europäische Sattelzeit an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert, sondern bis ins Spätmittelalter zurückreichende Differenzierungsprozesse gesehen. Das – nicht unwidersprochen geblieben – Erklärungsmuster kreist um die Auswirkungen spezifischer schockartige Ereignisse und Prozesse auf unterschiedlich strukturierte, regionale Ökonomien und Gesellschaften. Als Schlüsselschocks werden der „Schwarze Tod“ Mitte des 14. Jahrhunderts, der Beginn der europäischen Expansion im 16. Jahrhundert und die Krise in einigen Regionen in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts identifiziert. Unterschiedliche Agrarregime, das Heiratsalter, die Flexibilität des Arbeitskräfteangebots, das Bildungsniveau und Abweichungen im Staatsbildungsprozess gelten als wesentliche strukturelle Faktoren in diesem Differenzierungsprozess.
Das Seminar zielt darauf ab, die bislang vorliegende Literatur zu dieser Thematik zu sichten und zu vergleichen. Den TeilnehmerInnen wird ein Verständnis der ihr zugrunde liegenden, teilweise komplexen wirtschaftsgeschichtlichen Methodik vermittelt. Sie werden dabei angeleitet, sich in einer eigenständigen schriftlichen Seminararbeit mit der vorliegenden Literatur kritisch auseinanderzusetzen, die bestehenden Erklärungsansätze abzuwägen, eventuell zu erweitern und sie auf diesbezüglich bislang wenig beforschte Regionen zu übertragen. Das Seminar endet mit einem ganztägigen Symposion, in dem die Ergebnisse der Seminararbeiten diskutiert werden.
Aufgrund der methodischen Ausrichtung dieser Forschungen sind eine gewisse Vertrautheit mit quantitativen Methoden der Wirtschaftsgeschichte, insbesondere der Umgang mit quantitativen Datenserien (Preise, Löhne, Produktionsziffern), und ein makroökonomisches Grundverständnis für die Teilnahme von Vorteil.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Anwesenheit, Mitarbeit, Qualität der Seminararbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur

Einführungsliteratur:
Stephen Broadberry, Accounting for the Great Divergence. LSE – Economic History Working Papers No. 184/2013 (online)
Stephen Broadberry et. al., British Economic Growth 1270-1870, Cambridge 2015
Alexandra M. De Pleijt/Jan Luiten Van Zanden, Accounting for the “Little Divergence”: what drove economic growth in pre-industrial Europe, 1300-1800? In: European Review of Economic History 20 (2016), 387-409.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

MA Geschichte (2014) PM 4 Mittelalter, Neuzeit, Globalgeschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte (6 ECTS); Diplom LA: Wirtschafts- und Sozialgeschichte (6 ECTS)

Letzte Änderung: Do 31.01.2019 11:27