Universität Wien

090060 SE Griechisches Seminar: Homer als "Wegbereiter aller Wahrheit" (2023W)

Proklos' Dichtungstheorie im Kommentar zu Platons Politeia

6.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 9 - Altertumswissenschaften
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

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Details

max. 15 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Die Veranstaltung beginnt in der zweiten Semesterwoche am 11.10.2023, die Sitzung wird im Semester nachgeholt.

Mittwoch 11.10. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 5 Hof 3
Mittwoch 18.10. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 5 Hof 3
Mittwoch 25.10. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 5 Hof 3
Mittwoch 08.11. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 5 Hof 3
Mittwoch 15.11. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 5 Hof 3
Mittwoch 22.11. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 5 Hof 3
Mittwoch 29.11. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 5 Hof 3
Mittwoch 06.12. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 5 Hof 3
Mittwoch 13.12. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 5 Hof 3
Mittwoch 10.01. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 5 Hof 3
Mittwoch 17.01. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 5 Hof 3
Mittwoch 24.01. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 5 Hof 3
Mittwoch 31.01. 16:45 - 18:15 Hörsaal 3 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 5 Hof 3

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Der neuplatonische Philosoph Proklos (410-485) steht in seinem Kommentar zu Platons Politeia vor einer anspruchsvollen Aufgabe: Zum einen ist Proklos ein konsequenter Anhänger der Philosophie Platons, wie sie sich aus den Dialogen in der neuplatonischen Interpretation ergibt, so dass er Platon, wo er nur kann, Recht gibt. Platon kritisiert nun in den Bücher 2,3 und 10 der Politeia heftig die traditionelle Dichtung, insbesondere deren "Anführer" Homer. Zum anderen gelten für Proklos aber bestimmte alte Autoren und Schriften (wie Homers Epen oder die chaldäischen Orakel) als inspirierte Schriften, deren Autorität der Bibel bei den Christen gleichkommt. Er kommt also in ein Dilemma der Autoritäten.
In seinen als Essays gestalteten Abhandlungen über die Dichtkunst versucht Proklos nun zu zeigen, dass Platon eigentlich Homer ganz besonders hochschätzt und wie die Szenen bei Homer, die im Wortsinne verstanden "skandalöse" Aussagen über die Götter enthalten, durch allegorische Deutungen als Quelle philosophischer Wahrheiten dienen können. Das Dilemma zwischen der Homer- und der Platonnachfolge wird so entschärft.
Das Seminar befasst sich mit den entsprechenden Essays 5 und 6 des proklischen Politeiakommentares, möchte zeigen, wie hier die theologischen Skandalszenen (z.B. der Ehebruch von Ares und Aphrodite, der Bruch der Eide auf Geheiß der Athene, die Täuschung des Agamemnon durch Zeus, der Streit der Götter untereinander) in sinnvolle Inhalte umgedeutet werden und welches prinzipielle Verständnis von Literatur Proklos hat. Dabei wird gleichzeitig Stück für Stück zumindest ansatzweise auch die komplexe Philosophie und Theologie des Proklos herausgearbeitet werden.
Für eine erste Einführung ins Thema eignen sich besonders die Publikationen von Wolfgang Bernard und Daniel Muhsal (s. auf Moodle).

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Regelmäßige, präparierte Teilnahme; Referat + Hausarbeit.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

s.o.

Prüfungsstoff

s.o.

Literatur

Wichtige Literatur ist bereits auf Moodle eingestellt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 11.09.2023 16:47