Universität Wien

070260 UE Guided Reading Zeitgeschichte (2025W)

Propaganda und Widerstand

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Dienstag 14.10. 15:00 - 16:30 Seminarraum 8, Kolingasse 14-16, OG01
  • Dienstag 21.10. 15:00 - 16:30 Seminarraum 8, Kolingasse 14-16, OG01
  • Dienstag 28.10. 15:00 - 16:30 Seminarraum 8, Kolingasse 14-16, OG01
  • Dienstag 04.11. 15:00 - 16:30 Seminarraum 8, Kolingasse 14-16, OG01
  • Dienstag 11.11. 15:00 - 16:30 Seminarraum 8, Kolingasse 14-16, OG01
  • Dienstag 18.11. 15:00 - 16:30 Seminarraum 8, Kolingasse 14-16, OG01
  • Dienstag 25.11. 15:00 - 16:30 Seminarraum 8, Kolingasse 14-16, OG01
  • Dienstag 02.12. 15:00 - 16:30 Seminarraum 8, Kolingasse 14-16, OG01
  • Dienstag 09.12. 15:00 - 16:30 Seminarraum 8, Kolingasse 14-16, OG01
  • Dienstag 16.12. 15:00 - 16:30 Seminarraum 8, Kolingasse 14-16, OG01
  • Dienstag 13.01. 15:00 - 16:30 Seminarraum 8, Kolingasse 14-16, OG01
  • Dienstag 20.01. 15:00 - 16:30 Seminarraum 8, Kolingasse 14-16, OG01
  • Dienstag 27.01. 15:00 - 16:30 Seminarraum 8, Kolingasse 14-16, OG01

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

In vielen gesellschaftlichen Debatten des 20. Jahrhunderts waren „Propaganda“ und „Widerstand“ zwei häufig gebrauchte Vokabeln, die auch heute immer wieder hervorgeholt werden. Der Kurs spürt der jüngeren Geschichte beider Begriffe nach, die durch viele Umdeutungen und Bedeutungsverschiebungen gekennzeichnet ist. So ist die Trennung von „Propaganda“ und „Public Relations“ in den 1910er und 1920er Jahren zwar genau zu beobachten allerdings ohne jemals allgemeingültig geworden zu sein. Genauso wurde Widerstand historisch kaum eindeutig im Sinne eines Kampfes gegen eine bestimmte Regierungsform verstanden.

Untersucht werden Schnittstellen verschiedener Wissensfelder, an denen spezifische Konnotationen von Propaganda und Widerstand entstanden oder verabschiedet wurden. Beide Begriffe lassen sich historisch jeweils als Effekte komplexer Zusammenspiele sozialer, kultureller, politischer, ökonomischer, wissenschaftlicher usw. Aspekte beschreiben. Anhand ausgewählter Quellen werden verschiedene historische Kontexte betrachtet, in denen Propaganda und Widerstand mit positiven oder negativen Bezug verwendet wurden. Dabei sollen insbesondere Institutionen, Praktiken, Figuren und Konzepte beleuchtet werden. In einem zweiten Schritt werden analytische Potenziale der Begriffe als Konzepte geschichtswissenschaftlicher Forschung eruiert. Schließlich wird es auch darum gehen über das stets sich wandelnde Verhältnis zwischen analytischen Konzepten und (politischer) Alltagskommunikation zu sprechen und über die Möglichkeit, Bedeutung und Konsequenzen präziser geschichtswissenschaftlicher Sprache nachzudenken – so etwa im Rahmen von Musealisierung, aber auch im Hinblick auf Unterrichtskontexte.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Abstract: aktive Teilnahme an den Kurssitzungen (Vorbereitung, Diskussion etc.), regelmäßige syn- und asynchrone schriftliche (Recherchen, Kurztexte) und Präsentationsübungen, peer feedback (schriftlich und mündlich)

Näheres zu den schriftlichen und Präsentationsübungen wird laufend in den Kurssitzungen und per Moodle kommuniziert. Die schriftlichen Aufgaben sind fristgerecht vorzubereiten und hochzuladen, bei rechtzeitiger Nachricht (per E-Mail) werden Fristverlängerungen bzw. Nachreichungen aus triftigen Gründen (Care-Arbeit, Krankheit, Erwerbsarbeit etc.) gewährt.

Die eingereichten schriftlichen Aufgaben werden in den Kurssitzungen in Kleingruppen gelesen, schriftlich kommentiert und besprochen (peer feedback) und können anschließend überarbeitet und final eingereicht werden. Nach Absprache mit dem Kursleiter können die Aufgaben noch einmal zur Verbesserung überarbeitet und bis spätestens 10. Februar 2026 neu eingereicht werden.

Insgesamt können 100 Punkte erreicht werden, die sich auf drei Bereiche verteilen:
a) Mitarbeit (0-30 Pkt.) – Regelmäßige Beteiligung am Seminargespräch und kleineren Übungen im Rahmen der synchronen Phasen (Plenum und Kleingruppe). Anwesenheit allein zählt nicht als Beitrag.
b) Peer Feedback (0-20 Pkt.) – schriftliche Vorbereitung und mündlich in Kleingruppen.
c) Schriftliche und Präsentationsübungen (0-50 Pkt.) – s.o.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Zur Erfassung der Kursinhalte ist eine regelmäßige, vorbereitete Teilnahme an allen (synchronen und asynchronen) Kursteilen nicht nur maßgeblich, sondern bezüglich der Gruppenformate (peer review etc.) auch eine Frage des respektvollen Umgangs in der Gruppe. In begründeten Fällen (Care-Arbeit, Krankheit, Erwerbsarbeit etc.) ist das entschuldigte Fernbleiben von einzelnen Sitzungen möglich. Bei häufigen Ausfällen können in Absprache mit dem Kursleiter Ausgleichsarbeiten angefertigt werden.

Die 100 zu erreichenden Punkte werden auf eine Notenskale abgebildet (5=0-49; 4=50-62; 3=63-75; 2=76-88; 1=89-100). Um den Kurs zu bestehen müssen 1) mindestens 50 Punkte erreicht werden und 2) in allen drei Bewertungsbereichen 50% der Punkte erreicht werden. Darüber hinaus muss jede Einzelleistung eingereicht werden.

Der Kurs ist mit 5 ECTS, also 125 (Zeit-)stunden kalkuliert. Die Präsenzanteile machen lediglich etwa 30 Stunden aus. Nehmen Sie sich also entsprechend Zeit für die Lektüre der bereitgestellten Kursliteratur, für Hintergrundrecherchen, die schriftliche Arbeit an Hausübungen, das schriftliche peer feedback etc.

Prüfungsstoff

siehe oben

Literatur

Wird im Kurs bekannt gegeben und per Moodle zur Verfügung gestellt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

EAR: Zeitgeschichte.
BA Geschichte (Version 2019): PM5 Vertiefung, UE Guided Reading (5 ECTS).
EC Historische EAR im Überblick (Version 2021): APM M1a Epochen, UE Guided Reading zu einer Epoche (5 ECTS).

Letzte Änderung: Fr 10.10.2025 17:25