Universität Wien
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070327 SE Seminar - SS-Polizeiregimenter: Widerstand, Repression, Erinnerung (2026S)

8.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

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Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Freitag 06.03. 09:45 - 13:00 Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
  • Freitag 13.03. 09:45 - 13:00 Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
  • Freitag 27.03. 09:45 - 13:00 Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
  • Freitag 17.04. 09:45 - 13:00 Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
  • Freitag 24.04. 09:45 - 13:00 Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
  • Freitag 22.05. 09:45 - 13:00 Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Das Seminar untersucht Reserve-Polizeibataillone als Exekutive gewaltsamer völkischer Politik und der Repression antinazistischen Widerstands zwischen 1939 und 1945. Der Fokus liegt auf einigen jener dieser Einheiten der Ordnungspolizei, die nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich in den Alpen- und Donaugauen gebildet, 1942 in die SS-Polizeiregimenter 18 (RPb 312) und 19 (RPb 171, 181) integriert und u. a. in Kärnten, Slowenien, Griechenland und Frankreich eingesetzt wurden. Hinzu kommt das SS-Polizeiregiment 13 (insb. RPb 6), das 1944 nach Kärnten und Slowenien zur Bekämpfung des Partisanenwiderstands verlegt wurde und Ende April 1945 das Massaker am Peršmanhof verübt hat. Alle drei SS-Polizei-Regimenter wurden erst ansatzweise erforscht. Wir analysieren Organisation, personelle Zusammensetzung, Zusammenarbeit mit Gestapo und Wehrmacht, Einsatzverläufe in Europa mit Fokus auf Kärnten und die besetzten Gebiete in Südost- und Westeuropa und fragen nach der juristischen Ahndung von Verbrechen und der Erinnerung daran bis heute, etwa am Beispiel des Muzej/Museum Peršman. Die Studierenden arbeiten mit Primärquellen unterschiedlichen Typs: Einsatz und Lageberichten, Befehlen, Personalakten, Gerichtsakten, Korrespondenzen und Fotomaterial.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Aktive Mitarbeit inkl. Erarbeitung des Forschungsstands
Verfassen einer Seminararbeit oder eines Forschungskonzepts
Präsentation von Arbeitsergebnissen im Team

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Mindestanforderung: regelmäßige Teilnahme, Erfüllung und positive Bewertung aller Aufgaben.

Prüfungsstoff

Literatur

Browning, Christopher: Ganz normale Männer. Das Reserve-Polizeibataillon 101 und die „Endlösung“ in Polen, Hamburg 2024 (5. Auflage, urspr. 1993)
Curilla, Wolfgang, Die deutsche Ordnungspolizei und der Holocaust im Baltikum und in Weissrussland 1941–1941
Curilla, Wolfgang, Der Judenmord in Polen und die deutsche Ordnungspolizei 1939–1945, Paderborn 2011.
Curilla, Wolfgang, Die deutsche Ordnungspolizei im westlichen Europa 1940–1945, Paderborn 2020.
Ferenc, Tone/Godeša, Bojan, Die Slowenen unter der nationalsozialistischen Herrschaft 1941–1945, in: Nećak, Dušan et al. (Hg.), Slovensko-avstrijski odnosi v 20. stoletju/Slowenisch-österreichische Beziehungen im 20. Jahrhundert, Ljubljana 2004, 219–268.
Klein, Ralph, Das Polizei-Gebirgsjäger-Regiment 18: Massaker, Deportation, Traditionspflege, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 55 (2007) 1, 41–64.
Klemp, Stefan, „Nicht ermittelt“. Polizeibataillone und die Nachkriegsjustiz – Ein Handbuch, Berlin 2022 (3. Auflage).
Stiller, Alexa, Völkische Politik. Praktiken der Exklusion und Inklusion in polnischen, französischen und slowenischen Annexionsgebieten 1939–1945, Göttingen 2022 (insb. zu Slowenien, 614–684)
Eine ausführliche Literaturliste und Primärquellen werden im Seminar bekannt gegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

EAR: Zeitgeschichte.
MEd UF GP (Version 2015): UF MA GP 01 Fachwissenschaft , SE Vertiefungsseminar 1: Quellenkunde und Quellenkritik (6 ECTS).
MA Geschichte (Version 2019): PM4 Individuelle Schwerpunktsetzung, SE Seminar aus Geschichte (8 ECTS).
IDMA Zeitgeschichte und Medien (Version 2019): M4a SE Seminar zu Zeitgeschichte und Medien, SE Seminar aus Zeitgeschichte (8 ECTS) / M4b Wahlbereich - Spezialthemen zu Zeitgeschichte und Medien II, SE Seminar (8 ECTS, Bereich Zeitgeschichte).

Letzte Änderung: Fr 06.03.2026 12:26