Universität Wien

070180 PS BA-Proseminar - Frauen- und Geschlechtergeschichte (2021S)

Sportgeschichte als Geschlechtergeschichte. Zum Verhältnis von Sport und Geschlecht vom 19. bis ins 21. Jahrhundert

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
GEMISCHT

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Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Das PS findet online auf Moodle statt.
Geplant sind - vorausgesetzt die COVID-Bestimmungen lassen es zu - persönliche Treffen in der vorletzten (22.6.) und in der letzten Einheit (29.6.) in Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte. Änderungen werden rechtzeitig bekanntgegeben.

Dienstag 09.03. 16:45 - 18:15 Digital
Dienstag 16.03. 16:45 - 18:15 Digital
Dienstag 23.03. 16:45 - 18:15 Digital
Dienstag 13.04. 16:45 - 18:15 Digital
Dienstag 20.04. 16:45 - 18:15 Digital
Dienstag 27.04. 16:45 - 18:15 Digital
Dienstag 04.05. 16:45 - 18:15 Digital
Dienstag 11.05. 16:45 - 18:15 Digital
Dienstag 18.05. 16:45 - 18:15 Digital
Dienstag 01.06. 16:45 - 18:15 Digital
Dienstag 08.06. 16:45 - 18:15 Digital
Dienstag 15.06. 16:45 - 18:15 Digital
Dienstag 22.06. 16:45 - 18:15 Digital
Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
Dienstag 29.06. 16:45 - 18:15 Digital
Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Inhalt: Die Lehrveranstaltung soll Fragen nach der Kategorie Geschlecht im Sport aus historischer und globaler Perspektive bearbeiten. Dabei wird Geschlecht als grundlegende Kategorie sozialer Ordnung und als konstitutives Strukturmerkmal im Sport verstanden. Gefragt wird nach geschlechtlichen Normierungen, nach der Etablierung und Transformation von Geschlechterbildern sowie der realen Inklusion/Exklusion auf unterschiedlichen Ebenen. Entlang zeitlicher und räumlicher Achsen sollen Themen wie frühe sportliche Kollektivierungsformen in Vereinen (u.a. Fußball, Radfahren, Eislaufen) im 19. und frühen 20. Jahrhundert, geschlechtsspezifische Normierung und Disziplinierung von Körpern im Sport (NS-Zeit; UdSSR/DDR) sowie Aspekte der Globalisierung des Wettkampfsports von den 1970ern bis in die Gegenwart betrachtet werden.

Lehrziel: Den Studierenden soll der aktuelle Forschungsstand der immer populärer werdenden Sportgeschichte mit einem besonderen Fokus auf Geschlechterverhältnisse und -konstruktionen vermittelt werden. Die Studierenden sollen die Fähigkeit entwickeln, die Wirkungsmacht der Kategorie Geschlecht im Sport auf der Grundlage der Analyse von historischen Quellen - u.a. Printmedien, biografische Überlieferungen, (audio)visuelle Quellen - sowie Sekundärliteratur zu verstehen und in einem Erkenntnisprozess einzusetzen.

Methoden: Input der Lehrveranstaltungsleiterinnen sowie gemeinsame, von den Studierenden vorzubereitende Lektüre von Texten, Close-Reading-Einheiten in den Sitzungen, Quellen-Analysen, Posterpräsentationen mit Peer-Kommentaren, Anleitung der Studierenden bei Primärquellenrecherche in unterschiedlichen Archiven und Sammlungen, z.B. ANNO sowie Ariadne/ÖNB, Sammlung Frauennachlässe/Universität Wien sowie bei der Abfassung einer Proseminararbeit.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Regelmäßige aktive Teilnahme (Lektüre der Pflichttexte sowie Beteiligung an Diskussionen und Gruppenarbeiten)
Verfassen einer Rezension
Kurzreferat und PPP zu einem gewählten Thema
Feedback zu einem Kurzreferat
Kleinere schriftliche Fortschrittsberichte zur Proseminararbeit (Abstract, Literaturverzeichnis)
Schriftliche Proseminarbeit (ca. 15 Seiten, inkl. wissenschaftlichem Anmerkungsapparat und Bibliografie).

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Die Gesamtnote setzt sich aus den Teilleistungen zusammen.

Prüfungsstoff

Siehe Leistungskontrolle: Erbringung aller Hausaufgaben, Präsentation, inhaltliche Mitarbeit, PS-Arbeit

Literatur

Cara Carmichael Aitchison (Hg.), Sport & Gender Identities. Masculinities, femininities and sexualities, New York 2007.
Johanna Dorer/Matthias Marschik, Sportliche Avancen. Frauensport in Wien 1934-1938, in: Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften 27 (2016) 3, 94-116.
Johanna Gehmacher/Maria Mesner (Hg.), Frauen- und Geschlechtergeschichte: Positionen, Perspektiven, Innsbruck/Wien 2003.
Ilse Hartmann-Tews, Sportentwicklung in Europa unter Einbeziehung von Frauen, in: Aus Politik und Zeitgeschichte 26 (2004), 31-38, URL: https://www.bpb.de/apuz/28262/sportentwicklung-in-europaunter-
einbeziehung-von-frauen?p=all
Kirsten Heinsohn/Claudia Kemper, Geschlechtergeschichte, URL:
https://docupedia.de/zg/Geschlechtergeschichte
Matthias Marschik, Die Entwicklung der Sportgeschichtsforschung in Österreich. Ein Überblick, in: SportZeiten. Sport in Geschichte, Kultur und Gesellschaft 10 (2010) 2, 47-59.
Nils Neuber, Männliche Identitätsentwicklung und Sport, in: Ilse Hartmann-Tews (Hg.), Handbuch Sport und Geschlecht, Schorndorf 2006, 125-138.
Gertrud Pfister, Hürdenlauf. Frauen erobern den Sport, in: Ariadne. Forum für Frauen- und Geschlechtergeschichte (2016) 69, FrauenBewegung. Geschlechtergeschichte und Sport, 6-15.
Olaf Stieglitz/Jürgen Martschukat, Sportgeschichte, URL: http://docupedia.de/zg/Sportgeschichte
Stefan Wiederkehr, Frauensport und Männerwelt im Kalten Krieg, URL: http://www.europa.clioonline.de/site/lang__de/ItemID__403/mid__11558/40208424/Default.aspx

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

AER: Frauen- und Geschlechtergeschichte, Zeitgeschichte.
BA Geschichte (Version 2012): Bachelor-Modul 1, Proseminar (5 ECTS).
BA Geschichte (Version 2019): M6 Historisches Arbeiten, PS Proseminar (5 ECTS).
BEd UF GSP: UF GSP 04 Aspekte und Räume 2, PS Proseminar zu einem Fach (5 ECTS).
Interdisziplinäres MA Zeitgeschichte und Medien (Version 2016): M2a Einführung in den Forschungsprozess. Design und Methoden 1, PS aus Zeitgeschichte (5 ECTS).

Letzte Änderung: Fr 12.05.2023 00:13