Universität Wien

070300 UE Methodenworkshop (2026S)

Unsichtbare Arbeit? Die Familie als ökonomischer Schauplatz vom Ende des 19. bis zum Ende des 20. Jahrhunderts

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

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Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Dienstag 10.03. 16:45 - 18:15 Seminarraum 8, Kolingasse 14-16, OG01
  • Dienstag 24.03. 16:45 - 18:15 Seminarraum 8, Kolingasse 14-16, OG01
  • Dienstag 14.04. 16:45 - 18:15 Seminarraum 8, Kolingasse 14-16, OG01
  • Dienstag 21.04. 16:45 - 18:15 Seminarraum 8, Kolingasse 14-16, OG01
  • Dienstag 28.04. 16:45 - 18:15 Seminarraum 8, Kolingasse 14-16, OG01
  • Dienstag 05.05. 16:45 - 18:15 Seminarraum 8, Kolingasse 14-16, OG01
  • Dienstag 12.05. 16:45 - 18:15 Seminarraum 8, Kolingasse 14-16, OG01
  • Dienstag 19.05. 16:45 - 18:15 Seminarraum 8, Kolingasse 14-16, OG01
  • Dienstag 02.06. 16:45 - 18:15 Seminarraum 8, Kolingasse 14-16, OG01
  • Dienstag 09.06. 16:45 - 18:15 Seminarraum 8, Kolingasse 14-16, OG01
  • Dienstag 16.06. 16:45 - 18:15 Seminarraum 8, Kolingasse 14-16, OG01
  • Dienstag 23.06. 16:45 - 18:15 Seminarraum 8, Kolingasse 14-16, OG01
  • Dienstag 30.06. 16:45 - 18:15 Seminarraum 8, Kolingasse 14-16, OG01

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Nicht zuletzt in der Covid-19-Pandemie wurde betont, dass Sorgearbeit, auch Hausarbeit, zu wenig wertgeschätzt und viel zu häufig unsichtbar gemacht wird. Das Seminar nimmt Diskussionen um die Sichtbarmachung von häuslicher Arbeit als Ausgangspunkt für die Erforschung der längeren Geschichte der Familie und ihrer ökonomischen Aspekte. Oft quer zu den Trennlinien von „privat“ und „öffentlich“ ist die Familie wesentlicher Bestandteil wirtschaftlichen Lebens, bestimmender Faktor sozialer Klasse und primärer Ort gesellschaftlicher Reproduktion. Zudem tritt sie als Interventionsobjekt und -instrument in Erscheinung, wenn es etwa um Armutsbekämpfung oder Migrationssteuerung geht. Aus diesem Blickwinkel kann Sichtbarmachen ein emanzipatorischer oder reformerischer Akt sein, genauso wie das Beharren auf Unsichtbarkeit auch Autonomie oder Widerstand bedeuten kann – nicht zuletzt wenn es um die Funktion der Normfamilie geht.

Ziel des Seminars ist es, Primärtexte und Archivmaterial vom Ende des 19. bis zum Ende des 20. Jahrhunderts mit historischer Forschungsliteratur an der Schnittstelle von Wissenschafts- und Sozialgeschichte zu verknüpfen. Mithilfe einer Reihe von Fallstudien (von administrativen Surveys wohlfahrtsstaatlicher Verwaltung zur Ratgeberliteratur der Hauswirtschaftslehre zu den Einsichten feministischer Bewegungen) fragen wir nach unterschiedlichen Strategien des Sichtbarmachens: Auf welche Weise und mit welchen Effekten konzipieren verschiedene Wissens- und Interventionsformen die Familie bzw. den Haushalt? Wie verhalten sich verschiedene Formen der Sichtbarmachung (etwa Zählungen, Messungen oder Erfahrungsaustausch) zu unterschiedlichen Absichten, das soziale und ökonomische Leben von Menschen verändern zu wollen?

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Regelmäßige Teilnahme, kontinuierliche aktive Mitarbeit; Präsentation und Analyse von Quellenmaterial auf Basis der kennengelernten Ansätze und Methoden; schriftliche Analyse der Quellen und Reflexion des Ansatzes.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Die Beurteilung erfolgt anhand folgender schriftlicher und mündlicher Aufgaben:
- 30% Aktive Teilnahme in allen Sitzungen
Lektüre und Diskussion, gründliche Vorbereitung mithilfe der jeweiligen Aufgabenstellung
- 30% Mündlicher Input in einer Sitzung
Sie erarbeiten, interpretieren und präsentieren eine Quelle oder einen Forschungstext mithilfe der besprochenen Problematisierungen und Fragestellungen
- 40% Essay
Quelleninterpretation, wie wir sie im Laufe des Seminars erprobt haben, max. 15.000 Zeichen

Prüfungsstoff

Erarbeitung der Lektüre und des Quellenmaterials - beides wird auf Moodle zur Verfügung gestellt

Literatur

Zum Schmökern:
Evke Rulffes, Die Erfindung der Hausfrau: Geschichte einer Entwertung, Hamburg 2022.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

SP: Fraue- und Geschlechtergeschichte, Wissenschaftsgeschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte
MA Geschichte (V2019): PM2 / PM3 - Methodenworkshop (5 ECTS).

Letzte Änderung: Mo 02.03.2026 09:26