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070339 SE Seminar (2017W)

Critical Whiteness Studies: global- und geschlechtergeschichtliche Schlüsseltexte

6.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Mittwoch 18.10. 14:00 - 17:00 Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
Mittwoch 08.11. 14:00 - 17:00 Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
Mittwoch 22.11. 14:00 - 17:00 Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
Mittwoch 06.12. 14:00 - 17:00 Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
Samstag 16.12. 12:00 - 16:30 Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
Mittwoch 10.01. 14:00 - 17:00 Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Was ist weiß? Wie kommt es, dass Weiß so oft eine Form von Mächtigkeit bezeichnet? Wie funktioniert Whiteness in Gesellschaften, die weiß dominiert sind, und wie in solchen, in denen das nicht der Fall ist? Kritische Whitenessforschung entstand, wie es meist heißt, Anfang der 1990er Jahre in den USA. Im Laufe der 2000er auch im deutschsprachigen Raum „angekommen“, wirft sie wiederum Fragen nach Geschichte und Gegenwart europäischer kolonialer und rassistischer Strukturen auf.
Wir nehmen Bild- und Textzitate, die in der Kritischen Weißseinsforschung besonders häufig verwendet werden, als Ausgangspunkt und beschäftigen uns im Lauf des Semesters mit einigen global- und geschlechtergeschichtlich orientierten "Schlüssel"-Autor*innen der Critical Whiteness Studies.
Ein wichtiger Bezugspunkt der LV ist somit die Verbindung des tendenziell transdisziplinären Ansatzes der Critical Whiteness Studies mit Fragestellungen der feministischen Theorie und der Postcolonial, der Queer, auch der Disabilities Studies. Wir werden weitere verwandte Analyseansätze wie den der "Dominanzkultur" oder des "Kritischen Okzidentalismus" thematisieren und uns mit Verbindungen zwischen der theoretischen Kritik weißer Hegemonie einerseits und politischer Handlungsfähigkeit andererseits befassen.
Ziel ist es also zunächst, zentrale Fragestellungen und Forschungsansätze der Critical Whiteness Studies kennenzulernen und sich mit Basistexten und wichtigen Argumentations-figuren in diesem Bereich auseinanderzusetzen. Dabei wollen wir zu begreifen versuchen, was Critical Whiteness als ein Paradigma globalgeschichtlich orientierter Hegemoniekritik leistet, und auch, wo ihre Grenzen liegen. Weiteres Ziel ist schließlich, die mögliche Einschreibung weißer Positionierungen in die eigenen Arbeits- und Forschungszugänge kritisch reflektieren zu können.
Arbeitsformen: Kurz-Inputs der LV-Leiterin; Durcharbeitung, Präsentationen und Diskussion zu gemeinsamen Pflichttexten in Kleingruppen und im Plenum; Arbeit mit visuellem Material (Bilder, Film); Gruppen- oder evtl. Einzel-Referate der Teilnehmer*innen zu den Seminararbeitshemen; schriftliche Seminararbeit.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

schriftliche und mündliche Zwischenleistungen; schriftliche Abschlussarbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Regelmäßige Anwesenheit (80% der LV-Zeit), aktive Beteiligung am Diskussionsprozess, Interesse an einer Auseinandersetzung mit dem Thema sowie Bereitschaft zur Gruppenarbeit werden vorausgesetzt.
Aufgabenstellungen und ihre Gewichtung: kürzere Ausarbeitungen zu den Pflichttexten und -materialien (ca. 25%), ausführliche mündliche Gruppen-, evtl. Einzelpräsentation zum Seminararbeitsthema (ca. 25%), schriftliche Abschlussarbeit (ca. 50%).
Für einen positiven Abschluss muss jede der Aufgaben positiv erfüllt sein.

Prüfungsstoff

Literatur

Die genaue Übersicht über die Pflichttexte und über die Literatur für Seminararbeitsthemen steht ab Beginn der LV zur Verfügung; Tipps zur weiterführenden Lektüre werden während des Semesters laufend erweitert und ergänzt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

PM4: Frauen- und Geschlechtergeschichte, Globalgeschichte
Diplom UF: Frauen - und Geschlechtergeschichte, Politikgeschichte

Letzte Änderung: Fr 31.08.2018 08:42