Universität Wien FIND

080038 SE Seminar: Rom - Bologna - Wien. Weg und Konzepte der barocken Deckenmalerei (n./zeu.K.) (2019W)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Details

max. 21 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Der Termin 18. Oktober 2019 entfällt!

Mittwoch 09.10. 16:30 - 18:00 Seminarraum 3 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-25
Mittwoch 16.10. 16:30 - 18:00 Seminarraum 3 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-25
Mittwoch 30.10. 16:30 - 18:00 Seminarraum 3 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-25
Mittwoch 06.11. 16:30 - 18:00 Seminarraum 3 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-25
Mittwoch 13.11. 16:30 - 18:00 Seminarraum 3 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-25
Mittwoch 20.11. 16:30 - 18:00 Seminarraum 3 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-25
Mittwoch 27.11. 16:30 - 18:00 Seminarraum 3 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-25
Mittwoch 04.12. 16:30 - 18:00 Seminarraum 3 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-25
Mittwoch 11.12. 16:30 - 18:00 Seminarraum 3 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-25
Mittwoch 08.01. 16:30 - 18:00 Seminarraum 3 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-25
Mittwoch 15.01. 16:30 - 18:00 Seminarraum 3 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-25
Mittwoch 22.01. 16:30 - 18:00 Seminarraum 3 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-25
Mittwoch 29.01. 16:30 - 18:00 Seminarraum 3 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-25

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Inhalt:
Mit Rom und Bologna sind Zentren barocker Deckenmalerei angesprochen, zu denen gleichermaßen Venedig oder Mailand zu zählen sind. Aus all diesen Städten, in denen spezifische Modi / Schulen der Deckenmalerei entwickelt wurden, kamen Künstler im 17. und 18. Jahrhundert nach Wien und andere mitteleuropäische Herrschaftszentren. Dies führte zu einer Internationalität, zu einer synchronen Präsenz dieser unterschiedlichen Modi und damit von unterschiedlichem Wissen. In der LV soll der Schwerpunkt weniger auf die Differenzierbarkeit dieser Schulen gelegt werden, als vielmehr auf die Frage, in welchem Ausmaß aus dieser Gleichzeitigkeit neues Wissen und neue Gestaltungsmöglichkeiten generiert wurden.

Ziel:
Die LV will versuchen, auf verschiedenen Ebenen den Wissensaustausch – als Folge der angesprochenen Gleichzeitigkeit – und dessen Abbildung in den konkreten deckenmalerischen Lösungen nachzugehen. Dabei soll traditionelles Wissen über die Unterschiede der „Schulen“ (etwa hinsichtlich des Anteils von Quadraturmalerei) vermittelt werden. Parallel dazu sollen auch die Möglichkeiten, ob und wie durch den Austausch von Wissen (im weitesten Sinn) neue Konzepte formaler wie inhaltlicher Natur entstehen konnten, erfasst und diskutiert werden.

Methoden:
An Hand repräsentativer Fallbeispiele aus dem österreichischen und auch böhmischen Barock soll besonderes Augenmerk auf den vermuteten Innovationsschub gelegt werden, den die Ausführung eines neuen Deckenbildes bewirkt hat. An einem konkreten Beispiel erläutert: Hatte die Freskierung des Audienzsaales in Schloss Schönbrunn durch den Venezianer Sebastiano Ricci 1701/1702 Auswirkung auf die Wiener Deckenmalerei? Hatte sie Impact-Wirkung? Oder blieb sie nur ein isoliertes Modell neben anderen? Gefragt soll auch werden, ob in der zeitgenössischen Wahrnehmung zwischen alt und neu, zwischen traditionell und innovativ differenziert wurde. Oder standen alle formalen wie inhaltlichen Modelle gleichwertig im Austausch untereinander? Gegenständlich der Untersuchung sollen alle Bereiche der Deckenmalerei sein, jene in Sakralräumen (Langhaus, Kuppel, Chorraum) oder jene in Residenzen und Klöstern wie Festsäle, Audienzsäle, Bibliotheken, Stiegenhäuser.

Leistungskontrolle:
Alle teilnehmenden Studierenden halten ein Referat, geben dies in einer schriftlichen Fassung (20 Seiten) am Ende des Semesters ab und beteiligen sich rege an den Diskussionen der Referate. Die Summe der 3 Einzelnoten (Referat, schriftlicher Fassung und Diskussionspräsenz) muss ein Genügend ergeben.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Leistungskontrolle:
Alle teilnehmenden Studierenden halten ein Referat, geben dies in einer schriftlichen Fassung (20 Seiten) am Ende des Semesters ab und beteiligen sich rege an den Diskussionen der Referate. Die Summe der 3 Einzelnoten (Referat, schriftlicher Fassung und Diskussionspräsenz) muss ein Genügend ergeben.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Zur Erlangung einer positiven Note siehe "Art der Leistungskontrolle"

Prüfungsstoff

Kenntnis der angegebenen Literatur im Allgemeinen sowie vertiefend die Thematik des jeweiligen Referatsstoffes.

Literatur

Neben diversen, vom jeweiligen Referat abhängigen Künstler- oder Baumonographien siehe als Einführung vor allem:

Sven SANDSTRÖM, Levels of unreality. Studies in structure and construction in italian mural painting during the Renaissance. (Acta Universitatis Upsaliensis 4) Uppsala 1963.

E. H. GOMBRICH, Means and ends. Reflections on the history of fresco painting. London 1976.

Ingrid SJÖSTRÖM, Quadratura. Studies in italian ceiling painting. (Acta Universitatis Stockholmiensis 30) Stockholm 1978.

Ulrike KNALL-BRSKOVSKY, Italienische Quadraturisten in Österreich. Wien-Köln-Graz 1984.

Hermann BAUER, Barock – Kunst einer Epoche. Berlin 1992.

Herman BAUER, Barocke Deckenmalerei in Süddeutschland. (Photograph. Aufnahmen Wolf-Christian von der Mülbe). München / Berlin 2000.

Edgar LEHMANN, Die Bibliotheksräume der deutschen Klöster in der Zeit des Barock. 2 Bde. Berlin 1996.

Christoph LADEMANN, Agostino Mitelli 1609-1660. Die bolognesische Quadraturmalerei in der
Sicht zeitgenössischer Autoren. Frankfurt a. M. 1997.

Karl MÖSENEDER, Zum Streben nach „Einheit“ im österreichischen Barock. In: Hellmut LORENZ
(Hrsg.), Barock. Geschichte der Bildenden Kunst in Österreich, Bd 4. München 1999, 51-74.

BETKA MATSCHE-VON WICHT, Rangfragen in der Deckenmalerei. In: Ex Fumo Lucem. Baroque studies in honour of Klára Garas. Budapest 1999, 299-314.

Julian KLIEMANN / Michael ROHLMANN, Wandmalerei in Italien. Hochrenaissance und Manierismus 1510–1600. München 2004.

Steffi ROETTGEN, Wandmalerei in Italien. Barock und Aufklärung 1600–1800. München 2007.

Herbert KARNER, Die ideale Ebene – ein Mythos der Wiener Deckenmalerei des Barock, in: J. Kroupa, M. Šeferisová Loudová, L. Konečný (Hgg.), Orbis Artium (Festschrift Lubomír Slavíček), Brno 2009, 439–444. [als PDF vom Autor erhältlich]

Christina STRUNCK / Elisabeth KIEVEN (Hgg.), Europäische Galeriebauten. Galleries in a Comperative European Perspective (1400–1800). Veröffentlichungen der Biblioteca Hertziana Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte in Rom. München 2010.

Wilhelm MRAZEK, Ikonologie der barocken Deckenmalerei. In: Sitzungsberichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-historische Klasse 223,3 (1953), 1–88.

Günter BRUCHER, Deckenfresken, in: Günther BRUCHER (Hrsg.), Die Kunst des Barock in Österreich. Salzburg 1994, 197–296.

Leo ANDERGASSEN, Barocke Wand- und Deckenmalerei, in: Paul NAREDI-RAINER / Lukas MADERSBACHER (Hrsg.), Kunst in Tirol. Innsbruck – Bozen, 2007, 93–130.

Martin Mádl / Michaela Šeferisová/ Zora Wörgötter (Hrsg.), Baroque Ceiling Painting in Central Europe. Proceedings of the international Conference 2015. Praha 2007.

Baroque Ceiling Painting. Public and private devotion in the towns of Central Europe and Northern Italy. Acta Historiae Artis Slovenica 16/1-2 (2011). Ljubljana 2011.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 16.09.2019 13:07