Universität Wien FIND

070444 VO Kulturen der "Sicherheit" in Lateinamerika (2007W)

3.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte

Details

Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Mittwoch 10.10. 09:00 - 11:00 Hörsaal 41 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8
Mittwoch 17.10. 09:00 - 11:00 Hörsaal 41 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8
Mittwoch 24.10. 09:00 - 11:00 Hörsaal 41 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8
Mittwoch 31.10. 09:00 - 11:00 Hörsaal 41 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8
Mittwoch 07.11. 09:00 - 11:00 Hörsaal 41 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8
Mittwoch 14.11. 09:00 - 11:00 Hörsaal 41 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8
Mittwoch 21.11. 09:00 - 11:00 Hörsaal 41 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8
Mittwoch 28.11. 09:00 - 11:00 Hörsaal 41 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8
Mittwoch 05.12. 09:00 - 11:00 Hörsaal 41 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8
Mittwoch 12.12. 09:00 - 11:00 Hörsaal 41 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8
Mittwoch 09.01. 09:00 - 11:00 Hörsaal 41 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8
Mittwoch 16.01. 09:00 - 11:00 Hörsaal 41 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8
Mittwoch 23.01. 09:00 - 11:00 Hörsaal 41 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8
Mittwoch 30.01. 09:00 - 11:00 Hörsaal 41 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die LV zielt auf eine kritische Betrachtung des Begriffs "Sicherheit" und seiner Bedeutung im Alltag unterschiedlicher Lebenswelten kulturell differenzierter Völker Lateinamerikas. Fallbeispiele aus Mesoamerika, dem Amazonasgebiet, aus Brasilien und aus dem Gran Chaco sollen sicherheitsbezogene Praktiken, die vom Diktat der globalen Doktrin des "Sicherheitsdenkens" stark abweichen, verständlich machen. Ihre Sinnhaftigkeit und Anwendbarkeit soll aus dem jeweiligen regionalen Kontext überprüft werden. Dieser kulturanthropologische Zugang zum Thema "Sicher- und Unsicherheit" versucht dem eurozentrischen Axiom des Staates als Hüter menschlichen Glücks, also der "Sicherheit des (Staats)-Bürgers", entgegen zu denken und andere Zugänge zum "Sicher-sein" offen legen. Eine Kultur der Partizipation und zivilen Verantwortung im multiethnischen Kontext von Lateinamerika sollte auf dem "Eigenen" gründen und die Dynamik einer ständigen Re-Definition und Aneignung der verschiedenen Identitäten berücksichtigen. Sie trägt so zu der historischen Aufgabe des Aufbaus eines Gemeinwesens und zur Überwindung der Fiktion eines monoethnischen, autoritären Staates bei, der die lebendige Vielfalt leugnet und ausschließt und damit Unsicherheit erzeugt. Gerade die Unterschiede fördern die Kreativität einer Gesellschaft angesichts der im Kontext strukturell vorgegebenen und unvermeidbaren Unsicherheiten und können so einen Lebenszusammenhang schaffen, der diese begrenzt und die Todesangst neutralisiert.
Die Benotung ergibt sich aus dem Ergebnis einer
schriftlichen Prüfung zu Semesterende

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Visuell unterstützter Vortrag in deutscher Sprache, Referate und Diskussion; die Kenntnisse der spanischen und/oder portugiesischen Sprache sind erwünscht; verschiedene einschlägige Dokumente werden in elektronischen Formaten zur Verfügung gestellt und referiert. Ein genauer Plan dazu wird in der ersten LV-Stunde besprochen werden.

Literatur

Bodly, John H. 2000: Cultural Anthropology - Tribes, States and the Global System; Mountain View. CEPAL/UNFPA 2007: Panorama Social de América Latina; Santiago de Chile. Ludescher, Monika 2004: Menschenrechte und indigene Völker; Frankfurt/M. UNDP 2005: Human Development Report 2005 - International cooperation at a crossroads. Aid, trade and security in an unequal world; New York


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

R4 (D700); MWG05, MWG06, MWG09, MWG10

Letzte Änderung: Fr 31.08.2018 08:49