Universität Wien FIND

Auf Grund der COVID-19 Pandemie kann es bei Lehrveranstaltungen und Prüfungen auch kurzfristig zu Änderungen kommen. Informieren Sie sich laufend in u:find und checken Sie regelmäßig Ihre E-Mails.

Lesen Sie bitte die Informationen auf https://studieren.univie.ac.at/info.

135041 PS Literar. Wechselbez.(PS): ‘The Empire Strikes Back‘: Post-imperiale Melancholie (2021S)

am Beispiel der türkischen Literatur

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
DIGITAL

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine

Dienstag 14.15-15.45 Uhr (vorerst digitale Lehre)
1. Einheit: 02.03.2021


Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Zentrale Fragestellung dieses Proseminars ist die literatur- bzw. kulturwissenschaftliche Annäherung an Imperien, mit einem besonderen Schwerpunkt auf die narrative Konstruktion des Osmanischen Reiches in der modernen türkischen Literatur. Das im Jahr 1923 untergegangene Osmanische Reich ist nicht nur in der zeitgenössischen türkischen Politik ein wichtiger ideologischer Referenzpunkt („neo-Osmanismus“), sondern wird auch in der Literatur melancholisch evoziert. Imperiale Lebenswelten sind, wie es unter anderem die nostalgischen Retrospektionen in Orhan Pamuks autobiographischem Stadtroman "Istanbul-Erinnerungen an eine Stadt" (2003) veranschaulichen, Quelle einer post-imperialer Retrospektion. Melancholisch evoziert werden beispielsweise der kulturelle und materielle Reichtum vergangener Zeiten oder auch der multikulturelle Charakter des Osmanisches Reiches, der im Gegensatz zur homogenisierenden nationalstaatlichen Identität der Republik Türkei gedacht wird.

Im Zentrum dieses Seminars steht demnach die Frage nach dem Imperium als literarischem Narrativ. Auf konzeptueller Ebene beschäftigen sich die Studierenden mit Melancholie als Hauptmerkmal der s.g. „Narrated Empires“. Die Auseinandersetzung mit konkreten literarischen Beispielen aus dem türkischen Kontext zeigt, auf welch vielfältige Art und Weise die imperiale Vergangenheit literarisch evoziert wird und inwiefern mit der narrativen Konstruktion des Osmanischen Reiches auch Identitätskonzepte sowie Selbst- und Fremdbilder verhandelt werden.

Die Lehre findet bis auf weiteres online statt (Stand Februar 2021). Zwei Gastvorträge werden in den Seminarablauf integriert und finden ebenfalls online statt.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- Mitarbeit (regelmäßige Lektüre und Vorbereitung von Texten, aktive Teilnahme an online-Sitzungen, Gruppenarbeit, Abgabe kurzer Diskussionsprotokolle)
- Abgabe eines wissenschaftlichen Kurzessays während des Semesters
- Abgabe eines Themenvorschlags für die Abschlussarbeit während des Semesters
- Schriftliche Abschlussarbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Die Endnote setzt sich aus vier Teilleistungen zusammen: Mitarbeit (30%), wiss. Kurzessay (20%), Themenvorschlag für die Abschlussarbeit (10%), Abschlussarbeit (40%).

Prüfungsstoff

Die während des Semesters besprochene Literatur.

Literatur

Deutsch- und englischsprachige Sekundärliteratur sowie Ausschnitte aus der Primärliteratur werden über Moodle zur Verfügung gestellt. Empfohlen wird die Anschaffung von Orhan Pamuks Istanbul-Erzählung in deutscher (Istanbul – Erinnerung an eine Stadt) oder englischer (Istanbul: Memories and the City) Übersetzung, bzw. bei entsprechenden Sprachkenntnissen im türkischen Original (İstanbul - Hatıralar ve Şehir)

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA M4

Letzte Änderung: Mi 21.04.2021 11:26