Universität Wien
Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

100105 PS NdL: Preise, Preisträger_innen und ihre Texte (2018W)

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 10 - Deutsche Philologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 35 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Im Rahmen des PS finden Besuche von Preisverleihungen statt, die Teil des Seminars sind und nur in begründeten Ausnahmen nicht besucht werden können (weil WOE oder abends ;-)). Anteilig enfallen LV-Einheiten.
Hier die Termine: Preisverleihung: Veza-Canetti-Preis, 17.10.2018 , MUSA Museum, 1010 Wien, Felderstraße 6-8
sa. 10. november 2018 um 17 uhr Edition Exil-Preisverleihung radio wien bühne, messe wien, halle d

  • Donnerstag 04.10. 11:30 - 13:00 Seminarraum 3 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Donnerstag 11.10. 11:30 - 13:00 Seminarraum 3 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Donnerstag 18.10. 11:30 - 13:00 Seminarraum 3 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Donnerstag 08.11. 11:30 - 13:00 Seminarraum 3 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Donnerstag 15.11. 11:30 - 13:00 Seminarraum 3 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Donnerstag 22.11. 11:30 - 13:00 Seminarraum 3 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Donnerstag 29.11. 11:30 - 13:00 Seminarraum 3 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Donnerstag 06.12. 11:30 - 13:00 Seminarraum 3 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Donnerstag 13.12. 11:30 - 13:00 Seminarraum 3 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Donnerstag 10.01. 11:30 - 13:00 Seminarraum 3 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Donnerstag 17.01. 11:30 - 13:00 Seminarraum 3 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Samstag 19.01. 15:00 - 17:30 Seminarraum 4 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Donnerstag 24.01. 11:30 - 13:00 Seminarraum 3 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
  • Donnerstag 31.01. 11:30 - 13:00 Seminarraum 3 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Inhalte:
Literaturpreise haben Konjunktur, ebenso wie Berichte über Vergaben von Literaturstipendien,
Übernahmen von Poetikdozenturen oder Stadtschreiber_innenämtern. Auch der Laudatio und den Dankesreden der geehrten Autor_innen wird Aufmerksamkeit beigemessen und Auftritte von Schriftsteller_innen im Rahmen der erwähnten Auszeichnungen sind nicht selten. In der Regel werden Meldungen über den jeweils aktuell gekürten Nobelpreisträger für Literatur
oder über Büchner-Preisträger_innen sogar auf der ersten Seite der Tageszeitungen platziert. Hier zeigen sich deutlich Hierarchien und Konkurrenzsituationen zwischen Literaturpreisen im Hinblick auf die mediale »Aufmerksamkeit« (Georg Franck) bzw. – hier mit Pierre Bourdieu – auf das kulturelle, soziale und ökonomische Kapital. Ehrungen erweisen sich zudem als Bedeutungs- und Geltungsgeneratoren für Autor_innen und Texte, die deren Image maßgeblich mitbestimmen (vgl. etwa Preise der edition exil). Ferner tragen literaturbezogene bzw. –fundierte rituelle oder ritualisierte Handlungen, wie sie Preise darstellen, zugleich dazu bei Literaturgeschichte zu schreiben. (Ich folge hier zwei der Spezialist_innen für die Erforschung des Themas, Burckhard Dücker und Verena Neumann und ihren maßgeblichen Publikationen. (siehe Literaturangaben unten).
Ziele:
* Überblick über Literaturpreise und die Institutionen, aus denen sie hervorgehen.
* Verstehen der Bedeutung von Preisen und ihren Auswirkungen – für die Preisträger_innen, für das literarische Feld, für die Literaturgeschichte.

*Einführung in maßgebliche theoretischen Ansätze, die für das Verständnis für die Bedeutung von Preisen maßgeblich sind.

Methoden:
* Feldarbeit – Besuch von Preisverleihungen und Lesungen, Führung eines LV-Tagebuchs
*Gruppen- und Partner_innenarbeit, Reflexion der Arbeit im Feld
*Input (von Lehrenden und Studierenden) mit Diskussion
*Lektüre und Diskussion theoretischer Texte, Übertragen der theoretischen Ansätze auf konkrete Fragestellungen der LV

Diese LVA zielt auf eine gemeinsame Wissenskonstruktion im Laufe des Semesters ab. Der Erfolg hängt nicht zuletzt davon ab, wie sehr sich die Studierenden mit ihrer jeweils eigenen Kompetenz, die sie im Zuge der Recherche und Vorbereitung der Gruppenreferate erworbenen haben, einbringen

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

• Teilnahme an der Feldarbeit, Anwesenheit, vorbereitetes Mitarbeiten, Referat, schriftliche Arbeit
• Ich erwarte, dass Sie regelmäßig und rechtzeitig ankommen ;-) und bereit sind, an der Diskussion teilzunehmen und mitzuarbeiten.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

• Teilnahme an der Feldarbeit
• Profunde Einarbeitung in die theoretischen Texte
• Lesen, Verstehen und 'Anwenden' der theoretischen Texte und Konzepte (literarisches Feld, etc…)
• Schärfung des eigenen begrifflichen Denkens, des Urteilsvermögens, des wissenschaftlichen Arbeitsstiles und Argumentierens
• Reflexionskompetenz und Einnehmen einer Metaperspektive
Lektüreprotokoll: 10%
Referat/Mitarbeit: 20%
PS-Arbeit: 70% & LV-Tagebuch
alle drei Komponenten müssen positiv absolviert werden

Prüfungsstoff

prüfungsimmanente LV, Mitarbeit, Präsentation, schriftliche Arbeit, LV-Tagebuch

Literatur

• Pierre Bourdieu: Die Regeln der Kunst. Übers. von Achim Russer und Bernhard Schwibs. Frankfurt am Main: Suhrkamp 2001.
• Burckhard Dücker; Dietrich Harth; Marion Steinicke und Judith Ulmer: Literaturpreisverleihungen: ritualisierte Konsekrationen im kulturellen Feld. Forum Ritualdynamik. Nr. 11. April 2005. In: http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/5490 (Stand 26.07. 2015)
• Burckhard Dücker und Verena Neumann: Literaturpreise. Register mit einer Einführung: Literaturpreise als literaturgeschichtlicher Forschungsgegenstand. Forum Ritualdynamik. Nr. 12. Juni 2005. In: http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/5811 (Stand 26.07. 2015)
• Schörkhuber, Eva: Alles umsonst - oder: warum man sich um den Nobelpreis nichts kaufen kann. 2007.
• Schörkuber, Eva: "Der Literaturnobelpreis als Agent einer universellen Kanonisierung". In: PS - Politisches Schreiben. Anmerkungen zum Literaturbetrieb Ausgabe #1 “Konkurrenz & Kanon”, 2015, https://www.politischschreiben.net/der-literaturnobelpreis-als-agent-einer-universellen-kanonisierung/

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

(I 1231)
Teilnahmevoraussetzung im UF Deutsch Diplom:
StEOP (I 1114 + StEOP LehrerInnenbildung)
I 1111; I 1112; I 1117
Zur Äquivalenzliste geht es hier: http://spl-germanistik.univie.ac.at/uploads/media/Aequivalenzliste_LA_UF_Deutsch.pdf

Letzte Änderung: Mi 15.12.2021 00:18