Universität Wien FIND

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100128 SE Masterseminar NdL: Die Biographie. Theorien und exemplarische Lektüren (2020W)

6.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 10 - Deutsche Philologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

ab 2.11. digital aufgrund von Covid-19 Maßnahmen

Donnerstag 08.10. 11:30 - 13:00 Hörsaal 33 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
Donnerstag 15.10. 11:30 - 13:00 Hörsaal 33 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
Donnerstag 22.10. 11:30 - 13:00 Hörsaal 33 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
Donnerstag 29.10. 11:30 - 13:00 Hörsaal 33 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
Donnerstag 05.11. 11:30 - 13:00 Digital
Donnerstag 12.11. 11:30 - 13:00 Digital
Donnerstag 19.11. 11:30 - 13:00 Digital
Donnerstag 26.11. 11:30 - 13:00 Digital
Donnerstag 03.12. 11:30 - 13:00 Digital
Donnerstag 10.12. 11:30 - 13:00 Digital
Donnerstag 17.12. 11:30 - 13:00 Digital
Donnerstag 07.01. 11:30 - 13:00 Digital
Donnerstag 14.01. 11:30 - 13:00 Digital
Donnerstag 21.01. 11:30 - 13:00 Digital
Donnerstag 28.01. 11:30 - 13:00 Digital

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Ziele

Lektüre paradigmatischer theoretischer Texte zur Frage des Biographischen – Analyse und Kritik. Lektüren von Biographien entlang theoretischer Reflexionen. Tieferes Verständnis der Begrifflichkeiten, Fähigkeit zur Erprobung und Evaluierung der theoretischen Ansätze und ihrer Anwendungsfelder für die germanistische Forschung.

Thema und Fragestellungen

In diesem anspruchsvollen Seminar befassen uns mit programmatischen Texten der Theorie der Biographie sowie mit einer Auswahl an biographischen Texten, um diese entlang der theoretischen Ansätze zu lesen und zu reflektieren. Warum ist das wichtig und spannend zugleich, warum, allererst, fasziniert das Genre Biographie? „Biographik als kulturelle Universalie Biographisches Erzählen ist allgegenwärtig. Ob biographische Spielfilme, Fernsehsendungen oder Websites, biographische Porträts und Nachrufe in Zeitungen oder (nicht zuletzt) monographische Biographien, die inzwischen ganze Abteilungen in den Buchhandlungen füllen – auf Schritt und Tritt begegnen wir solchen medialen Repräsentationen, in deren Zentrum die Erlebnisse einer Berühmtheit (seltener: eines Jedermann) stehen … Biographien [erzählen] im Idealfall spannende Geschichten, die die Neugier nach Details aus dem Leben anderer befriedigen.“ (Klein, Christian (Hg.): Handbuch Biographie 2011, S. XII) Doch wie ist das Genre zu definieren und zu theoretisieren? Welche Rolle spielt dabei die Konzeption des biographischen Subjekts? Das ‚Subjekt‘ als der außersprachliche Referent des (Auto)Biographischen ist in vielfältiger Hinsicht bedeutend für jedwede Ansätze, das Genre zu theoretisieren, sei es affirmativ oder kritisch. Roland Barthes, ein bedeutender Theoretiker des (Auto)Biographischen, hat mit seinem Begriff der Biographeme ein prägnantes Gegenkonzept zur konventionellen autor*innenzentrierten Biographik eingeführt. Diesen und anderen Fragen, die sich dem grundlegenden Verständnis dessen zuwenden, was als ‚Biographie‘ bzw. als ‚Biographisches‘ überhaupt konzeptualisiert werden kann und wie, auf der Basis dieser theoretischen Vorannahmen Biographien ‚gelesen‘ werden können, widmet sich das Seminar.
Methoden
• Gruppen- und Partner_innenarbeit
• Input (von Lehrenden und Studierenden) mit Diskussion
• Lektüre und Diskussion theoretischer Texte, Übertragen der theoretischen Ansätze auf konkrete

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Anwesenheit (online), vorbereitetes Mitarbeiten, Referat, schriftliche Arbeit
Teilnahme. Ich erwarte, dass Sie regelmäßig und rechtzeitig ankommen bzw. online-erscheinen, je nach COVID-Situation ;-) und bereit sind, an der Diskussion teilzunehmen und mitzuarbeiten.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

• Profunde Einarbeitung in die entsprechenden Texte
• Lesen, Verstehen und 'Anwenden' der theoretischen Texte und Konzepte
• Schärfung des eigenen begrifflichen Denkens, des Urteilsvermögens, des wissenschaftlichen Arbeitsstiles und Argumentierens
• Reflexionskompetenz und Einnehmen einer Metaperspektive

Prüfungsstoff

prüfungsimmanente LV, Mitarbeit, Referat, schriftliche Arbeit
Abgabe:
> wintersemester: 30.04. -- unabhängig ob PS-, SE- oder BA-Arbeit.

> ma-seminararbeit: 25 seiten haupttext

Literatur

Sekundärliteratur und theoretische Literatur:

• Bödeker, Hans Erich (Hg.), Biographie schreiben, Göttingen 2003.
• Pierre Bourdieu: Die biographische Illusion. In: BIOS. 1990, Heft 1.
• Klein, Christian (Hg.): Handbuch Biographie: Methoden, Traditionen, Theorien, Stuttgart Weimar / [Ann Arbor]: J. B. Metzler / ProQuest Ebook Central 2011, S. XII.
• Klein, Christian (Hrsg.): Handbuch Biographie. Methoden, Traditionen, Theorien. Metzler, Stuttgart/Weimar 2009.
• Klein Christian (Hg.), Grundlagen der Biographik. Theorie und Praxis des biographischen Schreibens, Stuttgart 2003.
• Barthes, Roland: Sade, Fourier, Loyola, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1986, S. 12.
• Fetz, Bernhard / Schweiger, Hannes / Ludwig-Boltzmann-Institut für Geschichte und Theorie der, Biographie: Die Biographie - zur Grundlegung ihrer Theorie, Berlin [u.a.]: de Gruyter 2009, https://ubdata.univie.ac.at/AC07105063.
• Fetz, Bernhard /Hemecker, Wilhelm (Hg.):. Theorie der Biographie: Grundlagentexte und Kommentar. Berlin, New York: DE GRUYTER 2011.
• Feyertag, Karoline: Sarah Kofman. Eine Biographie, Wien/Berlin: Turia + Kant 2014.
• Kracauer, Siegfried: Die Biographie als neubürgerliche Kunstform. In: Ders., Das Ornament der Masse. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1977, S. 75–80.
• • Schäfer, Elisabeth, „Hélène Cixous’ Life Writings – Writing a Life. Oder: Das Auto-/Biographische ist nicht privat“, in: Internationales Jahrbuch für Medienphilosophie Band 3 2017, hg. v. Jörg Sternagel, Michael MayerScheuer, Helmut: Biographie. Studien zur Funktion und zum Wandel einer literarischen Gattung vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Metzler, Stuttgart 1979.
• Weigel, Sigrid: "Korrespondenzen und Konstellationen. Zum postalischen Prinzip biographischer Darstellungen", in: Grundlagen der Biographik, hg. von Klein C., Stuttgart: Metzler 2002, S. 41.

Dies hier ist eine kleine Auswahl- und auch Überblicksbibliographie zu Ihrer Information, aus dieser werden im Seminar nur eine Auswahl an Texten behandelt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Do 03.12.2020 13:47