Universität Wien

090104 PS Antike Literatur im byzantinischen Mittelalter: Bewahren, Studieren, Verwandeln (2026W)

6.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 9 - Altertumswissenschaften
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 14 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch, Englisch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Mittwoch 07.10. 09:00 - 10:30 Seminarraum d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postgasse 9, 2.Stock
  • Mittwoch 21.10. 09:00 - 10:30 Seminarraum d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postgasse 9, 2.Stock
  • Mittwoch 28.10. 09:00 - 10:30 Seminarraum d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postgasse 9, 2.Stock
  • Mittwoch 04.11. 09:00 - 10:30 Seminarraum d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postgasse 9, 2.Stock
  • Mittwoch 11.11. 09:00 - 10:30 Seminarraum d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postgasse 9, 2.Stock
  • Mittwoch 18.11. 09:00 - 10:30 Seminarraum d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postgasse 9, 2.Stock
  • Mittwoch 25.11. 09:00 - 10:30 Seminarraum d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postgasse 9, 2.Stock
  • Mittwoch 02.12. 09:00 - 10:30 Seminarraum d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postgasse 9, 2.Stock
  • Mittwoch 09.12. 09:00 - 10:30 Seminarraum d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postgasse 9, 2.Stock
  • Mittwoch 16.12. 09:00 - 10:30 Seminarraum d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postgasse 9, 2.Stock
  • Mittwoch 13.01. 09:00 - 10:30 Seminarraum d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postgasse 9, 2.Stock
  • Mittwoch 20.01. 09:00 - 10:30 Seminarraum d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postgasse 9, 2.Stock
  • Mittwoch 27.01. 09:00 - 10:30 Seminarraum d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postgasse 9, 2.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Antike Texte waren im griechischen Mittelalter omnipräsent. Ohne die byzantinischen Handschriften wäre der größte Teil der antiken Literatur verloren gegangen. Dass der Ausdruck poietes („Dichter“) ohne Namensnennung für den Dichter schlechthin, Homer, verwendet wurde, spricht Bände. Diese Veranstaltung widmet sich der vielgestaltigen Antikenrezeption in Byzanz unter drei Aspekten: bewahren, erforschen und verwandeln.

Bewahren: Der größte Teil der antiken Literatur ist in mittelalterlichen Handschriften auf uns gekommen; auch Informationen über heute verlorene Texte und Autoren können wir in vielen Fällen mittelalterlichen Quellen entnehmen (z.B. der Bibliotheka des Photios, 9. Jh.).

Erforschen: Antike Texte waren Gegenstand intensiver philologischer Arbeiten. Die Textgestalt verschiedener Handschriften wurde verglichen und Sammlungen um Texte aus anderen Handschriften ergänzt, um neue Texteditionen zu schaffen (z.B. die Anthologia Graeca, die bedeutendste Sammlung antiker griechischer Epigramme). Viele Texte wurden mit ausgiebigen Stellenkommentaren versehen, in denen inhaltliche wie grammatikalische Besonderheiten erklärt wurden. Schließlich sind uns ganze Forschungsaufsätze erhalten (z.B. Michael Psellos, Wer verfasste bessere Verse? Euripides oder Pisides?, 11. Jh.).

Verwandlung: Antike Texte inspirierten byzantinische Autoren auch zu eigenen Werken, seien es beißende Satiren in lukianischem Stil, Metaphrasen des Troja-Stoffes oder Romane. Die Anlehnung an antike Werke gab den Autoren einen Rahmen, den es kreativ und innovativ zu nutzen galt.

Die Lehrveranstaltung führt in die facettenreiche Auseinandersetzung der Byzantiner mit der antiken Literatur ein. Sie zeigt die Vielfalt byzantinischer Antikenrezeption und ermöglicht somit ein vertieftes Verständnis der Komplexität antiker und mittelalterlicher Literatur und ihrer Überlieferung.

Sprachkenntnisse:
Dieses Proseminar wird auf Deutsch oder Englisch abgehalten. Über die Unterrichtssprache wird in der ersten Sitzung auf Grundlage der Bedürfnisse der Studierenden entschieden.
Es werden keine Griechischkenntnisse vorausgesetzt.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mitarbeit (10%): Aktive Beteiligung an der Diskussion im Seminar.

Mündliche Präsentation (40%): Jede*r Studierende wählt auf Grundlage des Semesterprogramms eigenständig einen Quellentext aus, den er*sie im Seminar präsentiert. Er*sie leitet die gemeinsame Lektüre und Diskussion im Seminar an.

Schriftliche Arbeit (50%): Schriftliche Seminararbeit auf Grundlage der mündlich präsentierten und analysierten Texte (ca. 10-12 Seiten), inkl. einer Auseinandersetzung mit aktueller Forschungsliteratur. Abgabetermin: 22. Februar 2027.

Schriftliche Arbeiten können in deutscher oder englischer Sprache eingereicht werden.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Zum Bestehen der Lehrveranstaltung müssen alle Teilleistungen positiv bewertet werden.

Es herrscht Anwesenheitspflicht. Zweimaliges entschuldigtes Fehlen ist zulässig.

Prüfungsstoff

Prüfungsstoff sind die im Laufe des Semesters erarbeiteten Inhalte sowie eigenständige Forschung und Lektüre. Besonderes Augenmerk wird auf die kritische Quellenlektüre gelegt.

Literatur

Maßgebliche Literatur wird im Laufe des Semesters bekanntgegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Fr 02.10.2026 07:06