Universität Wien
Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

090016 UE Archäologie und Epigraphik: die Römer im Spiegel spätantiker Inschriften (2020W)

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 9 - Altertumswissenschaften
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Update 02.11.2020
Ab 3.11 und mindestens bis Ende Dezember findet die Übung als digitale Lehre statt! Die Teilnehmer werden gebeten, sich zur übliche Uhrzeit des wöchentlichen Termins auf der Moodle-Plattform einzuloggen.

  • Dienstag 06.10. 10:15 - 11:45 Seminarraum d. Inst. f. Klassische Archäologie Franz-Klein-Gasse 1.OG
  • Dienstag 13.10. 10:15 - 11:45 Seminarraum d. Inst. f. Klassische Archäologie Franz-Klein-Gasse 1.OG
  • Dienstag 20.10. 10:15 - 11:45 Seminarraum d. Inst. f. Klassische Archäologie Franz-Klein-Gasse 1.OG
  • Dienstag 27.10. 10:15 - 11:45 Seminarraum d. Inst. f. Klassische Archäologie Franz-Klein-Gasse 1.OG
  • Dienstag 03.11. 10:15 - 11:45 Seminarraum d. Inst. f. Klassische Archäologie Franz-Klein-Gasse 1.OG
  • Dienstag 10.11. 10:15 - 11:45 Digital
  • Dienstag 17.11. 10:15 - 11:45 Digital
  • Dienstag 24.11. 10:15 - 11:45 Digital
  • Dienstag 01.12. 10:15 - 11:45 Digital
  • Dienstag 15.12. 10:15 - 11:45 Digital
  • Dienstag 12.01. 10:15 - 11:45 Digital
  • Dienstag 19.01. 10:15 - 11:45 Digital
  • Dienstag 26.01. 10:15 - 11:45 Digital

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Ziele
Einführung in die lateinische Epigraphik der Spätantike unter besonderer Berücksichtigung der christlichen Epigraphik der Stadt Rom. Vergleich von Inschriften mit anderen Quellengattungen.

Inhalte
Obwohl die Archäologie normalerweise viele Informationen über die visuelle und materielle Kultur der alten Bevölkerung liefert, sind noch viele Fragen zur Lebensweise der Menschen in der Spätantike unbeantwortet. Welche waren die beliebtesten Namen? Wie waren die Beziehungen zwischen Eltern und Kindern? Welche Hochzeitsrituale gab es? Welche Beziehung hatte man zur Welt der Unterhaltung? Welche Vorstellungen hatten die Menschen vom Tod und Jenseits? Ein Großteil dieser Informationen ist durch Grabinschriften überliefert. Die Epigraphik ist besonders wichtig für die Archäologie, weil sie es dem Archäologen ermöglicht, verschiedene Elemente des Lebens in der Spätantike zu rekonstruieren.
Ziel der Übung ist es, die Studierenden in die lateinische Epigraphik der Spätantike einzuführen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf Grabinschriften liegt, die sich auf die christliche Gesellschaft beziehen. Nach einer ersten Einführung in die Disziplin wird eine Reihe von Inschriften zusammen mit den Studenten gelesen und kommentiert.
Einige Besuche epigraphischer Sammlungen und externe Vorträge von eingeladenen Wissenschaftern werden das Programm bereichern.

Methode der Lehrveranstaltung
Archäologische und historische Kontextualisierung von christlichen Inschriften durch Lesen, Übersetzen, Kommentieren und gemeinsame Diskussion.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

-Regelmäßige Teilnahme
-Aktive Mitarbeit
-Vorbereitung der Sitzungen durch Lektüre der vorgegebenen Quellentexte
-Abfassung von kurzen Hausübungen zu ausgewählten Inschriften

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Latein-Kenntnisse sind willkommen, aber keine Voraussetzung. Die Inschriften werden sowohl im lateinischen Original als auch in Deutsch gelesen. Eine aktive Beteiligung an der Diskussion der in der Übung kommentierten Inschriften wird von den Studenten erwartet.
30% Anwesenheit und aktive Mitarbeit
30% Mündliches Referat
40% Hausarbeit mind. 5 Seiten Text
Zur erfolgreichen Absolvierung müssen alle Teilleistungen positiv ausfallen.

Prüfungsstoff

Es handelt sich um eine prüfungsimmanente LV.

Literatur

- M. G. Schmidt, Einführung in die lateinische Epigraphik, Darmstadt 2011.
- C. M. Kaufmann, Handbuch der altchristlichen Epigraphik, Freiburg – Wien 1917.
- O. Marucchi, Christian Epigraphy: an Elementary Treatise, with a Collection of Ancient Christian Inscriptions, mainly of Roman Origin, Cambridge 2011.
- J. Dresken-Weiland, A. Angerstorfer, A. Merkt, Himmel - Paradies - Schalom: Tod und Jenseits in christlichen und jüdischen Grabinschriften der Antike, Regensburg 2012.
- C. Carletti, Epigrafia dei cristiani in Occidente dal III al VII secolo, Bari 2008.
- D. Mazzoleni, Die Inschriften in den römischen Katakomben, in: V. Fiocchi Nicolai, F. Bisconti, D. Mazzoleni, Roms christliche Katakomben: Geschichte, Bilderwelt, Inschriften, Regensburg 2000, 147-185.
- ICUR- Inscriptiones christianae urbis Romae, Città del Vaticano 1922-1992.
- Ch. Pietri, Grabinschrift, in Reallexikon für Antike und Christentum XII, Stuttgart 1983, coll. 514-590.
- H. Niquet, Monumenta virtutum titulique: senatorische Selbstdarstellung im spätantiken Rom im Spiegel der epigraphischen Denkmäler, Stuttgart 2000.
-W. Wischmeyer, Griechische und lateinische Inschriften zur Sozialgeschichte der Alten Kirche, Gütersloh 1982.

Weitere Angaben zu relevanten Beiträgen werden auf Moodle zur Verfügung gestellt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Anrechenbar: im Fachbereich Materielle Kultur;
im BA 2019: M11, M13;
im BA 2011 - auslaufend: PM Grabung, kl. Vert.;
im MA 2019: PM3;
im MA 2008 - auslaufend: nicht anrechenbar;
im EC Methoden 2019: Materielle Kultur;

Letzte Änderung: Fr 12.05.2023 00:14