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140081 KU GM3 - Entwicklungstheorien und -paradigmen aus transdisziplinärer Perspektive (2017W)

De/Constructing the 'Modern Man': Modernisierungstheorien (zentrismus-)kritisch lesen

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Details

max. 40 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

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Teilgeblockt!

mit einer Abschlussbesprechung Ende Jänner n.Ü.

Freitag 13.10. 16:00 - 18:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Freitag 03.11. 16:00 - 19:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Samstag 04.11. 09:30 - 17:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Freitag 01.12. 16:00 - 19:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Samstag 02.12. 09:30 - 17:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Freitag 19.01. 16:00 - 18:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Kann oder soll "Modernität" und die Überwindung von "traditionellen" Lebens- und Produktionsweisen wirklich ein Ziel von "Entwicklung" sein? Von welcher "Modernität" wird in Entwicklungstheorien eigentlich gesprochen, wenn eine "Modernisierung" von Lebens-, Arbeits- und Denkweisen als Weg und Ziel von "Entwicklung/hilfe" proklamiert wird? Welche Vorstellungen in Bezug auf "Rasse", "Körper", "Geschlecht" und "Sexualität" aber auch "Un/Produktivität", "Wissen", "Politik" oder "Fortschritt" gehen damit einher? Welche Grenzen und Grenzziehungen (z.B. modern vs. traditionell, entwickelt vs rückständig, westlich vs. nicht-westlich, religiös vs. säkular, produktiv vs. unproduktiv) werden hier erzeugt oder bestätigt? Und inwieweit sind diese Theoreme von "Modernität" in veränderter Form bis heute konstitutiv für entwicklungspolitische Diskurse und das Funktionieren von Entwicklungszusammenarbeit ?

Ausgehend von prägenden modernisierungstheoretischen Klassikern, unterziehen wir in diesem Kurs die darin konstruierten "Modernen" und Vorstellungen von einem "modernen Menschen" einer (zentrismus-)kritischen Re-Lektüre. Auf der Basis unterschiedlicher disziplinärer und theoretischer Ansätze wie u.a. aus dem Bereich des Post-Development und der postkolonialen Entwicklungskritik, poststrukturalistischer und dekolonialer Ansätze, feministischer, rassismuskritischer und queerer Theorien, analysieren und dechiffrieren wir die darin eingeschriebenen Gesellschafts- und Subjektverständnisse ebenso wie die, für diese Setzungen konstitutiven, Auslassungen (z.B. koloniale Vergangenheiten, heteronormative Geschlechterverhältnisse).

Ziel der Lehrveranstaltung ist es, ein theoretisches und methodologisches Instrumentarium zu entwickeln, um gängige modernisierungstheoretische Annahmen kritisch zu reflektieren, analysieren und bearbeiten zu können. Vor dem Hintergrund einer Vielzahl sogenannter zentrismuskritischer Pserpektiven soll die Notwendigkeit eines differenzierten wissenschaftlichen Umgangs mit den Begriffen "moder"'/ "traditional" insbesondere in der kritischen Entwicklungsforschung deutlich werden.

Darüber hinaus werden in dem Kurs auch gemeinsame Übungen zur Verbesserung der Lektürekompetenz und dem Umgang mit theoretischen Texten unternommen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Vorbereitende Textlektüre, kleinere Hausübungen, Recherchegruppe, Seminararbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur

Wird auf Moodle zur Verfügung gestellt

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

GM3

Letzte Änderung: Fr 31.08.2018 08:42