080035 PS Fallstudie II/III: Ambige Männlichkeiten. Der Männerakt in der französischen Malerei des 19. Jhd. (2025W)
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
Labels
An/Abmeldung
Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").
- Anmeldung von Mi 10.09.2025 10:00 bis Mi 24.09.2025 10:00
- Abmeldung bis Mi 15.10.2025 10:00
Details
Sprache: Deutsch
Lehrende
Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert
Am 24.10. und 7.11. finden Kleingruppen-Ausflüge in die Akademie der bildenden Künste und das QWIEN Archiv statt. Die genaueren Informationen zur Anmeldung, den Treffpunkten etc. werden in der ersten Einheit bzw. auf Moodle bekannt gegeben.
- Freitag 03.10. 12:30 - 14:00 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
- Freitag 17.10. 12:30 - 14:00 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
- Freitag 24.10. 17:00 - 18:30 Ort in u:find Details
- Freitag 31.10. 12:30 - 15:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
- Freitag 07.11. 11:00 - 12:30 Ort in u:find Details
- Freitag 14.11. 12:30 - 15:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
- Freitag 28.11. 12:30 - 15:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
- Freitag 12.12. 12:30 - 15:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
- N Freitag 09.01. 12:30 - 16:00 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
- Freitag 23.01. 12:30 - 16:00 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Information
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Das 19. Jahrhundert in Frankreich wird sowohl in der kunsthistorischen als auch in der geschlechterhistorischen Literatur üblicherweise als Epoche der Krisen und Wandel charakterisiert: Alte Traditionen und Systeme des Kunststudiums werden obsolet, künstlerische Stile und Trends entstehen und vergehen schneller als je zuvor, Künstlergruppen wetteifern um die Aufmerksamkeit des Publikums. Gleichzeitig führen soziopolitische Umschwünge und wissenschaftliche Paradigmenwechsel zur Verfestigung der binären Geschlechterbilder wie zu den wiederholten Versuchen des Aufbegehrens gegen diese die Vorgänge, an welchen die bildende Kunst entscheidend mitwirkt. Als eine konventionelle und dennoch besondere Untergattung der Malerei reflektiert der Männerakt diese komplexen künstlerischen und gesellschaftlichen Diskurse und generiert ambige und widersprüchliche Männlichkeitsideale. Mit diesen Prozessen der Konstruktion von Männlichkeit in der Aktmalerei möchten wir uns in der Fallstudie beschäftigen.Anhand ausgewählter Bildbeispiele aus unterschiedlichen Stilrichtungen werden wir uns mit den Formen, Funktionen und Entwicklungen des Männeraktes in der französischen Malerei des 19. Jahrhunderts bekannt machen und anschließend die in diesen Bildern konstruierten Männlichkeitsentwürfe kritisch untersuchen. Zu diesem Zweck setzen wir uns mit den wichtigsten Ansätzen der Männlichkeitsforschung in der Kunstgeschichte auseinander und lernen, Ikonographie, Stilanalyse und Studien des sozialhistorischen Kontexts als Werkzeuge der kunsthistorischen Gender und Queer Studies einzusetzen. Indem wir der zentralen Frage der Fallstudie – welche Männlichkeit(en) wurden in Männerakten konstruiert? mit welchen künstlerischen Mitteln? aus welchen Gründen? – nachgehen, vertiefen wir zugleich unsere Kenntnisse der Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts und üben die Anwendung der grundlegenden kunsthistorischen Methoden.Die Fallstudie findet vorwiegend zweiwöchentlich als Doppeleinheit (3 Stunden) statt. Während des Semesters arbeiten wir die Lerninhalte mittels Kurzreferate (15 Minuten) und Lektüre ausgewählter Texte mit anschließender Diskussion auf. Darüber hinaus sind zwei Kleingruppen-Ausflüge geplant – zum Aktabend an der Akademie der bildenden Künste (24.10.) und in das QWIEN Archiv (7.11.). Bis zum 4. Jänner 2026 ist das zweiseitige Exposé abzugeben, das vor der letzten Einheit kommentiert wird und im Folgenden als Grundlage der schriftlichen Arbeit dient. Diese Hausarbeit ist bis zum 9. oder 15. Februar 2026 abzugeben, je nachdem wie schnell die Note gebraucht wird (Modul Fallstudie III vs. II). Die Verwendung von generativen KI-Tools ist nicht erlaubt. Nähere Informationen zu allen Teilleistungen werden in der ersten Einheit mitgeteilt. Englischkenntnisse werden vorausgesetzt, Französischkenntnisse sind willkommen.
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
- aktive Beteiligung an Diskussionen
- Kurzreferat und Präsentation (15 Minuten)
- Exposé der schriftlichen Arbeit (2 Seiten)
- Vertiefung in Form einer schriftlichen Hausarbeit (15.000-20.000 Zeichen Fließtext)
- Die Verwendung von generativen KI-Tools ist nicht erlaubt.
- Mit der Anmeldung zu dieser LV stimmen Sie zu, dass die automatisierte Plagiatsprüfungs-Software Turnitin alle von Ihnen in Moodle eingereichten schriftlichen Teilleistungen prüft.
- Kurzreferat und Präsentation (15 Minuten)
- Exposé der schriftlichen Arbeit (2 Seiten)
- Vertiefung in Form einer schriftlichen Hausarbeit (15.000-20.000 Zeichen Fließtext)
- Die Verwendung von generativen KI-Tools ist nicht erlaubt.
- Mit der Anmeldung zu dieser LV stimmen Sie zu, dass die automatisierte Plagiatsprüfungs-Software Turnitin alle von Ihnen in Moodle eingereichten schriftlichen Teilleistungen prüft.
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
Mindestanforderung:
- Anwesenheit in der ersten Lehreinheit ist erforderlich (Aufnahme in die Lehrveranstaltung, ggf. Vergabe von Restplätzen, Einteilung in Gruppen, Vergabe von Referatsthemen).
- Diese Lehrveranstaltung erfordert regelmäßige Anwesenheit, da die Teilnahme am Fachgespräch in Form von Diskussionsbeiträgen Lehrziel ist und in die Beurteilung einbezogen wird.
- Bei Absenz wegen Krankheit oder familiärer Ausnahmesituation ist die Lehrveranstaltungsleitung vorab zu informieren und ein schriftlicher Nachweis vorzulegen. Zweimaliges Fehlen ist zulässig, darüberhinausgehendes unentschuldigtes Fehlen führt zur negativen Beurteilung.
- Für einen positiven Abschluss der Lehrveranstaltung müssen alle Teilleistungen erbracht und positiv beurteilt werden.
- Schriftliche Arbeit: Zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis kann die Lehrveranstaltungsleitung Studierende zu einem notenrelevanten Gespräch einladen.Beurteilungsmaßstab:
- aktive Beteiligung an Diskussionen 10%
- Kurzreferat und Präsentation 25%
- Exposé der schriftlichen Arbeit 10%
- Vertiefung in Form einer schriftlichen Hausarbeit 55%Notenschlüssel:
1 (sehr gut) 100-90 Punkte; 2 (gut) 89-81 Punkte; 3 (befriedigend) 80-71 Punkte; 4 (genügend) 70-61 Punkte; 5 (nicht genügend) 60-0 Punkte.
- Anwesenheit in der ersten Lehreinheit ist erforderlich (Aufnahme in die Lehrveranstaltung, ggf. Vergabe von Restplätzen, Einteilung in Gruppen, Vergabe von Referatsthemen).
- Diese Lehrveranstaltung erfordert regelmäßige Anwesenheit, da die Teilnahme am Fachgespräch in Form von Diskussionsbeiträgen Lehrziel ist und in die Beurteilung einbezogen wird.
- Bei Absenz wegen Krankheit oder familiärer Ausnahmesituation ist die Lehrveranstaltungsleitung vorab zu informieren und ein schriftlicher Nachweis vorzulegen. Zweimaliges Fehlen ist zulässig, darüberhinausgehendes unentschuldigtes Fehlen führt zur negativen Beurteilung.
- Für einen positiven Abschluss der Lehrveranstaltung müssen alle Teilleistungen erbracht und positiv beurteilt werden.
- Schriftliche Arbeit: Zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis kann die Lehrveranstaltungsleitung Studierende zu einem notenrelevanten Gespräch einladen.Beurteilungsmaßstab:
- aktive Beteiligung an Diskussionen 10%
- Kurzreferat und Präsentation 25%
- Exposé der schriftlichen Arbeit 10%
- Vertiefung in Form einer schriftlichen Hausarbeit 55%Notenschlüssel:
1 (sehr gut) 100-90 Punkte; 2 (gut) 89-81 Punkte; 3 (befriedigend) 80-71 Punkte; 4 (genügend) 70-61 Punkte; 5 (nicht genügend) 60-0 Punkte.
Prüfungsstoff
Prüfungsstoff ist der Inhalt der Lehrveranstaltung.
Literatur
Anthea Callen, Looking at Men. Anatomy, Masculinity, and the Modern Male Body, New Haven/London 2018.
Thijs Dekeukeleire/Henk de Smaele/Marjan Sterckx (Hg.), Male Bonds in Nineteenth-Century Art, Löwen 2021.
Abigail Solomon-Godeau, Male Trouble. A Crisis in Representation, London 1997.
Mechthild Fend, Grenzen der Männlichkeit. Der Androgyn in der französischen Kunst und Kunsttheorie (1750-1830), Berlin 2003.
Margaret Walters, The Nude Male. A New Perspective, New York 1978.
Tobias G. Natter/Elisabeth Leopold (Hg.), Nackte Männer. Von 1800 bis heute (Kat. Ausst., Leopold Museum, Wien 2012-2013), Wien/München 2012.
Guy Cogeval (Hg.), Masculin masculin. L’homme nu dans l’art de 1800 à nos jours (Kat. Ausst., Musée d’Orsay, Paris 2013-2014), Paris 2013.
Melanie Ulz, Auf dem Schlachtfeld des Empire. Männlichkeitskonzepte in der Bildproduktion zu Napoleons Ägyptenfeldzug, Marburg 2008.
Susanne Müller-Bechtel, Von allen Seiten anders. Die akademische Aktstudie (1650-1850), Berlin 2018.
Tamar Garb, Bodies of Modernity. Figure and Flesh in Fin-de-Siècle France, London 1998.
Linda Nochlin, The Body in Pieces. The Fragment as a Metaphor of Modernity, London 1994.
Richard Leppert, The Nude. The Cultural Rhetoric of the Body in the Art of Western Modernity, Boulder 2007.
Stephen F. Eisenman (Hg.), Nineteenth Century Art. A Critical History, London 2020 (5. Ausgabe).
Thijs Dekeukeleire/Henk de Smaele/Marjan Sterckx (Hg.), Male Bonds in Nineteenth-Century Art, Löwen 2021.
Abigail Solomon-Godeau, Male Trouble. A Crisis in Representation, London 1997.
Mechthild Fend, Grenzen der Männlichkeit. Der Androgyn in der französischen Kunst und Kunsttheorie (1750-1830), Berlin 2003.
Margaret Walters, The Nude Male. A New Perspective, New York 1978.
Tobias G. Natter/Elisabeth Leopold (Hg.), Nackte Männer. Von 1800 bis heute (Kat. Ausst., Leopold Museum, Wien 2012-2013), Wien/München 2012.
Guy Cogeval (Hg.), Masculin masculin. L’homme nu dans l’art de 1800 à nos jours (Kat. Ausst., Musée d’Orsay, Paris 2013-2014), Paris 2013.
Melanie Ulz, Auf dem Schlachtfeld des Empire. Männlichkeitskonzepte in der Bildproduktion zu Napoleons Ägyptenfeldzug, Marburg 2008.
Susanne Müller-Bechtel, Von allen Seiten anders. Die akademische Aktstudie (1650-1850), Berlin 2018.
Tamar Garb, Bodies of Modernity. Figure and Flesh in Fin-de-Siècle France, London 1998.
Linda Nochlin, The Body in Pieces. The Fragment as a Metaphor of Modernity, London 1994.
Richard Leppert, The Nude. The Cultural Rhetoric of the Body in the Art of Western Modernity, Boulder 2007.
Stephen F. Eisenman (Hg.), Nineteenth Century Art. A Critical History, London 2020 (5. Ausgabe).
Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis
Letzte Änderung: Fr 12.12.2025 13:45