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070374 SE Seminar - Kunst und Kitsch: Eine (un)zeitgemäße Fragestellung (2019S)

6.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine

Die Lehrveranstaltung findet an der Universität für Angewandte Kunst Wien (Oskar Kokoschka-Platz 2, 1010 Wien) statt.

BEGINN: 13. März 2019, 12:00-13:30 Uhr
2. Termin: 20. März 2019, 12:00-13:30 Uhr

ORT: Seminarraum 3, 1010 Wien, Oskar-Kokoschka-Platz 2, Dachgeschoß.

Die weiteren Termine:
Fr, 29.03., 15:00 – 16:30 Uhr, Einführung und Diskussion der Thematik,
Besprechungsraum 21, Vordere Zollamtsstraße 7, 4. Stock
Fr, 12.04., 14:30 – 19:00 Uhr, Fachliteraturblock, Referate, Diskussion themenbezogener Fachliteratur; Café Maria Treu, Sondergastraum, Maria Treu Gasse / Piaristengasse
Fr, 03.05., 15:00 – 17:30 Uhr, Fortsetzung Fachliteraturblock
Café Maria Treu, Sondergastraum
Fr, 31.05., 15:00 – 17:30 Uhr, Besprechung der Seminararbeitskonzepte
Café Maria Treu, Sondergastraum
Fr, 21.06., 14:00 – 19:30 Uhr, Abschlussblockveranstaltung (Ort wird bekannt gegeben)


Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

In den Diskursen und Narrativen über Kunst und Kitsch, über den Gegensatz zwischen Schönem und Erhabenem einerseits und dem Alltäglichen und Banalen andererseits spiegeln sich paradigmatisch aktuelle Vorstellungen über den Wert von Dingen, über Werte und Qualitäten und deren Kriterien im Allgemeinen. Von den tradierten humanistischen Werten der Aufklärung – gut, wahr und schön – ist unter den Bedingungen der kapitalistischen Konsumgesellschaft vor allem das Schöne von höchster Aktualität. Die Speisen sollen schön sein, die Wohnungen, die Kleider, die Tattoos und Piercings, natürlich der Körper, an dem all die Schmuckelemente appliziert werden. Die Alltagsästhetik ist normativ; bei ihr zählt die Quote; bei der Kunstästhetik zählen Idee, Urteil und Vision von intellektuellen Eliten. Beide Ästhetiken sind in hohem Maß kontextbezogen. Über die Ironisierung des Kitsches und des „schlechten Geschmacks“ kommen die Alltagskultur, das Populare und das Populäre über einen Umweg wieder in die Kunst. Der Filmemacher John Waters urteilt: „Um schlechten Geschmack zu genießen braucht man einen sehr guten Geschmack.“

In der Lehrveranstaltung geht es aus kulturwissenschaftlicher, historisch-anthropologischer, ethnographischer, kunsthistorischer und künstlerischer Perspektive um eine Ordnung der Diskurse, der kulturwissenschaftlichen, künstlerischen und alltäglichen Begrifflichkeiten und Redeweisen über den Alltag, das Schöne, die Kunst und die Ästhetik.

Das Seminar bezweckt, KünstlerInnen (Universität für angewandte Kunst Wien) und HistorikerInnen (Universität Wien) in eine interdisziplinäre Diskussions- und Arbeitsgemeinschaft zu bringen.

Im Rahmen des Seminars werden aktuelle Diskurse analysiert und weiterentwickelt und aktuelle Fachliteratur besprochen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Referat eines themenbezogenen Buches (Thesenblatt 3.000 - 4.000 Zeichen)

Seminararbeit zu einem Thema, das mit dem Buchreferat zu tun haben kann, aber nicht zu tun haben muss (ca. 25.000 Zeichen)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

MA Geschichte 14: SE aus Geschichte im Pflichtmodul 4 (6 ECTS) | Diplom UF Geschichte, Sozialkunde & Politische Bildung: Seminar zu Wirtschafts- und Sozialgeschichte (6 ECTS)

Letzte Änderung: Fr 23.08.2019 15:07