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090078 SE Archäologie der Geschlechter: Frau und Mann in der ägäischen Frühzeit (2019S)

6.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 9 - Altertumswissenschaften
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 15 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine

DI wtl 14:15-15:45, Abguss-Sammlung d. Inst. f. Klassische Archäologie Franz-Klein-Gasse/Philippovichgasse
1. Termin: 05.03.2019


Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Das minoisch-mykenische Griechenland erweist sich in vielerlei Hinsicht als widerspenstige Hochkultur, deren ‘Funktionieren’ uns immer wieder vor grundlegende Probleme stellt. Dies betrifft nicht zuletzt auch die Funktion der Geschlechter auf der Ebene der Alltagskultur, in der offiziellen palatialen Sphäre sowie im religiösen Bereich. Der Geschlechterdefinition in der frühägäischen Gesellschaft und Vorstellungswelt nähert man sich am besten auf dem Weg der Erforschung der Geschlechterdifferenzen und mit besonderem Augenmerk auf die Funktionen und Positionen der Frau an, wofür uns die archäologischen, ikonographischen, philologischen und komparativ-kulturwissenschaftlichen Quellen eine reiche Palette an Informationen bieten.

Anhand von Referaten zu ausgewählten Themen wollen wir uns in diesem Seminar ein adäquates Bild der damit verbundenen Forschungsprobleme erarbeiten. Zu den Referatsthemen zählen etwa folgende: Anthropologie: Mann und Frau im sepulkralen Befund; Mann und Frau im häuslichen Bereich; Initiation - die ‚Menschwerdung des Kindes’; Ägäische Stierspringerinnen? Das Problem der Inkarnatsfarbe; Kourotrophos: die Frau als Mutter; Theorie und Forschungsgeschichte zum Matriarchat in der Frühägäis; Die Frau im Kult; Eine ‘Große kretische Muttergöttin’?; Die Frau in den Linear B-Texten; Die ‘Fremdarbeiterinnen’ in Pylos.

Die Vergabe der Referatsthemen erfolgt in der ersten Sitzung am 5.3.2019.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme an diesem Seminar sind die Übernahme eines mündlichen Referates, die Abfassung eines schriftlichen Resümees sowie das aktive Mitwirken an der Diskussion. Es besteht Anwesenheitspflicht.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Die Benotung erfolgt nach folgendem Schlüssel: 1 (sehr gute Leistung), 2 (gewisse Unsicherheiten im Umgang mit dem Thema), 3 (mittelmäßige Leistung), 4 (erhebliche Defizite, aber gerade noch akzeptabler Umgang mit dem Thema), 5 (nicht mehr akzeptabler Umgang mit dem Thema)

Prüfungsstoff

Literatur

L. Talalay, A feminist boomerang: the great goddess of Greek prehistory, Gender and History 6, H. 2, 1994, 165-183.
B. A. Olsen, Women, children and the family in Late Aegean Bronze Age: differences in Minoan and Mycenaean constructions of gender, World Archaeology 29, H. 3, 1998, 380-392.
Ch. E. Morris, From ideologies of motherhood to ‘collecting mother goddesses’, in: Y. Hamilakis - N. Momigliano (Hrsg.), Archaeology and European Modernity: Producing and Consuming the ‘Minoans’, Creta Antica 7 (Catania 2006) 69-78.
K. Kopaka (Hrsg.), FYLO. Engendering Prehistoric ‘Stratigraphies’ in the Aegean and the Mediterranean. Proceedings of an International Conference, University of Crete, Rethymno, 2-5 June 2005, Aegaeum 30 (Liège - Austin 2009).

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Anrechenbar: im Fachbereich Minoisch-mykenische Arch.
im BA: APM min, gr. Vertiefung, BM;
im MA: SM A, SM B;

Letzte Änderung: Mi 27.02.2019 17:47