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080083 SE Seminar: Bild und Schrift in der Kunst des 20. Jahrhunderts (nst.K.) (2017S)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Details

max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Donnerstag 09.03. 14:15 - 15:45 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Donnerstag 16.03. 14:15 - 15:45 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Donnerstag 23.03. 14:15 - 15:45 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Donnerstag 30.03. 14:15 - 15:45 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Donnerstag 06.04. 14:15 - 15:45 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Donnerstag 27.04. 14:15 - 15:45 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Donnerstag 04.05. 14:15 - 15:45 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Donnerstag 11.05. 14:15 - 15:45 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Donnerstag 18.05. 14:15 - 15:45 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Donnerstag 01.06. 14:15 - 15:45 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Donnerstag 08.06. 14:15 - 15:45 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Donnerstag 22.06. 14:15 - 15:45 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Donnerstag 29.06. 14:15 - 15:45 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Zu den auffälligsten und auch interessantesten Phänomenen der modernen Kunst gehören gewisse Verschiebungen im Verhältnis von Schrift und Bild, durch welche die seit dem 18. Jahrhundert geläufige Unterscheidung zwischen Zeitkünsten (wie Poesie und Musik) und Raumkünsten (wie Malerei und Skulptur) auf die Probe gestellt wurde. Schon seit ca. 1900 lässt sich bei Dichtern wie Stéphane Mallarmé die Entwicklung einer Poesie beobachten, deren neuartige Notationsformen teils an musikalische Partituren, teils aber auch an Landkarten und andere Diagramme erinnern. Dieser in gewissem Sinn bildhaft gewordenen Poesie scheint wenig später, zuerst im Kubismus, dann auch bei Künstlern wie Paul Klee, eine 'verschriftlichte' oder 'verzeitlichte' Malerei zu antworten. Was zunächst wie eine wechselseitige Annäherung von Zeit- und Raumkünsten aussieht, nimmt jedoch bald schon einen anderen Verlauf: Seit den 1920er-Jahren treten paradoxe oder negative Koppelungen von Bild und Text auf, bei denen die eine Seite die jeweils andere zu dementieren oder sogar auszulöschen scheint. Dies ist zuerst bei René Magritte, später auch bei dem von Magritte ausgehenden und sich zugleich auf Mallarmé zurück beziehenden Dichter-Künstler Marcel Broodthaers der Fall. Im Seminar sollen alle hier angedeuteten Positionen und Entwicklungen anhand exemplarischer Analysen untersucht werden. Die Lektüre von Michel Foucaults berühmtem Essay "Dies ist keine Pfeife" wird uns ins Thema einführen. Die daran anschließenden Analysen werden jedoch auch zahlreiche Gelegenheiten bieten, Foucaults Thesen kritisch zu prüfen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mitarbeit, mündliche Präsentation und vor allem schriftliche Hausarbeit (kunsthistorischer Aufsatz, Anspruch und Umlang lt. Studienplan). Alle Hilfsmittel geisteswissenschaftlicher Forschung sind erlaubt, Plagiate selbstverständlich verboten.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Es wird erwartet, dass die TeilnehmerInnen grundsätzlich bereits in der Lage sind, zu recherchieren, Forschungsfragen zu entwickeln und beantworten, kunsthistorische Vorträge (Referate) zu halten und Seminararbeiten zu schreiben. Die Gesamtnote leitet sich primär von der Note der Seminararbeit ab. Aus einer negativ benoteten Seminararbeit resultiert automatisch eine negative Gesamtnote. Die anderen Leistungen -- Referat, Mitarbeit -- können in Zweifesfällen allerdings den Ausschlag geben. Und wer kein Referat hält, kann die LV auch nicht positiv abschließen. ACHTUNG: Die Seminararbeiten, die am Semesterende abzugeben sind, müssen die Form kunsthistorischer Aufsätze haben, wie man sie etwa in Fachzeitschriften findet. Sie müssen eine klare argumentative Struktur aufweisen, gut recherchiert und mit einem perfekt organisierten Anmerkungsapparat versehen sein. Auch der sprachliche Ausdruck darf keine schwerwiegenden Mängel (etwa in Wortwahl, Idiomatik oder Syntax) aufweisen. DAS SIND MINDESTANFORDERUNGEN. Je besser die jeweilige Forschungsfrage entwickelt und beantwortet wird und je besser die Arbeit gechrieben ist, desto besser wird auch die Note ausfallen.

Prüfungsstoff

Prüfungsimmanente LV.

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Di 29.08.2017 10:48