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070158 SE BA-Seminar - Kriegswirtschaft. Perspektiven der Wissenschaftsgeschichte (2020W)

10.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Mittwoch 07.10. 18:30 - 20:00 Hybride Lehre
Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Mittwoch 14.10. 18:30 - 20:00 Hybride Lehre
Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Mittwoch 21.10. 18:30 - 20:00 Hybride Lehre
Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Mittwoch 28.10. 18:30 - 20:00 Hybride Lehre
Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Mittwoch 04.11. 18:30 - 20:00 Hybride Lehre
Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Mittwoch 11.11. 18:30 - 20:00 Hybride Lehre
Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Mittwoch 18.11. 18:30 - 20:00 Hybride Lehre
Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Mittwoch 25.11. 18:30 - 20:00 Hybride Lehre
Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Mittwoch 02.12. 18:30 - 20:00 Hybride Lehre
Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Mittwoch 09.12. 18:30 - 20:00 Hybride Lehre
Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Mittwoch 16.12. 18:30 - 20:00 Hybride Lehre
Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Mittwoch 13.01. 18:30 - 20:00 Hybride Lehre
Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Mittwoch 20.01. 18:30 - 20:00 Hybride Lehre
Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Mittwoch 27.01. 18:30 - 20:00 Hybride Lehre
Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die katastrophalen ökonomischen Verwerfungen des Ersten Weltkriegs erzeugten ein unfreiwilliges Laboratorium der Ökonomie. Regierungen und Unternehmen sahen sich zu unorthodoxen Schritten gezwungen. Die Materialschlachten erforderten eine Umlenkung aller verfügbaren Ressourcen in Richtung des Militärs; die geschlossenen Grenzen und unterbrochenen Handelsrouten führten zu abrupten Mangelsituationen vormals selbstverständlich verfügbarer Stoffe und Transportmittel. Kriegsökonomik unterscheiden Jacob Tanner und Valentin Groebner deshalb von den Typen der Markt- oder Planwirtschaft, sowie der Entwicklungsökonomik.
Lektürephase: Die Analysen aus dieser Zeit sind in Wien reichhaltig und ökonomiegeschichtlich folgenreich. Es wird zunächst im Original erschlossen: Das Votum für die „Naturalwirtschaft“ Otto Neuraths (1919), die neo-lamarkistischen Vorstellungen einer „Menschenökonomie“ (1911) des Soziologen Rudolf Goldscheid, aber auch die bedeutsamen Wortmeldungen der „Austrian Economics“ gehören hierher, da von Mises und von Hayek in der Socialist Calculation Debate den Positionen von Cläre Tisch, Oskar R. Lange und Abba P. Lerner widersprachen, die ein Ökonomie des „Neuen Menschen“ forderten.
Recherchephase: Gemeinsam wird die Österreichisch-Ungarische Serie der "Economic and Social History of the War" erarbeitet, die ab 1924 zu erscheinen begann. und die Kriegsverwaltung in ganz Europa zu kartieren versuchte. Veranlasst und finanziert durch die Carnegie Endowment for International Peace schrieben hohe Regierungsbeamte über ihre Verwaltungen. Beteiligt waren unter anderen Clemens Pirquet, der die American Relief Administration in Wien beriet und später zum Berater des Völkerbundes in Gesundheitsfragen aufstieg. Auch Friedrich von Wieser, ein namhaftes Mitglied der Wiener Schule des Marginalismus und Löwenfeld-Russ, der mit der Lebensmittelrationierung in Österreich befasst gewesen war, steuerten ihre Erfahrungen bei. Ziel der Einheit ist einerseits die Vertiefung der damaligen Theorien, einschlägigen Zeitschriften und Zirkel, andererseits die Online-Präsentation der Österreich-Ungarischen Serie.
Seminararbeitsphase: Das Seminar bietet nach der Lektürephase und der Recherchephase Gelegenheit, mögliche Anknüpfungspunkte für eigene Themenstellungen im weiteren Umfeld der Wissenschaftsgeschichte zu entwickeln und die Qualifikationsarbeit zügig und erfolgreich zu entwerfen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die ersten Sitzungen des Seminars werden für alle ausschließlich online stattfinden. Eine Einladung mit einem Link erfolgt gesondert am Tag der ersten Veranstaltung. In Abhängigkeit von der Gesamtsituation wird über Hybridlehre zu befinden sein. Für Risikogruppen wird eine Online-Teilnahme in jedem Fall ermöglicht.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Orientierungsfähigkeit im Fachgebiet, Kenntnis der wichtigsten Konzepte und Methoden der Wissenschaftsgeschichte, Fähigkeit zur eigenständigen Recherche in Fachbibliographien und Archivportalen, Vertrautheit mit exemplarischen Fällen, Maßstab ist zudem stets die generelle wissenschaftliche Befähigung: Originalität des Zugriffs, die Eigenständigkeit und Klarheit der Argumentation, kritischer Umgang mit dem Material, nuancierte Einschätzung der Forschungsliteratur, Tiefe der Recherche.

Prüfungsstoff

Der Stoff ergibt sich aus dem in einer Sprechstunde gemeinsam festgelegten Thema der Bachelorarbeit.

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA Geschichte (2019): 10 ECTS
BA Geschichte (2012): 9 ECTS
BEd UF Geschichte: 8 ECTS
Diplom UF Geschichte: 2. Abschnitt, Seminar 1 oder 2

Letzte Änderung: Mo 05.10.2020 09:48