Universität Wien FIND

080099 SE Seminar: Persische Malerei und das Schahname (Buch der Könige) (au.K.) (2019W)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Details

max. 21 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Montag 07.10. 10:00 - 11:30 Seminarraum 5 d.Inst.f.Kunstg. (1.Stock) Uni-Campus Hof 9 3F-O1-22.A
Montag 14.10. 10:00 - 11:30 Seminarraum 5 d.Inst.f.Kunstg. (1.Stock) Uni-Campus Hof 9 3F-O1-22.A
Montag 21.10. 10:00 - 11:30 Seminarraum 5 d.Inst.f.Kunstg. (1.Stock) Uni-Campus Hof 9 3F-O1-22.A
Montag 28.10. 10:00 - 11:30 Seminarraum 5 d.Inst.f.Kunstg. (1.Stock) Uni-Campus Hof 9 3F-O1-22.A
Montag 04.11. 10:00 - 11:30 Seminarraum 5 d.Inst.f.Kunstg. (1.Stock) Uni-Campus Hof 9 3F-O1-22.A
Montag 11.11. 10:00 - 11:30 Seminarraum 5 d.Inst.f.Kunstg. (1.Stock) Uni-Campus Hof 9 3F-O1-22.A
Montag 25.11. 10:00 - 11:30 Seminarraum 5 d.Inst.f.Kunstg. (1.Stock) Uni-Campus Hof 9 3F-O1-22.A
Montag 02.12. 10:00 - 11:30 Seminarraum 5 d.Inst.f.Kunstg. (1.Stock) Uni-Campus Hof 9 3F-O1-22.A
Montag 09.12. 10:00 - 11:30 Seminarraum 5 d.Inst.f.Kunstg. (1.Stock) Uni-Campus Hof 9 3F-O1-22.A
Montag 16.12. 10:00 - 11:30 Seminarraum 5 d.Inst.f.Kunstg. (1.Stock) Uni-Campus Hof 9 3F-O1-22.A
Montag 13.01. 10:00 - 11:30 Seminarraum 5 d.Inst.f.Kunstg. (1.Stock) Uni-Campus Hof 9 3F-O1-22.A
Montag 20.01. 10:00 - 11:30 Seminarraum 5 d.Inst.f.Kunstg. (1.Stock) Uni-Campus Hof 9 3F-O1-22.A
Montag 27.01. 10:00 - 11:30 Seminarraum 5 d.Inst.f.Kunstg. (1.Stock) Uni-Campus Hof 9 3F-O1-22.A

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Das Schahname, das „Buch der Könige“, ist wahrscheinlich der am häufigsten und umfangreichsten illustrierte Text in der Geschichte der mittelalterliche und neuzeitlichen persischen Buchmalerei. Bildthemen und Ikonographie der Personen des Schahname erscheinen aber auch in anderen Medien der Bildkunst, in Wandmalerei, in höfischen Luxusobjekten wie bemalter Keramik und gemusterten Textilien, oder sie wurden in andere Bildkontexte übernommen.

Das Schahname ist eine Reimdichtung in persischer Sprache, die um 1010 vom Dichter Firdausi fertig gestellt wurde. Der Text schildert in mythischen und historischen Legenden die Geschichte der Könige Irans von der Erschaffung der Menschheit bis zur Eroberung durch die Araber. Die Geschichten vom Aufstieg und Untergang der Könige und Dynastien, von heroischen Duellen und gewaltigen Schlachten, von Prüfungen der Helden und von Romanzen der Prinzen und Prinzessinnen wandten sich an das höfische Publikum und die gebildeten Eliten. Der Text wurde bis in die Neuzeit in unzähligen Handschriften kopiert, später auch in Druckausgaben verbreitet. Er ist bis in die Moderne erfolgreich, in der man begann, ihn als ‚persisches Nationalepos’ anzusehen. Die Langlebigkeit des Textes ist nicht nur mit der sprachlichen und dichterischen Qualität zu erklären. Das Thema des Aufstiegs und Falls königlicher Macht konnte auch als moralische Reflexion und als Kommentar zu zeitgenössischen Ereignisse gelesen werden.

Prunkvoll bebilderte Handschriften im Auftrag von Herrschern konnten sich programmatisch auf Traditionen des iranischen Königtums beziehen und der Selbstdarstellung und Identitätsgebung dienen. Entsprechend konnten die Illustrationen bestimmte Themen hervorheben und Themen mit Bildern spezifisch interpretieren. Zugleich lässt sich in der Abfolge bebilderter Schahname-Handschriften eine.

In der Lehrveranstaltung stehen Bilderhandschriften des Schahname vom 14. bis 17. Jahrhundert im Mittelpunkt. Ziel ist es, die historische Funktion solcher Bilderhandschriften zu verstehen, die Ikonographien von Personen des Textes zu erfassen, und formale und stilistische Entwicklungen persischer Malerei vom Mittelalter bis in die Vormoderne nachzuvollziehen. Eine wiederkehrende Grundfrage in allen drei Aspekten lautet, wie Bild und Malerei mit, neben oder auch gegen den Text eine eigenständige visuelle Interpretation herstellen, also nicht bloße Illustration eines Textes sind.

Geplant sind auch eine Kurzexkursion zu Originalhandschriften in der ÖNB und der gemeinsame Besuch eines Abendvortrags.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

regelmäßige Teilnahme, aktive Beteiligung an der Diskussion, mündliches Referat, schriftliche Hausarbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Die LV richtet sich alle interessierten Studierenden der Kunstgschichte. Besondere Sprachkenntnisse sind nicht nötig, außer der Bereitschaft, auch mit englischsprachiger Fachliteratur umzugehen. Studierende der Orientalistik und Archäologie sind willkommen.

Prüfungsstoff

Literatur

Einführende Literatur:
Brend, Barbara, und Charles Melville: Epic of the Persian Kings: The Art of Ferdowsi’s Shahnameh (London 2011).
Hillenbrand, Robert (Hg.): Shahnama: The Visual Language of the Persian Book of Kings, (Edinburgh 2004).
Grabar, Oleg: Mostly Miniatures: An Introduction to Persian Painting (Princeton 2000).
Gray, Basil: Persische Malerei (Genf 1961).

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.10.2019 15:07