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135042 PS Lit.Wechselbez. (PS): Wunderbar subversiv: Das Märchen als Instrument der Kritik (2019W)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Moodle; Do 12.12. 10:00-11:30 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG

An/Abmeldung

Details

max. 35 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Donnerstag 10.10. 10:00 - 11:30 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Donnerstag 17.10. 10:00 - 11:30 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Donnerstag 24.10. 10:00 - 11:30 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Donnerstag 31.10. 10:00 - 11:30 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Donnerstag 07.11. 10:00 - 11:30 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Donnerstag 14.11. 10:00 - 11:30 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Donnerstag 21.11. 10:00 - 11:30 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Donnerstag 28.11. 10:00 - 11:30 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Donnerstag 05.12. 10:00 - 11:30 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Donnerstag 09.01. 10:00 - 11:30 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Donnerstag 16.01. 10:00 - 11:30 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Donnerstag 23.01. 10:00 - 11:30 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Donnerstag 30.01. 10:00 - 11:30 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Wer heute an Märchen denkt, der hat meist die Märchen der Gebrüder Grimm vor Augen, die kaum konkrete soziale oder politische Bezüge zu einer außertextuellen Realität herstellen. Doch besaß die Gattung, lange bevor die Kasseler Brüder ihre Kinder- und Hausmärchen als zeitenthoben und kinderfreundlich konzipierten, eine subversive Tradition, weil sie den Verfassern ermöglichte, sich unter dem Deckmantel des Wunderbaren in aktuelle Diskurse einzuschalten: Märchenhaftes und Wunderbares diente und dient bis in die Gegenwart dazu, verdeckte Kritik an politischen und religiösen Oberhäuptern zu artikulieren, sexuelle Tabus zu brechen und auf diese Weise gesellschaftliche Doppelmoral anzuprangern oder eine feministische Programmatik zu formulieren. In diesem Sinne spiegeln und thematisieren Märchen auch ihre jeweiligen kulturgeschichtlichen Entstehungskontexte. In einer Zeitspanne von der Aufklärung und Romantik (u.a. Voltaire und Ludwig Tieck) bis zum 20.Jahrhundert (und den feministischen Märchen von Angela Carter) wird dieser Zusammenhang in transnationaler Perspektive mit einem Schwerpunkt auf Europa Gegenstand des Seminars sein. Ziel ist es, die Variationen und spezifischen Entwicklungen der Gattung kennenzulernen, Gattungsmerkmale zu bestimmen sowie die Funktionen des Märchenhaften und Wunderbaren in den jeweiligen historischen und kulturellen Kontexten zu erarbeiten.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA M4

Letzte Änderung: Di 08.10.2019 17:27