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080058 UE Übung: Bruchstellen: Fotografie in Österreich von 1880-1930 (nst./zeu.K.) (2019W)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Details

max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

An folgenden Terminen findet die UE in der Albertina statt (jeweils von 10.00 - 11.30 Uhr):
9.10., 23.10., 30.10., 13.11., 27.11. und 11.12. (Reservetermin 15.1.2020)

Mittwoch 02.10. 09:30 - 11:00 Seminarraum 5 d.Inst.f.Kunstg. (1.Stock) Uni-Campus Hof 9 3F-O1-22.A
Mittwoch 20.11. 09:30 - 12:45 Seminarraum 5 d.Inst.f.Kunstg. (1.Stock) Uni-Campus Hof 9 3F-O1-22.A
Mittwoch 04.12. 09:30 - 12:45 Seminarraum 5 d.Inst.f.Kunstg. (1.Stock) Uni-Campus Hof 9 3F-O1-22.A
Mittwoch 08.01. 09:30 - 12:45 Seminarraum 5 d.Inst.f.Kunstg. (1.Stock) Uni-Campus Hof 9 3F-O1-22.A
Mittwoch 22.01. 09:30 - 12:45 Seminarraum 5 d.Inst.f.Kunstg. (1.Stock) Uni-Campus Hof 9 3F-O1-22.A

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Übung widmet sich einem Überblick über die fotografische Produktion des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts in Österreich. Anhand von verschiedenen Einzelpositionen werden Bruchstellen in der Fotografiegeschichte in Österreich und deren Auswirkungen thematisiert.

Nach der Veröffentlichung des fotografischen Verfahrens im Jahr 1839 beginnt sich das neue Medium sehr schnell auch in Österreich auszubreiten. Der erste Teil der Übung widmet sich überblicksartig der Frühphase der Fotografie in Österreich sowie der Bildproduktion der Fotoateliers in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Zahlreiche technische Entwicklungen machten es möglich, dass die Fotografie sich zu einem Massenprodukt entwickelte, das unterschiedlich eingesetzt wurde.
Knapp vor der Jahrhundertwende beginnt sich ein Kreis von engagierten Amateurfotografen (in Österreich sind die bekanntesten Pioniere Heinrich Kühn, Hugo Henneberg und Hans Watzek) von der Atelierfotografie und ihrer formelhaften Bildsprache abzugrenzen. Unter dem internationalen Begriff des Piktorialismus (im deutschsprachigen Raum auch Kunstfotografie genannt) finden Fotografen neue Wege der Bildsprache und Bildgestaltung, um ihren künstlerischen Anspruch an das Medium umzusetzen. Diese Entwicklungen stehen im Zentrum des zweiten Teils der Übung – ebenso wie die verschiedenen verwendeten Techniken und der Einfluss der Kunstfotografen auf die Atelierfotografie vor dem ersten Weltkrieg.
Ein weiterer visueller Umbruch findet ab den 1920er-Jahren statt und erreicht 1929 in der Ausstellung „Film und Foto“ seinen Höhepunkt. Unter den Schlagworten „Neue Sachlichkeit“ und „Neues Sehen“ sind Fotografinnen und Fotografen wie Lucia Moholy, Laszlo Moholy-Nagy, Florence Henri, Albert Renger-Patzsch, Karl Blossfeldt und viele mehr inkludiert. Sie inkorporieren extreme Perspektiven, Doppelbelichtungen und andere fotografische Experimente in ihre Bildsprache, und durchbrechen so die bisherigen Sehgewohnheiten. Der dritte Teil der Übung ist diesem Thema gewidmet.

Ein unverzichtbarer Aspekt ist die Arbeit mit und vor Originalen aus der Fotosammlung der Albertina, die den Studierenden die Auseinandersetzung mit den Originalen und mit historischen fotografischen Techniken ermöglicht. Im Rahmen der Übung sind mehrere Einheiten im Studiensaal der Albertina geplant, in denen das Arbeiten mit den Originalen geschult wird.

Im Lauf des Semesters werden verschiedene Genres der Fotografie angesprochen: Porträtfotografie, Landschaftsaufnahmen, Architektur- und Designfotografie sowie frühe Fotoreportagen und Pressefotografie. Die Verwendung von Fotografien in frühen Fotobüchern (z.B. Verlag Langewiesche) dient als Beispiel für die Verbreitung fotografischer Bilder in Massenmedien.

Methode und Ziele:
Nach einer Einführung sollen die Studierenden wiederholt am Original ihr Sehen schulen. Die Vermittlung von Bildanalyse und Bildbeschreibung von Fotografien sowie die Aneignung von Wissen um historische Fototechniken und Produktionsbedingungen sind ein Ziel der Übung. Ein weiteres Ziel ist ein Überblick über die wichtigsten Strömungen und ProtagonistInnen der Fotografie in Österreich Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Fragen wie der Entstehungshintergrund fotografischer Sammlungen oder die Aufbewahrung von Fotografien in Museen werden thematisiert sowie Einblicke in die kuratorische Praxis in einer großen Institution gegeben. Eine praxisorientierte Aufgabe soll das Verfassen einer Katalognummer zu einer ausgewählten Fotografie darstellen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Referat mit Handout, regelmäßige Beteiligung an Diskussionen, Erstellen eines kurzen Textes zu einer ausgewählten Fotografie (Katalognummer), regelmäßige Teilnahme (Fehlzeit max. 3 Zeitstunden, nur mit schriftlicher Entschuldigung)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur

Eine Literaturliste wird in der ersten Einheit bereitgestellt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 05.08.2019 08:47