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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

100246 SE Masterseminar NdL: Galizien im Ersten Weltkrieg in der deutschsprachigen Literatur (2019S)

6.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 10 - Deutsche Philologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Mittwoch 06.03. 16:45 - 18:15 Seminarraum 4 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Mittwoch 13.03. 16:45 - 18:15 Seminarraum 4 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Mittwoch 20.03. 16:45 - 18:15 Seminarraum 4 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Mittwoch 27.03. 16:45 - 18:15 Seminarraum 4 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Mittwoch 03.04. 16:45 - 18:15 Seminarraum 4 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Mittwoch 10.04. 16:45 - 18:15 Seminarraum 4 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Mittwoch 08.05. 16:45 - 18:15 Seminarraum 4 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Mittwoch 15.05. 16:45 - 18:15 Seminarraum 4 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Mittwoch 22.05. 16:45 - 18:15 Seminarraum 4 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Mittwoch 29.05. 16:45 - 18:15 Seminarraum 4 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Mittwoch 05.06. 16:45 - 18:15 Seminarraum 4 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Mittwoch 12.06. 16:45 - 18:15 Seminarraum 4 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Mittwoch 19.06. 16:45 - 18:15 Seminarraum 4 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Mittwoch 26.06. 16:45 - 18:15 Seminarraum 4 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Erster Weltkrieg und Zusammenbruch der Habsburgermonarchie im Spiegel der Galizienliteratur: Historisches Gedächtnis und literarische Reflexion
Ziel der Lehrveranstaltung ist es, Kenntnisse über die Ereignisse an der Ostfront im Ersten Weltkrieg sowie den Zusammenbruch der Habsburgermonarchie, wie sie in der Belletristik und Publizistik reflektiert wurden, zu vermitteln. Es geht um die Autoren, die einen direkten Bezug zu Galizien haben oder an der Ostfront im Ersten Weltkrieg waren. Es sollen Einblicke in die Texte, die in unterschiedlicher Zeit und in verschiedenen Sprachen (deutsch, polnisch, ukrainisch, russisch) geschrieben wurden, im Vergleich gegeben sowie Kompetenzen in diesem Bereich bei den Studierenden erreicht werden. Es wird die aktuelle Deutung Galiziens als einer geopolitischen Grenzregion erläutert und die theoretischen Grundlagen präsentiert. Die Zugänge sollen interdisziplinär sein: berücksichtigt werden Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft und Geschichte. Relevant für die Lehrveranstaltung sind die Theorien, die im Zuge von Cultural Turns an Bedeutung gewonnen haben, wie Postkolonia Turn und Spatial Turn. Von den Raumtheorien wird die Phänomenologie des Raums im Vordergrund stehen, insbesondere der topologische Zugang zur Raumproblematik auf verhaltenswissenschaftlichen Grundlage von Kurt Lewin, dem den ersten Anstoß sein eigenes Kriegserleben Galiziens 1917 gegeben hat. Es soll auf die Aktualität der galizischen Texte für das Thema „Krieg und Frieden im mitteleuropäischen Raum“ eingegangen werden. Während der Seminare sollen die ausgewählten belletristischen und publizistischen Texte in deutscher Sprache gelesen und mithilfe der erläuterten theoretischen Zugänge analysiert. Vorgeschlagen werden folgende Texte von bekannten und wenig bekannten Autoren der österreichischen, der deutschsprachig-jüdischen und der slawischen Literaturen (der polnischen, der ukrainischen und der russischen):

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mündliche und schriftliche Prüfung

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Um die LV positiv abzuschließen, müssen Impulsreferate gehalten und bis Ende des Semesters eine schriftliche Arbeit (Umfang 25 Seiten Haupttext) abgegeben werden. Zusätzlich wird die aktive Beteiligung an den Diskussionen in die Benotung mit einbezogen.

Prüfungsstoff

Wird während der LV-en bekanntgegeben

Literatur

Primärliteratur: Hermann Blumenthal: „Der Wall im Osten. Kriegserzählungen“; Olha Kobyljans’ka: „Antikriegserzählungen“; Lyrik der Westukraine im Ersten Weltkrieg sowie Gedichte „Grodek“ von Georg Trakl und „Militär in Galizien“ von Josef Svatopluk Machar. Besprochen werden auch Auszüge aus den „großen Romanen“, in denen die Zeit des Ersten Weltkrieges in Galizien und kurz danach geschildert wird, wie „Radetzkymarsch“ von Joseph Roth; „Lektion in einer toten Sprache“ von Andrzej Kuśniewicz; „Austeria“ von Julian Stryjkowski; „Drei Schwestern“ von Aleksej Tolstoj und „Doktor Živago“ von Boris Pasternak. Von den publizistischen Texten werden folgende analysiert: Salcia Landmann: „Mein Galizien“; Joseph Roth: „Reise durch Galizien, 1924“; Alfred Döblin: „Die Reise in Polen, 1926“; Stefan Zweig: „Reisen im Ersten Weltkrieg: Galizien und die Schweiz. Briefe 1915-1918“; „Tagebuch September 1914“ sowie Ausgewählte Briefe der Offiziere der zaristischen Armee und einige Dokumente der österreichisch-ungarischen Diplomatie von 1914. Besprochen werden auch die Galizien-Bezogenen Szenen aus dem Drama „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus.
Bibliographie wird während der LV-en bekanntgegeben

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

(I 2260, I 2900)
Teilnahmevoraussetzung im UF Deutsch Diplom:
1.Abschnitt
Zur Äquivalenzliste geht es hier: https://spl10.univie.ac.at/fileadmin/user_upload/s_spl10/Aequivalenzliste-abWS15.pdf

Letzte Änderung: Mi 03.07.2019 08:07