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100231 VO Storytelling: Erzählen als Medium der Weltwahrnehmung und Weltgestaltung (2026S)
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Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').
Achten Sie auf die Einhaltung der Standards guter wissenschaftlicher Praxis und die korrekte Anwendung der Techniken wissenschaftlichen Arbeitens und Schreibens.
Plagiierte und erschlichene Teilleistungen führen zur Nichtbewertung der Lehrveranstaltung (Eintragung eines 'X' im Sammelzeugnis).
Die Lehrveranstaltungsleitung kann Studierende zu einem notenrelevanten Gespräch über erbrachte Teilleistungen einladen.
Achten Sie auf die Einhaltung der Standards guter wissenschaftlicher Praxis und die korrekte Anwendung der Techniken wissenschaftlichen Arbeitens und Schreibens.
Plagiierte und erschlichene Teilleistungen führen zur Nichtbewertung der Lehrveranstaltung (Eintragung eines 'X' im Sammelzeugnis).
Die Lehrveranstaltungsleitung kann Studierende zu einem notenrelevanten Gespräch über erbrachte Teilleistungen einladen.
An/Abmeldung
Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").
Details
Sprache: Deutsch
Prüfungstermine
- Mittwoch 24.06.2026 18:30 - 20:00 Hörsaal 33 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
- N Mittwoch 30.09.2026 18:30 - 20:00 Hörsaal 33 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
- Dienstag 19.01.2027 18:30 - 20:00 Ort in u:find Details
- Freitag 26.02.2027 18:30 - 20:00 Ort in u:find Details
Lehrende
Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert
Programm:
04.03. Gerald Moers (Ägyptologie) / Stephan Müller (Germanistik) „Erzählen gegen den Tod im pharaonischen Ägypten und im deutschen Mittelalter“11.03. Eva Zettelmann (Anglistik) „Einführung in grundlegende Konstituenten von Narrativität“
18.03. Ulrich Ansorge (Psychologie): „Geschichten aus und in der Psychologie“
25.03. Uta Heil (Evangelische Theologie) „Dieser Mann war eine Frau! Askese und Transgender in Viten erzählt“
15.04. Klaus Speidel (AIT. Austrian Institute of Technology/Universität für angewandte Kunst Wien): „Zukunft erzählen — Sci-Fi, Valley und Kunst im Wettbewerb der KI-Narrative“
22.04. Waltraud Kolb (Translationswissenschaft) „Maschinenübersetzung und Postediting narrativer Texte“
29.04. Philipp Scheibelreiter (Römisches Recht und antike Rechtsgeschichte) „Erzählung als Sachverhaltsdarstellung einer Prozesspartei“
06.05. Günther Stocker (Germanistik) "Ich oder K.? Perspektivenstrukturen in literarischen Erzählungen"
13.05. KEINE SITZUNG
20.05. Katharina Gartner (Afrikawissenschaften): „’We are all together.’ Erzählen in zeitgenössischen afrikanischen Kontexten als intergenerationelle, musikalische und kreative Praxis“
27.05. Claus Tieber (TFM): „Jenseits der Narration: Audiovisuelles Erzählen in Film und Drehbuch“
03.06. KEINE SITZUNG
10.06. Christiane Maria Losert-Valiente Kron (Physik) und Katharina Pallitsch (Organische Chemie) „Anwendungsorientierte Wissenschaftsvermittlung im konstruktivistischen Dialog“
17.06. Eva Zettelmann (Anglistik): „Femizid: Patriarchale Narrative in den österreichischen Printmedien"
24.06. 1. Prüfungstermin
- Mittwoch 04.03. 18:30 - 20:00 Hörsaal 33 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
- Mittwoch 11.03. 18:30 - 20:00 Hörsaal 33 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
- Mittwoch 18.03. 18:30 - 20:00 Hörsaal 33 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
- Mittwoch 25.03. 18:30 - 20:00 Hörsaal 33 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
- Mittwoch 15.04. 18:30 - 20:00 Hörsaal 33 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
- Mittwoch 22.04. 18:30 - 20:00 Hörsaal 33 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
- Mittwoch 29.04. 18:30 - 20:00 Hörsaal 33 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
- Mittwoch 06.05. 18:30 - 20:00 Hörsaal 33 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
- Mittwoch 20.05. 18:30 - 20:00 Hörsaal 33 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
- Mittwoch 27.05. 18:30 - 20:00 Hörsaal 33 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
- Mittwoch 10.06. 18:30 - 20:00 Hörsaal 33 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
- Mittwoch 17.06. 18:30 - 20:00 Hörsaal 33 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
Information
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
Vor-Ort Multiple Choice Prüfung am 24.06.2024
Erlaubte Hilfsmittel: KeineSchriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').
Erlaubte Hilfsmittel: KeineSchriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
88 - 100 % 1
75 - 87,99 % 2
62,51 - 74,99 % 3
50 - 62,5 % 4
0 - 49,99 % 5
75 - 87,99 % 2
62,51 - 74,99 % 3
50 - 62,5 % 4
0 - 49,99 % 5
Prüfungsstoff
Die Lehrenden definieren den prüfungsrelevanten Stoff jeweils in der von ihnen bestrittenen Lehrveranstaltungseinheit.
Literatur
Matías Martínez, Was ist Erzählen? in: Matías Martínez (Hg.), Erzählen. Ein interdisziplinäres Handbuch, Stuttgart 2017, S. 2-6 (Online-Zugriff über UB)
Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis
Letzte Änderung: Mo 15.06.2026 18:26
Erzählen gehört zu den elementarsten und selbstverständlichsten Praxen der menschlichen Weltwahrnehmung und Weltgestaltung und bleibt dabei doch immer auch kulturspezifisch. Dementsprechend durchziehen Erzählungen – teils auch unerkannt – sämtliche Bereiche vergangener und heutiger Lebenswelten. Weit vor dem bekannten Sonderfall des literarischen Erzählens fängt dies bereits bei konversationellen Alltagserzählungen an „Du glaubst nicht, was mir gestern passiert ist …“ und geht über das identitätsstiftende biographische Erzählen von Individuen bis hin zu den großen Narrativen kultureller Kollektive jeglichen Zuschnitts – Verschwörungsgeschichten inklusive. Auch aus entwicklungs- und kognitionspsychologischer Perspektive scheint personale Identität weitestgehend narrativ verfasst.
Erzählen ist dabei an kein spezifisches Medium gebunden. Erzählt wird nicht nur mündlich oder schriftlich, sondern gleichermaßen in Bildern und in Filmen genauso wie in digitalen Spielen, im Theater oder in der Musik. So vielfältig die Formen des Erzählens sind, so vielfältig sind auch die kontextspezifischen Funktionen, die mit dem Erzählen von Geschichten verknüpft werden. Erzählt wird im Rahmen geschichtswissenschaftlicher Re-Konstruktionen von Ereignissen, im Plädoyer vor Gericht, bei der Markteinführung neuer Produkte, selbst die Präsentation naturwissenschaftlicher Daten folgt häufig narrativen Schemata.
Zunehmend deutlicher tritt in letzter Zeit die besondere Bedeutung des Erzählens bei der Interpretation zeitgeschichtlicher Ereignisse in den Vordergrund. Zur Erklärung ein und desselben Geschehens konstruieren Akteur*innen je nach Interessenlage konkurrierende Erzählungen. Die Kompetenz, die interessengleitete Konstruktion von Geschichten verstehen und analysieren zu können, dürfte daher neben allem anderen besonders für die demokratische Gestaltung politischer Diskurse von hoher Zukunftsrelevanz sein.
Ziel:
Die fakultätsübergreifende Vorlesung gibt einen Einblick in diesen grundsätzlichen Facettenreichtum des Erzählens. Unterschiedliche Medien, in denen Geschichten erzählt werden können, werden dabei ebenso beleuchtet wie die historisch und kulturell definierten verschiedenen gesellschaftlichen Kontexte und Funktionen des Erzählens.