Universität Wien

080104 PS Fallstudie II/III: Neu fokussiert: Islamische Architektur in historischen Fotos (2025W)

der Universität Wien

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

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Details

Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Erste Sitzung: 13.10. Bitte lesen Sie bis dahin die in der Moodle-Aussendung genannten Texte.

  • Montag 06.10. 10:45 - 12:15 Seminarraum 1 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-07
  • Montag 13.10. 10:45 - 12:15 Seminarraum 1 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-07
  • Montag 20.10. 10:45 - 12:15 Seminarraum 1 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-07
  • Montag 27.10. 10:45 - 12:15 Seminarraum 1 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-07
  • Montag 03.11. 10:45 - 12:15 Seminarraum 1 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-07
  • Montag 10.11. 10:45 - 12:15 Seminarraum 1 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-07
  • Montag 17.11. 10:45 - 12:15 Seminarraum 1 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-07
  • Montag 24.11. 10:45 - 12:15 Seminarraum 1 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-07
  • Montag 01.12. 10:45 - 12:15 Seminarraum 1 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-07
  • Montag 15.12. 10:45 - 12:15 Seminarraum 1 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-07
  • Montag 12.01. 10:45 - 12:15 Seminarraum 1 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-07
  • Montag 19.01. 10:45 - 12:15 Seminarraum 1 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-07

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Lange Zeit ist der große Bestand historischer Fotos islamischer Kunst, vor allem Architektur, in der umfangreichen Fotosammlung des Instituts für Kunstgeschichte der Universität Wien kaum beachtet worden. Ein großer Teil der Fotosammlung geht auf die Forschung und Lehre von Josef Strzygowski zurück, 1909 bis 1933 Leiter des Instituts. Er interessierte sich für die Kunstgeschichte Asiens, besonders für Zusammenhänge byzantinischer, islamischer und armenischer Kunst. Andere Teile kommen aus Schenkungen, Tausch und Erwerbungen, etwa Abzüge der ältesten bekannten Fotos der heiligen Stätten in Mekka und Medina, die der Ägypter Muhammad Sadiq anfertigte (1880-81). Zu den neuesten Zugängen (2025) gehört die wahrscheinlich weltweit größte Sammlung an Fotos (rund 150.000) islamischer Architektur der Landschaft des Dekkan in Indien, aus den Materialien des Forschers Klaus Rötzer. Viele Fotos haben einen hohen dokumentarischen Wert: Der historische Zustand im Bild der Fotos ist heute verändert, nach Restaurierungen und modernen Eingriffen, und nicht wenige Werke sind zerstört.

Anhand der Fotos lässt sich der kunsthistorische Umgang mit Bildquellen praktizieren und theoretisieren, vor allem zu Architektur und Baudekor. Sie erlauben es, Begriffe und analytische Beschreibung zu üben, bieten einen spezifischen Zugang zum Verständnis des Mediums Foto und zu Fragen des archivalischen Kontextes. Die historischen Fotos des frühen 20. Jahrhunderts erlauben es, den Blick dieser Zeit auf islamische Kunst zu befragen, als diese gerade erst zum Thema einer wissenschaftlichen Kunstgeschichte wurde. Die Art der abgebildeten Werke und ihre Aufnahme in die Sammlung zeigen Breite, Richtung und auch Begrenztheit dieses Blickes.

Die Fallstudie konzentriert sich auf die Architekturfotos der Sammlung. Dabei sollen drei Themen erschlossen werden: die Fotos als Bildquelle der islamischen Kunstgeschichte, als archivalisches Medium und als Teil der Wissenschaftsgeschichte.
- Bildquelle: Oft sind die Fotos nur rudimentär beschriftet. Erste Frage ist daher: welcher Bau, wo und von wann ist abgebildet, welcher Teil davon? Wie lässt sich das in passenden kunstgeschichtlichen Begriffen beschreiben? Welche Forschungsliteratur lässt sich nutzen, und wie wird das Werk darin positioniert? Welchen Zustand dokumentiert das Foto und wie unterscheidet er sich vom heutigen?
- Archivalisches Medium: Um was für eine Abbildung handelt es sich: einen Originalabzug, eine Reproduktion einer veröffentlichten Abbildung? Von wann und wem ist das Foto? Wozu dient es, worauf kam es dem Fotografen an? Welche Informationen lassen sich dem archivalischen Kontext des Fotos entnehmen?
- Wissenschaftsgeschichte: Betrachtet man die Fotosammlung als Ganzes und in größeren Teilen: Wozu dienten sie? Welche Themen deckt sie ab? Welches Bildwissen wird hier fixiert und möglicherweise kanonisiert? Wann gelangte ein Foto in die Sammlung, und zu welchem Zweck?

Durch intensive Auseinandersetzung mit den Themen dieser Lehrveranstaltung erweitern und festigen die Studierenden die bisher erworbenen Fachkenntnisse, Arbeitstechniken und intellektuellen Fertigkeiten. Sie lernen, sich eigenständig einen Überblick über die relevante Fachliteratur zu verschaffen und diese kritisch zu rezipieren. Sie beginnen damit, sich in den kunsthistorischen Forschungsprozess mündlich und schriftlich einzubringen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- aktive Beteiligung an Diskussionen
- Referat und Präsentation
- Vertiefung in Form einer schriftlichen Hausarbeit (15.000-20.000 Zeichen Fließtext)
- Mit der Anmeldung zu dieser LV stimmen Sie zu, dass die automatisierte Plagiatsprüfungs-Software Turnitin alle von Ihnen in moodle eingereichten schriftlichen Teilleistungen prüft.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Mindestanforderung:
- Anwesenheitspflicht, um aktive Mitarbeit und Diskussion und Zusammenarbeit unter den Teilnehmer:innen zu gewährleisten. Bei Absenz wegen Krankheit oder familiärer Ausnahmesituation ist die Lehrveranstaltungsleitung vorab zu informieren und ein schriftlicher Nachweis vorzulegen.
- Für einen positiven Abschluss der Lehrveranstaltung müssen alle Teilleistungen erbracht werden.
- Seminararbeit: Zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis kann der/die Lehrveranstaltungsleiter/in Studierende zu einem notenrelevanten Gespräch nach Abgabe der Arbeit einladen, welches positiv zu absolvieren ist.

Beurteilungsmaßstab:
- aktive Beteiligung an Diskussionen 15%
- Referat und Präsentation 30 %
- Vertiefung in Form einer schriftlichen Hausarbeit 55%

Notenschlüssel:
1 (sehr gut) 100-90 Punkte; 2 (gut) 89-81 Punkte; 3 (befriedigend) 80-71 Punkte; 4 (genügend) 70-61 Punkte; 5 (nicht genügend) 60-0 Punkte

Prüfungsstoff

Prüfungsstoff ist der Inhalt der Lehrveranstaltung.

Literatur

Wird bekannt gegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 27.07.2026 09:26