Universität Wien
Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

070228 SE BA-Seminar - Umwelt und Umweltschutz im Staatssozialismus (2025W)

10.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

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Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Lehrender: Lars Stöcker

  • Montag 06.10. 13:00 - 16:00 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
  • Montag 13.10. 13:00 - 16:00 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
  • Montag 20.10. 13:00 - 16:00 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
  • Montag 27.10. 13:00 - 16:00 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
  • Montag 03.11. 13:00 - 16:00 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
  • Montag 10.11. 13:00 - 16:00 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
  • Montag 17.11. 13:00 - 16:00 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
  • Montag 24.11. 13:00 - 16:00 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
  • Montag 01.12. 13:00 - 16:00 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
  • Montag 15.12. 13:00 - 16:00 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Debatte über das Verhältnis der staatssozialistischen Regime Ostmittel- und Osteuropas zu Natur- und Umweltschutz stand lange im Zeichen des "Ökozid"-Begriffs. Nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Regime östlich der Elbe entfaltete sich das ganze Ausmaß der massiven Umweltzerstörungen, nicht nur an Industriestandorten und in ehemaligen militärischen Sperrgebieten. Damit wurde der Staatssozialismus zum Synonym für forcierte Industrialisierung und Raubbau natürlicher Ressourcen ohne Rücksicht auf die Lebenswelten und lokalen Communities der von den Langzeitfolgen betroffenen Menschen.
Die Aktualität umweltpolitischer Debatten im Zeichen des Klimawandels haben zu einer Wiederbelegung ökosozialistischer Konzepte geführt, die auch zu einer Neubewertung der Umweltpolitik der staatssozialistischen Regime des vergangenen Jahrhunderts aufrufen. Auch die Geschichtswissenschaft zeichnet durch die Fokussierung auf gesellschaftliche Bewegungen und Kräfte auch außerhalb oppositioneller Strukturen mittlerweile ein stärker nuanciertes Bild des Natur- und Umweltschutzes im Staatssozialismus, in dem das Phänomen einer spezifischen "communist environmentality" (Edward Snajdr) im Mittelpunkt steht. Neben der Diversität der Akteure kommen so auch unerwartete Strukturen zum Vorschein, die auf die Zwischenkriegszeit und sogar auf das imperiale Zeitalter vor 1914 zurückgehen.
Das BA-Seminar bietet eine Einführung in das noch recht junge Feld der Umweltgeschichte anhand von Schlüsseltexten zum Thema Umwelt und Staatssozialismus, die in der ersten Semesterhälfte diskutiert werden. Dabei werden nicht nur wirtschafts- und sozialgeschichtliche sowie klassische diplomatiegeschichtliche Perspektiven erörtert, sondern auch postkoloniale und transnationale Ansätze. In der zweiten Semesterhälfte erarbeiten die Studierenden eigenes Wissen im Rahmen eines selbstgewählten Schwerpunkts. Ziel der Lehrveranstaltung ist die Erarbeitung einer eigenständigen, quellen- und forschungsbasierten Bachelorarbeit, deren Rohfassung in Form einer mündlichen Präsentation im Seminarplenum präsentiert werden soll.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Leistungsbeurteilung erfolgt auf Grundlage der Bewertung der a) aktiven Teilnahme an der Diskussion der Lektüretexte und des Peer-Feedbacks zu den mündlichen Präsentationen der Kommilitoninnen und Kommilitonen, b) der mündlichen Präsentation des selbstgewählten Themenschwerpunkts, und c) der schriftlichen Leistung, die sich aus einem Exposé und einer BA-Arbeit zusammensetzt.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Voraussetzung für eine positive Beurteilung sind die regelmäßige Anwesenheit (mindestens 80%), regelmäßige Teilnahme an den Diskussionen, das Abhalten eines mündlichen Referats (10-15 Minuten) sowie die fristgerechte Einreichung eines zweiseitigen Exposés (Arbeitstitel, Forschungsfrage und -thesen, Forschungsstand, Bibliographie) sowie einer forschungsbasierten BA-Arbeit (65.000 (+/- 5%) Zeichen inkl. engl. Abstract (1.000 Zeichen), Leerzeichen, Fußnoten, Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, Bibliographie, exkl. Graphiken oder Annex = ca. 25 Manuskriptseiten, 1,5-zeilig, 12 Pkt.).

Prüfungsstoff

s.o.

Literatur

Wird im Laufe des Semesters auf Moodle bereitgestellt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

EAR: Zeitgeschichte.
BA Geschichte (Version 2019): PM7 Bachelor-Modul, SE Seminar (10 ECTS).
BEd UF GP (Version 2014): UF GP 12 Bachelormodul, SE BA-Seminar für GP (9 ECTS).

Letzte Änderung: Mo 06.10.2025 20:26