Universität Wien FIND

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Weitere Informationen zum Lehrbetrieb vor Ort finden Sie unter https://studieren.univie.ac.at/info.

080072 SE B610 Gesellschaft: "Recht auf Stadt: Der öffentliche Raum als umkämpftes Terrain" (2019W)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Freitag 04.10. 09:15 - 10:45 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Freitag 04.10. 11:00 - 12:30 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Freitag 18.10. 09:15 - 10:45 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Freitag 18.10. 11:00 - 12:30 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Freitag 15.11. 09:15 - 10:45 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Freitag 15.11. 11:00 - 12:30 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Freitag 29.11. 09:15 - 10:45 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Freitag 29.11. 11:00 - 12:30 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Freitag 13.12. 09:15 - 10:45 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Freitag 13.12. 11:00 - 12:30 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Freitag 10.01. 09:15 - 10:45 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Freitag 10.01. 11:00 - 12:30 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Freitag 24.01. 09:15 - 10:45 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Freitag 24.01. 11:00 - 12:30 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Gegenwärtig erfährt der öffentliche Raum eine zunehmende Regulierung und wird in medialen Debatten zum Austragungsort sozialer Konfliktfelder und von Zuschreibungen vermeintlicher „Randgruppen“. Wer den öffentlichen Raum wie aneignen darf ist zunehmend abhängig von lokaler Stadtpolitik, wie sich aktuell in Wien am Beispiel des Praters, von U-Bahnstationen und Parks zeigt oder folgt Unternehmenslogiken wie im Falle der Bahnhöfe.
Den Ausgangspunkt der Lehrveranstaltung bildet die Fragestellung „Welche Bedeutung kommt dem öffentlichen Raum gegenwärtig zu?“. Je nach Perspektive werden unterschiedliche Befunde und Antworten darauf gefunden. Für manche Bevölkerungsgruppen der Stadt erfüllt der öffentliche Raum eine zentrale Funktion, als Ort der Kommunikation und der Vergemeinschaftung (vgl. Dangschat 2008, Reinprecht 2012, Dlabaja 2016), für andere StädterInnen ist er nur eine Hintergrundfolie im Kontext von Konsum, folgt man beispielsweise der Analyse Richard Sennetts (2008), der vom Verfall der öffentlichen Sphäre spricht. Für andere Bevölkerungsgruppen wie Obdachlose, BettlerInnen und andere vulnerable Gruppen ist der öffentliche Raum oftmals der einzig zugängliche und verfügbare Raum.
Aus der Perspektive der Ungleichheitsforschung stellt sich die Frage, wer die Möglichkeit hat, sich welche Stadträume anzueignen und in welcher Form? Die Frage auf die Möglichkeit Stadt mitzugestalten und bei Entscheidungsprozessen involviert zu werden, wurde in den letzten Jahren vermehrt im Kontext des „Recht auf Stadt“ ins Blickfeld genommen, ebenso wie die basale Forderung nach dem Recht auf „Einschluss“, „Sichtbarkeit“ und „Aneigenbarkeit“ öffentlicher Räume (vlg. Harvey 2013, Dlabaja 2017). Am Beispiel der Mariahilfer Straße und anderer Stadträume werden unterschiedliche Forschungsfragen aufgegriffen und mittels differenzierter Methoden nachgegangen. Den Ausgangspunkt für die Erarbeitung der Forschungsfelder bildet eine gemeinsame urbane Erkundung. Der Forschungsansatz folgt der kollaborativen und partizipativen Forschung.

Forschungsfragen:
Mit welchen Problemen sind vulnerable Gruppen im öffentlichen Raum konfrontiert?
Wie und von wem wird das Recht auf Stadt auf der Mariahilfer Straße eingefordert?
Wie organisieren vulnerable Gruppen ihre Interessen?
Wie werden Randgruppen von unterschiedlichen NutzerInnengruppen wahrgenommen?
Welche Kontrollmechanismen sind im öffentlichen Raum wirksam? Welche Anlaufstellen und Institutionen sind AnsprechpartnerInnen für diese Nutzergruppen?
Welche Barrieren gibt es im öffentlichen Raum aus Sicht der jeweiligen Gruppen?

Methoden:
Partizipative Forschungsansätze
Go-alongs
Medienalyse
Stadterkundungen
Teilnehmende Beobachtung
Interventionen im Stadtraum
Qualitative Interviewtechniken

Den Abschluss der LV bildet eine öffentliche Abschlussveranstaltung mit Podiumsdiskussion im Wiener Museumsquartier Raum D (Quartier für digitale Kultur). Die Ergebnisse werden mit lokalen Institutionen und AkteurInnen diskutiert und sollen helfen die Positionen und Perspektiven von vulnerablen Gruppen besser in die Planung miteinbeziehen zu können.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Prüfungsimmanente LV - max. 2 x Fehlen erlaubt

Die Gesamtpunktzahl (100 Punkte) setzt sich zusammen aus der Bewertung folgender Teilleistungen:

10 Schriftliche Recherche (Gruppenarbeit)
15 Punkte Referat
15 Punkte Aktive Mitarbeit und Diskussion
15 Punkte schriftliches Konzept (Gruppenarbeit)
20 Punkte Transkripte und Protokolle der Feldforschung (Einzelarbeit)
25 Punkte schriftliche Seminararbeit (Gruppenarbeit)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Für den erfolgreichen Abschluss der LV sind zumindest 50 von 100 möglichen Punkten zu erreichen.
Notenskala:
>= 87,5 sehr gut (1)
>= 75 gut (2)
>= 62,5 befriedigend (3)
>= 50 genügend (4)
< 50 nicht genügend (5)

Prüfungsstoff

Literatur

Folgt noch

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:20