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080074 VO Architektur in Iran und Zentralasien in Mittelalter und Neuzeit (au.K.) (2013S)

Details

Sprache: Deutsch

Prüfungstermine

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Donnerstag 14.03. 13:15 - 14:45 Hörsaal C2 UniCampus Hof 2 2G-K1-03
Donnerstag 21.03. 13:15 - 14:45 Hörsaal C2 UniCampus Hof 2 2G-K1-03
Donnerstag 11.04. 13:15 - 14:45 Hörsaal C2 UniCampus Hof 2 2G-K1-03
Donnerstag 18.04. 13:15 - 14:45 Hörsaal C2 UniCampus Hof 2 2G-K1-03
Donnerstag 25.04. 13:15 - 14:45 Hörsaal C2 UniCampus Hof 2 2G-K1-03
Donnerstag 02.05. 13:15 - 14:45 Hörsaal C2 UniCampus Hof 2 2G-K1-03
Donnerstag 16.05. 13:15 - 14:45 Hörsaal C2 UniCampus Hof 2 2G-K1-03
Donnerstag 23.05. 13:15 - 14:45 Hörsaal C2 UniCampus Hof 2 2G-K1-03
Donnerstag 06.06. 13:15 - 14:45 Hörsaal C2 UniCampus Hof 2 2G-K1-03
Donnerstag 13.06. 13:15 - 14:45 Hörsaal C2 UniCampus Hof 2 2G-K1-03
Donnerstag 20.06. 13:15 - 14:45 Hörsaal C2 UniCampus Hof 2 2G-K1-03

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Lehrveranstaltung bietet am Beispiel einer zentralen Kunstregion Westasiens eine Einführung in Themen und Entwicklungen der Architektur islamischer Zeit vom Mittelalter bis zur Vormoderne. Iran (Persien) gehört zu den Regionen mit erkennbar eigenständigen Architekturtraditionen. Die überregionale Verbreitung ihrer Formen in Westasien wird oft mit der Rolle Italiens in der Architektur Europas verglichen und aus nationaler Perspektive beschrieben. Doch zeigt sich, dass durchgehend ein Austausch mit Nachbarregionen wie Mesopotamien, Zentralasien stattgefunden hat, die zeitweise auch herrschaftspolitisch mit Iran verbunden waren.

Architektur in Iran ist bis zur Moderne weitgehend eine Backsteinarchitektur, für deren Erscheinung die Verkleidung mit Baudekor eine wichtige Rolle spielt. Die frühislamische Zeit lässt sich trotz neuer archäologischer Entdeckungen bis heute nur skizzenhaft umreissen. Ein Bild entsteht mit den mittelalterlichen Bauten des 10.-13. und 14.-15. Jahrhunderts, die in der herkömmlichen Entwicklungsgeschichte als Höhepunkt gelten. Der Neuzeit wird eine Kanonisierung der Formen zugeschrieben, während das 19. Jahrhundert lange als "Niedergang" unter europäischem Einfluss gesehen wurde. Ein Ziel wird es sein, solche Modelle und Wertungen zu hinterfragen und ihnen Alternativen gegenüberzustellen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Prüfung (voraussichtlich Multiple Choice) in der letzten Lehrveranstaltung des Semesters. Inhaltliche Voraussetzungen: regelmässige Teilnahme und Lektüre.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Einführung in Bauaufgaben und Bautypen, Motive und Formen religiöser und profaner iranischer Architektur vom Mittelalter bis zur Vormoderne anhand ausgewählter Werke und Werkgruppen. Unterschiedliche Ansätze der Deutung und Perspektiven der Historiographie iranischer Architektur islamischer Zeit werden diskutiert.

Prüfungsstoff

Die Vorlesung richtet sich an Studierende der Kunstgeschichte und ist offen für Interessenten anderer Fächer, z.B. der Orientalistik. Grundlage ist der Lehrvortrag, partiell ergänzt durch gemeinsame Lektüre und Diskussion von Fachliteratur.

Literatur

Im Überblick: Richard Ettinghausen, Oleg Grabar und Marylin Jenkins-Madina, Islamic Art and Architecture: 650-1250, New Haven 2001, S. 105-116, 133-163. Sheila Blair und Jonathan Bloom, The Art and Architecture of Islam: 1250-1800, New Haven 1994, S. 5-20, 37-54, 183-198.
Ferner die Kapitel zur Kunstgeschichte in: The Cambridge History of Iran, Bde. 4-7, 1975-91 und Einträge in: Janine Sourdel-Thomine und Bertold Spuler (Hgg.), Kunst des Islam, Berlin 1973 (Propyläen Kunstgeschichte).
Visuelle Übersicht mit knappem Kommentar: Anthony Hutt und Leonard Harrow, Iran 1-2, London 1977-78.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:31