Universität Wien FIND

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130079 VO Ring-VO Lit. Wechselbeziehungen: TRANSEUROPA. Das Konzept Europa im globalen Kontext (2015W)

2. Prüfungstermin: 14.3.2016, 8.00-9.30 Uhr, SR 3
3. Prüfungstermin: 11.4.2016, 8.00-9.30 Uhr, SR 3
4. Prüfungstermin: 27.6.2016, 18.30-20.00 Uhr, HS 42

Details

Sprache: Deutsch

Prüfungstermine

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

21.10. Dr. Doron Rabinovici (Wien): Diesseits und jenseits von Andernorts
28.10. Univ.Prof.Dr. Thomas Ertl (Inst.f.Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Univ.Wien): Wie global war das Mittelalter?
4.11. AO.Prof.in Dr. Claudia Römer (Dept.of Oriental Studies, Univ. Wien): Das osmanische Reich und Europa: Verfall, Transformation, Reform – der Blick osmanischer Reformtraktate auf die Lage des Osmanischen Reiches im 16.-18. Jh.
11.11. PD Mag.Dr.phil. Mihailo Popović, PD Dr. Mag. Christian Gastgeber (Öster.Akademie der Wissenschaften): Wieso ist Osteuropa so wie es ist? – Der europäische Begriff aus der Sicht der Byzantinistik
18.11. Barbara Frischmuth (Altaussee): Vom Fremdeln und vom Eigentümeln
25.11. Univ.-Prof.Dr. Jörg Türschmann (Inst.f.Romanistik, Univ. Wien): Flucht und Zuflucht: Migration im europäischen Film
2.12. Prof.Dr. Kirsten Rüther (Inst.f.Afrikawissenschaften, Univ. Wien): Imagination  Europa. AfrikanerInnen betrachten und erfahren eine Welt   Eine Zeitreise
9.12. Dr. Gianna Zocco (Abt.f.Vergleichende Literaturwissenschaft, Univ. Wien): Europa und europäische Geschichte in afroamerikanischer Literatur
16.12. Prof.Dr.phil.habil.Yuji Nawata (Inst.f.Germanistik, Chuo Universität, Tokyo):
13.1. Univ.-Prof.Mag.Dr.Dr.h.c.Alois Woldan (Inst.f.Slavistik, Univ. Wien): Die Ukraine in Europa – Argumente aus literarischer Sicht
20.1. ao.Univ.-Prof.DDr. Hans Schelkshorn (Institut für Christiliche Philosophie, Univ. Wien): Die Krise Europas im Spiegel außereuropäischer Philosophien

Mittwoch 21.10. 16:45 - 18:15 Hörsaal 31 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Mittwoch 28.10. 16:45 - 18:15 Hörsaal 31 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Mittwoch 04.11. 16:45 - 18:15 Hörsaal 31 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Mittwoch 11.11. 16:45 - 18:15 Hörsaal 31 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Mittwoch 18.11. 16:45 - 18:15 Hörsaal 31 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Mittwoch 25.11. 16:45 - 18:15 Hörsaal 31 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Mittwoch 02.12. 16:45 - 18:15 Hörsaal 31 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Mittwoch 09.12. 16:45 - 18:15 Hörsaal 31 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Mittwoch 16.12. 16:45 - 18:15 Hörsaal 31 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Mittwoch 13.01. 16:45 - 18:15 Hörsaal 31 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Montag 18.01. 16:45 - 18:15 Hörsaal 31 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Mittwoch 20.01. 16:45 - 18:15 Hörsaal 31 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Idee “Europa” hat sich in den vergangenen Jahrzehnten erneut als politisch wirkungsmächtiges Konzept erwiesen. Der Zusammenschluß der Mehrheit der auf dem europäischen Kontinent liegenden Staaten in der Europäischen Union erwies sich nicht allein ökonomisch als Vorteil, sondern er beförderte auch ein Selbstbild der Staatengemeinschaft, das von der Überzeugung der Unanfechtbarkeit der kulturellen Werte des Abendlands – Demokratie und Selbstbestimmung; Wissenschaft und Technologie; christliche Ethik und Liberalismus – getragen wird. Wie eine mittelalterliche Stadtmauer wirkt das Konzept Europa exklusiv in beiden Richtungen: es stärkt und schützt diejenigen, die es einschließt; es verwahrt sich gegenüber denjenigen, die davon ausgeschlossen sind, und es reguliert die – notwendigen – Interaktionen mit ihnen nach Maßgabe eigener Interessen.
In seiner Exklusivität mag sich “Europa” als vorbildhaft auch für andere kontinentale Staatengemeinschaften darstellen; als Modell hat es sich gleichwohl nicht durchgesetzt. Mehr und mehr zeichnet sich indessen ab, dass Weltpolitik und Weltwirtschaft ihre Schwerpunkte jenseits von Europa haben und dass die europäische Leitkultur faktisch durch Praktiken globaler Interaktion ersetzt wird, die nur partiell mit der europäischen Werteordnung konvergieren.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Kurzprotokoll mit eigener Stellungnahme zu einer frei wählbaren Vorlesungseinheit; Klausur in der letzten Vorlesungseinheit am 27.1.2016

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Im Sinne einer kritischen Revision will die Ringvorlesung das Konzept Europas – seine Genese und seine Konsequenzen, die Entstehung des europäischen Exklusivitätsgedankens wie die Herkunft seiner Werteordnung eiernseits, die Konsequenzen der europäischen Expansion andererseits – aus Perspektiven betrachten, die von jenseits Europas stammen.
In historischen Ausgriffen wie in gegenwartsbezogenen Darstellungen sollen die Konstruktion der europäischen Werteordnung, ihr Geltungsanspruch und ihre heutige Verbindlichkeit diskutiert werden. In einem weiten historischen wie geographischen Spektrum werden Vertreter der Kulturen Asiens und Afrikas zu Wort kommen; weitere Positionen werden von Amerika aus formuliert. Schließlich soll das Konzept Europa aus der Sicht jener betrachtet werden, die geographisch auf dem Kontinent angesiedelt sind, die der europäischen Staatengemeinschaft aber nicht angehören.

Prüfungsstoff

Interdiziplinäre Vorlesungen verschiedener einschlägiger FachvertreterInnen; öffentliche Podiumsdiskussion am Ende des Semesters (wird noch separat angekündigt).

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA M4, EC

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:34